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Die Zahlmeister

Beginnen wir mit der guten Nachricht des Tages, die zwei schlechten folgen dann prompt : Die BRD – und, da es um Geld geht, der deutsche Steuerzahler – ist nicht verpflichtet, die Kosten für die Verteidigung eines mutmaßlichen somalischen Seeräubers durch einen deutschen Rechtsanwalt im Strafprozess in Kenia zu übernehmen.

Die FDP, Abteilung Niedersachsen, hat aber bereits etwas ausgeknobelt, das uns die kleine finanzielle Erleichterung vergessen lässt: Sie drängt auf die Verlängerung des Bleiberechts für geduldete Ausländer. Wegen der Wirtschaftskrise könnten viele von ihnen ihren Lebensunterhalt nicht mehr sichern, die FDP werde deshalb auf den Koalitionspartner CDU einwirken und sich für eine Lockerung des Bleiberechts  einsetzen.

Heißt: Das deutsche Arbeitsmuli soll gefälligst für die Ausländer, die sowieso schon unrechtmäßig im Land sind, aufkommen.  Im Gegenzug meldet das Handelsblatt, dass die steigende Arbeitslosigkeit uns voraussichtlich fast 100 Milliarden Euro mehr an Sozialtransfer kosten wird.

Die FDP statt die CDU/CSU zu wählen ist so, als tauschte man Röteln gegen Masern ein.

9 Kommentare zu „Die Zahlmeister“

  • Blond:

    Roeteln und Masern sind der Situation unpassend gewaehlt:
    eher sind es Pest und Colera

  • karl-friedrich:

    Die FDP statt die CDU/CSU zu wählen ist so, als tauschte man Röteln gegen Masern ein.

    Ja danke, zu dieser Erkenntnis bin ich schon gekommen, ich habe in meiner näheren Umgebung auch so ein paar Experten, die der FDP Ihre Stimme geben wollten, ich konnte sie da von überzeugen, das lieber zu lassen.

    Die FDP unterscheidet sich noch kaum von der PDS/Linke usw., wenn man von solchen Forderungen liesst.

    Wenn das so ist, kann ich ja auch in die USA auswandern, und bleibe einfach da, und am Ende bekomme ich auch noch Kohle, so einen schwachsinn kann es nur in diesem Land geben.

  • Gibor:

    “Die Zahlmeister”

    Moderne Diktaturen haben sich aus Demokratien entwickelt, die nach und nach dazu übergegangen sind, die Bevölkerung mittels neuer moralischer Gebote zu steuern, die Wirtschaft zu regulieren, um ihre politischen Ziele ungestört finanzieren und durchführen zu können.

    Tatsache ist, daß in Deutschland heute kaum noch m e h r Steuern eingetrieben werden können, als ohnehin schon eingetrieben werden. Denn sonst würden die Unternehmen in Scharen das Land verlassen und Privatpersonen in Scharen in die Schwarzarbeit flüchten. Der Plafond ist also erreicht. Die Bürokratie kostet aber laufend mehr Geld. Es leben laufend mehr Menschen auf Staatskosten. Die Krankenkassen sind bankrott. Die Rentenversicherungen sind bankrott. Die derzeitigen Staatsschulden in Höhe von fast zwei Billionen Euro steigen immer noch. Vor offiziell deklarierten Enteignungen scheut man noch zurück. Aber es wird immer mehr und mehr enteignet werden müssen, um den so genannten Sozialstaat weiter finanzieren zu können, auch mit den Mitteln der Inflation.

    Diejenigen, die uns weiter und weiter enteignen wollen, verbreiten eifrig die Meinung, daß wir in einer Zeit des Neoliberalismus leben. Angesichts einer Staatsquote von heute 47 Prozent und einem Höchst-/Spitzensteuersatz von 45 Prozent kann von einer wie auch immer gearteten liberalen Epoche keineswegs die Rede sein. Zur Zeit der Hochblüte des Liberalismus im Deutschen Kaiserreich, wo sich der Staat mit Eingriffen in die Wirtschaft eher zurückhielt, war die Besteuerung von Einkommen mit einem Höchststeuersatz von 6 Prozent und einer Staatsquote von 14 Prozent im Jahre 1914 äußerst moderat. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote zwischen 1871 und 1914 betrug lediglich 1-2 Prozent (Großbritannien: 5-10%, Frankreich: 6-10%). Das durchschnittliche Wachstum der Wirtschaft zwischen 1896 und 1913 lag bei 3,4 Prozent jährlich. Die jährliche Inflation zwischen 1871 und 1914 betrug gerade einmal 0,48 Prozent.

    Und heute? […] Moderne Diktaturen haben sich aus Demokratien entwickelt…

  • gast:

    Passt doch, bis heute haben wir für den Staat gearbeitet damit der ordentlich umverteilen kann. Von jedem verdienten Euro bleiben nicht einmal 50 cent. Das ist keine Steuerquote sondern blanke Enteignung.

  • Gibor:

    Sentenz zum Tage:

    “Aber der Staat redet in allen Zungen des Guten und Bösen: und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er es.”
    (Friedrich Nietzsche, 1844-1900)

  • karl-friedrich:

    Da fällt mir gerade ein:

    Von jedem verdienten Euro bleiben nur 46,7 Cent

    Bis zum 14. Juli, und damit sechs Tage länger als 2008, arbeiten die Beschäftigten in diesem Jahr rechnerisch nur für Staat und Sozialkassen. Gerade mal 46,7 Cent bleiben den deutschen Arbeitnehmern von jedem verdienten Euro übrig. Damit sind die Belastungen so hoch wie seit dem Jahr 2003 nicht mehr.

    welt.de/finanzen/article4110525/Von-jedem-verdienten-Euro-bleiben-nur-46-7-Cent.html

    Da soll noch mal einer sagen, arbeit in Deutschland lohnt sich nicht. LOL Ich lach mich komplett schlapp!

    Was machen die eigentlich mit den 53, 3 Cent die sie einnehmen, wo fließen die hin. LOL

  • karl-friedrich:

    OT:
    Bingo Ingo, ich will ja nichts sagen, aber lest mal selbst:

    USA stoppt den offiziellen Goldmuenzen Verkauf:
    Vorboten der sich nähernden Hyperinflation

    .be24.at/blog/entry/625451/usa-stoppt-den-offiziellen-goldmuenzenverkauf

  • forum.fdp-bundesverband.de/read.php?4,1184838

  • Blond:

    Regierungsbericht
    Jeder dritte Euro fließt in soziale Sicherung
    15. Juli 2009, 09:24 Uhr
    Die Sozialleistungen in Deutschland werden aufgrund der scharfen Rezession dieses Jahr um 32,6 Milliarden Euro auf 754 Milliarden Euro ansteigen. Damit wird mehr als jeder dritte erwirtschaftete Euro für soziale Sicherung ausgegeben.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article4123121/Jeder-dritte-Euro-fliesst-in-soziale-Sicherung.html

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