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So sieht der Sozialismus aus, wenn er nicht mehr weiter weiß

Mindestens 136 Menschen sind zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer gestorben – die meisten von ihnen beim Versuch, die Sperranlage zu überwinden und in den Westen zu gelangen. Ihre Schicksale liegen nun als Biographien zusammengefasst in einem Buch vor. Das wird nächste Woche in der Gedenkstätte Berliner Mauer vorgstellt, die Texte können aber jetzt schon im Internet gelesen werden.

Todesopfer der Mauer

12 Kommentare zu „So sieht der Sozialismus aus, wenn er nicht mehr weiter weiß“

  • blacksun87:

    80 000 000  – Totes Volk
     
    So sieht der Kapitalismus aus wenn er weis was er tut!

  • Blond:

    Kapitalismus ist normales – weil menschliches – Verhalten ,
    Sozialismus funktioniert nur unter Zwang !

  • ThePassenger:

    @Blond

    Die kleinste soziale Einheit, die Familie, handelt sozialistisch. Erst wenn es um andere Gruppen, sprich Konkurrenz, geht, wird kapitalistisch gehandelt.

    Je weiter dieser “familiäre” Kreis reicht (Freunde, Nachbarn), desto sozialer das Individuum.

    Daher geben einem die Gutis als Nachbarn selbstlos ein Pfund Zucker und sind mit der ganzen Welt solidarisch, weil sie ja die sozialsten überhaupt sein wollen. Da auch die Verbindung zu den christlich motivierten Sozialisten.

  • Blond:

    Die kleinste soziale Einheit, die Familie, handelt sozialistisch.
    Nicht sozialistisch – die meisten Mitglieder von Familien sind menschlich einander zugeneigt, weil es so im menschlichen Leben natuergemaess vorgesehen ist –
    allerdings gibt’s auch auf diesem Sektor genug Gegenbeispiele (Egozentrik – Familie als Faktor fuer gesellschaftliche Stellung/Ansehen, Familie nur als “Geld- und Steuervorteil-Einbringer”, Kinder oder/und Frau nur zum Ausleben von Sex- oder/und Macht-Besessenheit und Aehnliches mehr).
    Wirklich sozialistische Vereinigungen gibt es, allerdings meist nicht in der Groesse eines Landes oder Staates und meist auch nicht von langer Dauer – Ausnahmen sind religioese Vereinigungen!

  • ThePassenger:

    Ob man das Kind nun unbedingt sozialistisch nennen muss oder ob nicht sozial ausreichend ist, kann man sicherlich diskutieren.

    Deine Gegenbeispiele kann ich aber so nicht nachvollziehen. Man muss für Erklärungsansätze an die Wurzel gehen, von mir aus ins Tierreich oder den Affen, die gerade von den Bäumen gestiegen sind – und diese handeln eben sozial innerhalb der Familie. Danach handeln sie sozial in Rahmen der Sippe oder Gruppe, zumindest gegenüber anderen Sippen/Gruppen. So setzt sich das mit Abstufungen fort.

    Jeder Mensch ist Teil einer Vielzahl von Gemeinschaften: Familie, Verwandschaft, Nachbarschaft, Stadt, Region, Bundesland, Land, Kontinent, Religion usw. usf. Mit jedem Schritt sinkt das soziale Element ein Stück. Wenn nun innerhalb des Landes keine Solidarität mehr herrscht, dann bedeutet das, dass die Gesellschaft ansicht unsozialer geworden ist.

    Es mag zwar so sein dass die Sozialisten das Wort “Sozial” in Geiselhaft genommen haben, es ändert aber nichts an dessen Bedeutung.

    Um die Kurve zurück zu den Sozialisten zu bekommen:
    Nicht umsonst sind in diesem Modell alle irgendwie “Brüder & Schwestern” – wie in vielen Religionen auch.

    Knackpunkt war aber eigentlich die Aussage, kapitalistisches Handeln sei normales, menschliches Verhalten – und das stimmt eben nur zum Teil.

    Ich, für mich persönlich, ziehe den Schluß daraus, dass beide Handlungsweisen ihre Berechtigung haben und wünsche mir dass sich dies auch in der Politik eines Landes widerspiegelt. In Bezug auf das soziale Element in diesem Land ist dieses Ansinnen aber weit über das Sinnvolle hinaus übererfüllt, zumindest auf die Politik bezogen.

  • Blond:

    Ich versuche Morgen naeher darauf einzugehen –
    Vorab schon mal:
    Affen sind Tiere –
    Menschen sind keine !
    Menschen sind ausserhalb ihrer Beziehung unberechenbar – manche sogar innerhalb !
    Menschen sind vom Kern aus nicht gut – deshalb auch nicht ‘sozial’

  • Blond:

    Jeder Mensch ist Teil einer Vielzahl von Gemeinschaften: Familie, Verwandschaft, Nachbarschaft, Stadt, Region, Bundesland, Land, Kontinent, Religion usw. usf.
    “ist Teil” stimmt, mehr aber auch nicht – siehe Kinder im Kindergarten;
    der soziale “Teil”, also fuer die Gemeinschaft zu tun, zu denken, zu planen, ist immer ueberlagert vom “ich will” (alles) haben, (Erster) sein, gewinnen, diesen (besetzten) Platz fuer “mich” – wenn nicht, gibt es Zwistigkeit bis zum Krieg;
    wie unsozial und feindlich der Mensch ist, sieht man gut an sogenannten Ausfaellen wie an den, sozial gesehen, aus “gutem Hause” stammenden Soldaten, die in Afghanistan (?) mit Totenschaedeln spielten oder an den Inzest-Faellen hier in Europa oder an vielen, vielen Beispielen rund um die Welt:
    Das, genau das unterscheidet Tier von Mensch – der Mensch tut abgrundtief Boeses, w e i l e r e s will!
    Knackpunkt war aber eigentlich die Aussage, kapitalistisches Handeln sei normales, menschliches Verhalten – und das stimmt eben nur zum Teil.
    Kapitalistisch bedeutet doch, vorhandende Gueter und Werte (die nicht einmal dem Kapitalisten gehoeren muessen bzw. auch nur vorgetaeuscht sein koennen) zu vermehren und als persoenlichen “Reichtum” zu etablieren –
    das entspricht haargenau dem menschlichen Gedanken”gut” (eigentlich “-schlecht”, sozial gesehen):
    Meins, will-haben, Platz-da-hier-komm-ich.
    Super-Bespiele dieses Denkens findet man im Strassenverkehr in jeglicher Form.
    Sozial denkende Menschen findet man hoechst selten, die Meisten erhoffen sich aus ihrem “Sozial”-Verhalten ein ebensolches vom Gegenueber – faellt dieses weg, “stirbt” auch sofort das Eigene: Beispiel hoefliches Gruessen des neuen Nachbarn, der aber immer unfreundlichst zurueck grummelt – mit der Zeit oder auch gleich (je nach “Veranlagung”) wird der eigene Gruss immer unherzlicher, bis er versiegt. War das “Sozial”-Verhalten also nur auf erhoffte “Gegen”-Freundlichkeit ausgelegt.
    Eine “Spielart” der menschlichen Eigenschaften ist allerdings komplett “sozial”: Liebe –
    da wo (bedingungslose) Liebe auftritt, macht derjenige, der liebt, alles was er macht, aus genau diesem Grund: weil er liebt; er erwartet keine Gegenleistung in irgendeiner Form.
    Und zum Schluss:
    Der Mensch ist kein Herdentier, die “Herde” braucht er nur zum Schutz (also dient “Sozial-Verhalten” vorangig ihm) und aus der “Herde” braucht er Einzelne zur Fortpflanzung – sonst ist er Einzelgaenger;
    die heutige Lage ermoeglicht vielen, einzeln zu leben – was sie dann auch tun :
    und da wundert es nicht mehr, dass Viele vereinsamen.

  • virOblationis:

    Blond schrieb:
    “Eine ‘Spielart’ der menschlichen Eigenschaften ist allerdings komplett ‘sozial': Liebe – da wo (bedingungslose) Liebe auftritt, macht derjenige, der liebt, alles was er macht, aus genau diesem Grund: weil er liebt; er erwartet keine Gegenleistung in irgendeiner Form.”
    Das ist sicher richtig. Aber beobachtet nicht jeder, der sich dazu aufschwingen will, daß er täglich auch wieder zurückgeworfen wird, indem er beispielsweise bemerkt, daß sein eigener “Gruss immer unherzlicher [wird], bis er versiegt”, wenn der “neue(n) Nachbar(n) … immer [bloß] unfreundlichst zurueck grummelt”?
    Man mag sich im Laufe der Jahre dem Ideal ein wenig nähern, doch wird man es kaum ganz verwirklichen. Dennoch bleibt dem Menschen, so bin ich überzeugt, diese Aufgabe lebenslang gestellt.
     

  • Blond:

    @ virOblationis
    zur Liebe “aufschwingen” kann man sich nicht –
    die Liebe zu den Geschoepfen,
    zur ganzen Umgebung (da floesse dann Umweltschutz mit ein),
    ja, zur ganzen Schoepfung
    ist ein Geschenk !

  • Blond:

    Wie boesartig Menschen so sind – und dabei geht’s hier “nur” um Geld:
    “Grenzenlose Korruption im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
    … Unter den Verhafteten befinden sich drei Bürgermeister aus New Jersey, zwei Abgeordnete des Parlaments des Bundesstaates und – man mag es kaum glauben – fünf Rabbis!
    Die New York Times schrieb u.a. dazu: ”Dabei wurde auch über angeblichen illegalen Organhandel geredet, über heimliche Verhandlungen in Schnellimbissen, auf Parkplätzen und in Heizungskellern …
    ‘Für die Angeklagten gehörte Korruption zur Lebensart’, sagte der amtierende US-Staatanwalt Raph J. Marra jun. bei einer Pressekonferenz. ‘Sie lebten in einer ethikfreien Zone.’
    Laut Marra habe der Durchschnittsbürger ‘keine Chance’ gegen die Kultur der Einflussnahme durch Schmiergelder, die die Ermittlungen zutage gebracht hätten.”
    ”Vom Ausmaß der Ermittlungen zeigten sich selbst hartgesottene politische Beobachter betroffen. …” ”
    http://info.kopp-verlag.de/news/grenzenlose-korruption-im-land-der-unbegrenzten-moeglichkeiten.html
    Und gleich noch einer obendrauf:
    http://info.kopp-verlag.de/news/der-money-trust-von-der-wall-street-macht-mithilfe-der-steuerzahler-milliardengewinne.html

  • virOblationis:

    @ Blond
    Wenn’s nur Geschenk wäre, müßte es “über einen kommen”, ohne daß man etwas dazu tut. Es träfe wahllos diesen oder jenen – was mir unrealistisch zu sein scheint.
    Natürlich will ich Gnaden nicht leugnen.  Doch zu einer liebenden Haltung gehört m.E. zuerst die eigene Einsicht und der eigene Wille – und so soll der Mensch sich aufschwingen.
     

  • Blond:

    Doch zu einer liebenden Haltung gehört m.E. zuerst die eigene Einsicht und der eigene Wille – und so soll der Mensch sich aufschwingen.
    Da sind wir voellig uneins – die Gabe zur Liebe ist im Menschen vorhanden, aber er kann von sich aus soviel wollen und einsichten, wie er will:
    kommt nicht zuerst der Funke zur Liebe, wird aus dem menschlichen Streben danach nur Krampf – bestes Beispiel geben die Gutmenschen ab (besonders die, die es mit Religion verquicken) !

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