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schiefe Bahn

Ein Arzt hatte sich selbst angezeigt, weil er Gentests an Embryonen durchgeführt hatte (“Präimplantationsdiagnostik”), die Mütter dazu veranlaßten, sich nur die gesunden unter den in vitro gezeugten Kindern in die Gebärmutter einpflanzen zu lassen. Wie könnte bestritten werden, daß damit”unwertes Leben” durch Selektion eliminiert wurde?

Ein scheinbar starkes Argument kann für diese Praxis jedoch ins Feld geführt werden: Sollte man denn alle Embryonen einpflanzen und später erst die mißgebildeten abtreiben? Nein, das wäre in der Tat wenig hilfreich.

So ist die Selektion nach Präimplantationsdiagnostik also doch gerechtfertigt? Keineswegs. Es zeigt sich nur, daß das eigentliche Übel in der Zulassung der Abtreibung besteht. Nachdem man diese abschüssige Bahn einmal betreten hat, führt der Weg immer weiter bergab. Das eine zieht das andere nach sich.

2 Kommentare zu „schiefe Bahn“

  • Kassandra:

    ”unwertes Leben”???????
     
    krank? Behandlung zu teuer?
    Alt, keine Verwandte, die aufpassen? Es gibt doch Dignitas.
    Behindert, abgeschoben ins Heim?
    Behindert, wieso eigentlich, man konnte doch abtreiben?
     
    Wir hatten dies alles schon einmal und es wird wiederkommen, sobald das Geld alle ist.

  • Liest sich wie das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses.

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