Inhaltsverzeichnis

Udo Di Fabio: Deutsch als Sprache Deutschlands gehört in's GG

In der Debatte, Deutsch als Sprache Deutschlands  im GG zu verankern, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Udo Di Fabio, Bundesverfassungsrichter, unterstützt den Bundesparteitagsbeschluss der CDU.

Als das GG entstanden sei, sei die deutsche Sprache “noch völlig unbestritten” gewesen. Di Fabio sieht diese Selbstverständlichkeit nun gefährdet: Nicht nur die zunehmende Einwanderung, auch die Tendenz zur “Selbstaufgabe der deutschen Sprache durch die Eliten des Landes” mache die Festschreibung sinnvoll.

Hintergrund: Im Rahmen des CDU-Parteitages forderte die saarländische CDU, Deutsch als Sprache Deutschlands im GG zu verankern. Selbstredend löste das starke Proteste jener Politiker in Deutschland aus, die immer empört aufheulen, wenn es um deutsche Interessen geht.

Und dass es im deutschen Interesse liegt,  konnte man an den ebenfalls heftigen Reaktionen einiger Ausländerverbände erkennen. Deren Protest hat Wiedenroth hervorragend karikiert.

25 Kommentare zu „Udo Di Fabio: Deutsch als Sprache Deutschlands gehört in's GG“

  • AvK:

    Was für ein merkwürdiges Land, wo Selbstverständlichkeiten so einen Empörungssturm verursachen.  Allein, dieser Empörungssturm zeigt, daß Udo Di Fabio Recht hat und Deutsch dringend in unser GG muss. 

  • Wahr-Sager:

    Schön, dass es auch noch sympathische Zeitgenossen auf den höheren Rängen gibt.

  • @AvK

    Wenn, wie die Gegner argumentieren, sowieso kein Unterschied besteht, verstehe ich die Aufregung erst recht nicht. Wenn es eh keinen Unterschied macht kann es auch rein, oder?

    Marina vom DK-Team

  • @Wahr-Sager

    Find ich auch :-) Allerdings hab ich die CDU in Verdacht hier Wahlkampf zu betreiben. Soviel ich weiß, braucht man für eine Änderung eine 2/3 Mehrheit. Das müsste doch auch ohne großes Wahlkamptratra zu machen sein.

    Marina vom DK-Team

  • “Selbstaufgabe der deutschen Sprache durch die Eliten des Landes”

    kann man da nicht  “hochgradigen nationalen Landesverrat” herauslesen?
    Sprache ist doch eines der Hauptmerkmale einer Nation;
    sind die “Eliten” nicht solche, die auch überproportional fähig und begabt sein sollen die weisesten und besten Entscheidungen zum Überleben eines Volkes zu  erbringen?
    Oder geht es nur um den überproportionalen Anteil den man heraussaugen kann, um das Land, wenn ausgepresst, dem multikulti Müllhaufen hinzu zutun?

  • Tobias:

    Judith, kleiner Nachtrag zum Thema Ist Deutsch ein genetischer Code oder nicht: Udo Di Fabio ist Sohn italienischer Einwanderer. Dessenungeachtet agiert er hier ohne Wenn und Aber als Deutscher. Das könnte mit Menschen türkischen oder arabischen Hintergrunds genauso gelingen. (Allerdings nicht mit der derzeitigen ‘Integrationspolitik’, die ja bekanntermaßen gar keine ist.)

  • Blond:

    @ Marina: " … 2/3 Mehrheit … "!
    Bei den vielen links-grünen-antideutsch-multikulti-Bejublern wird´s wohl nichts werden – außer (!Gedankenblitz!)
     man gibt denen GELD – soll doch bei Schulschwänzern auch helfen (sagen Soziale );
    – ob 1000 TEURO reichen ???

  • Wahr-Sager:

    @Marina:

    Allerdings hab ich die CDU in Verdacht hier Wahlkampf zu betreiben.

    Den habe ich auch. Trotz meiner Sympathie in diesem Fall wähle ich die CDU trotzdem nicht. :p

  • frank:

    Zumindest sieht man bei diesen Debatten mal, wer antideutsch eingestellt ist. Und das sind nicht nur die üblichen Verdächtigen von Linken, Grünen und Ausländerlobby sondern auch solche Randfiguren wie A. Merkel und W. Schäuble.

  • @Tobias

    Erstens [obwohl das gar nicht das ursächliche Thema war] war  Udo Di Fabio auch nach dem ius sanguinis Deutscher,  was eigentlich selbsterklärend ist, da Di Fabio 1953 geboren wurde, das Abstammungsprinzip aber erst 2000 abgeschafft wurde.  Im  Gegensatz zu den Wutschäumereien diverser Antideutscher  ist [war] dazu nämlich kein lückenloser “Ariernachweis bis in’s dritte Glied” nötig –  Kriterium war, dass ein Elternteil Deutsch sein musste. Heißt: Sein Großvater war italienischer Einwanderer, sein Sohn heiratete eine Deutsche. Das aber nur nebenbei

    Ursächlich ging es  um DEINE Aussage,  dass nicht die ethnische Herkunft, sondern die Religion ein Ausschlusskriterium für höhere politische Ämter darstellen soll – nach deinem Wunsch: Der Islam.

     Ich wies drauf hin, dass es keinen Passus im GG gibt, der Religionszugehörigkeit [oder Nichtzugehörigkeit] zu einem Auschlusskriterium für höhere politische Ämter erklärt. 

    Dazu hast du allerdings keine Antwort gegeben.

  • @frank

    Da hast du wohl Recht  – ein gutes Thema, das die Spreu vom Weizen teilt.

    Alle: Ich muss zurück in’s Bett, sonst erschlägt mich Hendryk. Marina ist aber am PC und schaltet bei Bedarf frei.  Haltet die Ohren steif.

  • BerlinerJung:

    Haha Wiedenroths Karikaturen sind immer wieder eine Augenweide.

  • Anna Luehse:

    “..sondern wegen der Tendenz zur Selbstaufgabe der deutschen Sprache durch die Eliten des Landes” Das ist die Ohrfeige, die Di Fabio den “Eliten” verpaßt hat. Sie werden sich zwar einen Dreck darum kümmern und sicher ist der Vorstoß der CDU reine Wahltaktik (wie schon gesagt worden ist), aber wo immer wir sie erwischen, sollten wir die Politarroganz mit Di Fabio konfrontieren.

  • Anna Luehse:

    # Canuck Ich habe einige Male die Ostprovinzen besucht und mich dort stets sehr wohlgefühlt. Habe auch Verwandtschaft in Kanada und muß leider feststellen, daß sich auch Kanada anpaßt: Ist nicht in British Columbia als dritte Amtssprache Chinesisch verbindlich?

  • Sir Toby:

    # Wahr-Sager

    Ganz kurzes OT für Dich mit der Bitte um Entschuldigung an alle anderen, aber ich konnte gerade einfach nicht an mich halten. Zu deinem Kommentar an M.O. auf FF. (da ich dort nicht mehr kommentiere) schau mal in folgenden Link:
    http://www.jungefreiheit.de/index.php?id=268&tx_ttnewstt_news=74550&tx_ttnewsbackPID=&no_cache=1

  • Tobias:

    Judith, eine Aussage, dass die Religion ein Ausschlusskriterium für höhere politische Ämter darstellen soll habe ich nicht getätigt. Was ich mit meiner Anmerkung zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass eine Person wie Lale Akgün, die sich als moslemische Türkin versteht, sich als Politikerin in der BRD keinen “Obama-Effekt” zuguterechnen kann. Denn Obama pocht nicht auf seine Herkunft, sondern hat vielmehr einige bedeutende Anpassungsleistungen hinsichtlich Sprache und Religion vollzogen. Nur so konnte er die Mehrzahl der Wähler überzeugen. Diese Selbstverständlichkeit ist bei den div. selbsterklärten Obamas in Deutschland allerdings nicht zu erkennen. 
    Zum Islam sei gesagt, dass er nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium für Deutschsein darstellt. In der Praxis verweist ein konsequent gelebter Islam allerdings auf geistige Infrastrukturen die mit der Tradion der Auffklärung unvereinbar scheinen. Aus diesem Grund sind bekennende Moslems als demokratische Politiker in der Regel unglaubwürdig.

  • Sir Toby:

    # Tobias

    ” In der Praxis verweist ein konsequent gelebter Islam allerdings auf geistige Infrastrukturen die mit der Tradion der Auffklärung unvereinbar scheinen.”

    ‘Unvereinbar scheinen’ kann wohl in aller Wahrhaftigkeit als ‘unvereinbar ist’ ausgedrückt werden, denn ein konsequent gelebter Islam kann nur die Gebote Allahs als verhaltenssteuernd und -bindend anerkennen, wenn es einmal zur Konkurrrenz mit Geboten eines weltlichen Gesetzes kommen sollte.

  • “”…in British Columbia als dritte Amtssprache Chinesisch verbindlich?””

    nicht verbindlich, aber predominant in gewissen Gegenden, so wie Punjabi.
    Banken,  Service  offern andere als die zwei offiziellen Sprachen.
    Man hofft es wächst sich irgendwie zurecht im Multikulti Land…
    Probleme die es eindeutig gibt, werdenwenn ueberhaupt  rassen-neutral berichtet. Typical pk…

  • Wahr-Sager:

    @Sir Toby:
    Ich stehe auf dem Schlauch. Was willst du mir damit sagen?

  • Anna Luehse:

    # Sir Toby ” ‘Unvereinbar scheinen’ kann wohl in aller Wahrhaftigkeit als ‘unvereinbar ist’… ” Dr. Wolfgang Philipp bestätigt diese Ansicht in einem Beitrag der JF: (…) Vor diesem Hintergrund ist es unerläßlich, zuerst einmal die richtige, bisher so gut wie nie diskutierte Frage zu stellen: Ist der Islam eine Religion, die unter Artikel 4 des Grundgesetzes fällt? (…)Solange die Gewalt zu den Grundlagen und Äußerungsformen des Islam gehört, kann er unmöglich eine “Religion” im Sinne des Artikel 4 des Grundgesetzes sein. Unsere Verfassung deckt keine Bewegung, die zur Gewalt greift, nur weil sie sich “Religion” nennt…..” http://www.jungefreiheit.de/Archiv.364.0.html

  • Sir Toby:

    # Wahr-Sager

    Tja, was wollte ich Dir damit sagen… – keine Ahnung. Es ging wohl um den ‘Knobloch-Eintrag’ bei Fakten-Fiktionen; und anscheinend hab ich Dich mit ‘Anagram’ verwechselt mit dem Marcus-Oliver einen heftigen Disput über Wilhelm II. hatte (‘Er war ein Militarist’, ‘Er litt an Größenwahn’ usw.) und irgendwie hab ich Dich da mit in Erinnerung gehabt, dass Du also auch irgendwann da drauf eingestiegen bist … auf diese Kaiser-Debatte.

    Und da ich dann zufällig bei einem Klick auf die JF den Kaiser-Artikel entdeckt habe, wollte ich Dich darauf aufmerksam machen – als argumentative Unterstützung, dass die Sache doch um einiges anders war als von M.O. dargestellt. Jetzt hab ich nochmal nachgeschaut, aber hauptsächlich Beiträge von ‘Anagram’ gefunden …. hatte Dich aber dennoch in Erinnerung; vielleicht hat kewil auch irgendeinen Kommentar von Dir gelöscht. Sorry, wenn ich falsch gelegen haben sollte.

  • Sir Toby:

    # Anna Luehse

    Zustimmung. Darüberhinaus möchte ich bezweifeln, ob die Verfasser/innen des GG vom Islam auch nur näherungsweise so viel wußten, wie man heute in einer Woche surfen auf islamkritischen Seiten finden kann. Die haben doch, bei allem was sich auf diesen Punkt ‘Religionsfreiheit’ bezog noch voll in der Tradition der Jahrhunderte zuvor gestanden. Was aus diesem Land in knapp 60 Jahren einmal werden würde, konnten die sich doch nicht mal in ihren wildesten Alpträumen ausmalen.

  • Blond:

    Warum in Deutschland überhaupt darüber diskutiert wird, ob die deutsche Sprache “grundgesetzwürdig” ist und nicht schon beim Vorschlag 80+% sagten: in Ordnung – so machen wir es,
    zeigt m.M.n., dass D-Land keine große Befürworter mehr hat.

  • Blond:

    Das sich allerdings ein Verfassungsrichter in Politik einmischt, finde ich nicht gut – obwohl seine Einwendung dadurch einen hohen Stellenwert bekommt – Richter sollten grundsätzlich überhaupt keine politischen Beeinflussungen vornehmen!

  • […]  gleiche Partei, die zusammen mit  Linken und Grünen die Forderung hysterisch bekämpfte,  Deutsch verbindlich im GG zu verankern, strebt jetzt eine einheitliche Verfassung an. Eine Forderung, die auch von Rechten […]

Kommentieren