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Landtagswahlen in Österreich: Haiders Erbe(n)

Heute wurde in unserem kleinen Nachbarland gewählt. Genauer: Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg. Ersten Hochrechnungen zufolge sieht die Lage auf dem Parteienmarkt wie folgt aus.

Kärnten:

  • Die  rote SPÖ ist ordentlich abgeschmiert - aktuell stehen sie bei  29 %
  • Das BZÖ [Bündnis Zukunft Österreich, Haiders Partei] hat allen Vorhersagen zum Trotz nicht Stimmen verloren, sondern dazu gewonnen – aktuell stehen sie bei 46 %.
  • Die ÖVP legt deutlich auf 16 % zu.
  • Die Grünen verlieren leicht,
  • die FPÖ [Strache] dürfte den Einzug in den Landtag nicht schaffen.

Salzburg:

  • Die rote SPÖ hat auch hier Verluste, kann aber, lt. aktuellen Hochrechnungen mit 37,7 % den ersten Platz behalten.
  • Die ÖVP verliert ebenfalls leicht – kann aber Platz 2 halten
  • Deutlich zugelegt hat die FPÖ [Strache]- sie liegt weiter auf Platz drei
  • Das BZÖ [Bündnis Zukunft Österreich] schafft – lt. Hochrechnung – den Einzug in den Landtag voraussichtlich nicht.
  • Die Grünen bleiben auf dem Stand von 2004.

Fazit: Alles in allem erfreuliche Ergebnisse. Besser wäre es allerdings, das BZÖ und Straches FPÖ würden sich (wieder) vereinigen.

Das Ergebnis der Landtagswahl im Detail kann man hier einsehen.

12 Kommentare zu „Landtagswahlen in Österreich: Haiders Erbe(n)“

  • Herr Schleckriegel:

    Nun bin ich kein Österreicher, aber ich glaube BZÖ und FPÖ sprechen ganz andere Wählerschichten an.

  • Patriot:

    Die BZÖ hat mit ihren Ergebnissen in Kärnten wohl ihre Eigenen Ziele mehr als erfüllt. 40% war angestrebt und 37% das Minimum. Mit 45% bekommt Kärnten nun eine echte Volkspartei. Ein Ergebnis Jörg Haiders ante mortem. (?) Kärnten hält zusammen. Leider reicht das Ergebnis der FPÖ nicht um die BZÖ direkt zu unterstützen und die einfache Mehrheit gemeinsam zu erlangen.

    In Salzburg ist es eher andersrum. Da nimmt die das BZÖ der FPÖ wichtige Prozente und bremst.
    Ob eine Wiedervereinigung zweckmäßig wäre? Die Zahlen sagen ja. Aber wie seht es mit persönlichen Animositäten aus? Und was würden die Wähler der einzlnen Parteien dazu sagen? Das wäre mal was für die Wahlforscher in Österreich!

  • Sir Toby:

    # Herr Schleckriegel

    Das mag sein. Aber das die drohende Islamisierung dort keine Rolle gespielt hat, kann ich nicht glauben. Und zusammen mit den Nachrichten aus Holland, wonach Wilders Partei – würde heute gewählt – die Mehrheit der Sitze gewinnen würde, sind das ausgesprochen gute Nachrichten … würd ich sagen. Wir sind zwar in der Regel zehn Jahre hinterher, aber die kleineren Länder zeigen mit ihren Entwicklungen doch, dass die Leute aufwachen und auch bereit sind, wenn sich denn ein wählbares Angebot findet, dieses auch anzunehmen.

  • Anna Luehse:

    @Sir Toby
    “Aber das die drohende Islamisierung dort keine Rolle gespielt hat,”

    Ich hörte am Freitag einen Vortrag von Prof. Höbelt, Wien über die Parteienlandschaft in Österreich.  Sehr aufschlußreich waren seine Ausführungen zur FPÖ und BZÖ.  In Kärnten hat Frau Haider kräftig im Wahlkampf mitgemischt ( ist nicht negativ gemeint) und in der Tat hat dort das Thema Zuwanderung einen anderen Stellenwert.  Zuwanderung schreibe ich deshalb, weil sehr viele aus dem ehem. Jugoslawien nach Österreich gekommen sind. Prof. Höbelt war sich sicher, daß die “Haider-Partei” das Rennen machen würde.
    Das Thema Islamisierung wird hauptsächlich von der FPÖ getragen.

  • Sir Toby:

    # Anna Luehse

    Danke für die Info – sie haben wirklich ausgesprochen informative Quellen (siehe auch Andreas Clauss).

  • Mingana:

    Na das sind ja mal hervorragende Nachrichten zu Beginn des Monats März. In Österreich war lange Zeit das Parteiensystem auf ÖVP und SPÖ zugeschnitten – dass es neuen Parteien gelungen ist dieses Kartell aufzubrechen, macht Mut für Deutschland.

  • Mingana:

    Interessant war auch die Reaktion der tagesschau/tagesthemen. Dem Sprecher hat man die Unzufriedenheit aus jeder Zeile herausgehört. Deshalb war meine Schadenfreude um so größer :)

  • Wahr-Sager:

    Ich fand es wieder mal schäbig, dass man die BZÖ als rechtsaußen bezeichnete. Niemals würden diese aalglatten Gutmenschen die Linkspartei als linksaußen bezeichnen. Dann wäre was los…

  • Mich freut es für das BZÖ. Wenn ich nur an die Medien und ihre Berichterstattung zu Jörg Haiders Tod denke – die Wähler von BZÖ haben das letzte Wort behalten. 

    Die SPÖ total abgestürzt – das liest sich klasse :-)

  • Ein sehr gutes Ergebnis für das BZÖ. Jetzt wird immerhin Haiders Politik fortgeführt.

  • […] sich die Umfragewerte an, liegt die FPÖ bei den jungen Österreichern gut im Rennen. Und wie die letzte Wahl bewiesen hat, stimmen hier Umfrage und Wahlverhalten durchaus […]

  • […] sieht also aktuell danach aus, als hielte – nach den hervorragenden Wahl- Ergebnissen von BZÖ und  FPÖ in Österreich – auch die EU-Wahl ein paar rechte Überraschungen […]

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