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Vor den Kreuzzügen

 Der Historiker Egon Flaig vom Greifswalder Institut für Altertumswissenschaften schrieb einen Essay: Djihad und Dhimmitude. Einen Teil stellt ich hier ein – den kompletten Essay findet man auf pro-patria.net.

Egon Flaig: Djihad und Dhimmitude

1. Die moslemischen Eroberungen gehören zu den härtesten Unterwerfungskriegen der Geschichte. Was die Kreuzfahrer 1099 in Jerusalem anrichteten, das hatten die moslemischen Heerführer schon längst unentwegt praktiziert: 698 traf es Karthagos, 838 Syrakus; Al-Mansur, der Wesir des Kalifats von Córdoba, führte in 27 Jahren 25 Feldzüge gegen die christlichen Reiche Nordspaniens, versklavend, vernichtend und verwüstend; es traf Zamora (981), Coimbra (987), León, zweimal Barcelona (985 und 1008), dann Santiago de Compostela (997). Am furchtbarsten verwüsteten die Djihads das damals noch so städtereiche byzantinische Anatolien; das Massaker von Amorium (838) ist lange ein Fanal geblieben; die städtische Kultur Anatoliens hat sich davon nie wieder erholt. Der Seldschuke Alp Arslan ließ ganze armenische Städte massakrieren, am furchtbarsten 1064 die Hauptstadt Ani. Alles das geschah in der großen klassischen Zeit des Islam und vor dem ersten Kreuzzug.

2. Der Islam hat riesige Territorien religiös „gesäubert“: der zweite Kalif machte den Hidjaz, d.h. Arabien außer dem Jemen „christenrein“ und „judenrein“; die Alternative hieß Konversion oder Vertreibung. Das hat wahrscheinlich niemals zuvor eine Religion gemacht. Im Imperium Romanum gab es keine religiös motivierte Vertreibungen, auch nicht in nachkonstantinischer Zeit. Ebenso „reinigten“ die Almohaden und Almoraviden ihr Spanien nach dem Zusammenbruch des Kalifats 1031: Zigtausende Juden wie Christen mussten entweder konvertieren oder ins christliche Nordspanien oder in die Levante fliehen. Die Verklärer des islamischen Spanien weisen immer wieder darauf hin, dass Juden vom christlichen Terrritorium auf das moslemische flohen. Das ist richtig. Aber zuerst flohen sie von moslemischen Gebiet auf christliches, gute 150 Jahre lang. Danach erst kehrte sich die Fluchtrichtung um. Wenn wir gesagt bekommen, dass im Hochmittelalter englische und französische Könige die Juden aus ihrem Land vertrieben, dann ist das wahr und traurig. Und die Könige Spaniens selber taten das später. Aber sie wandten dabei Rezepte moslemischer Politik an.
[…]

Von der Vergangenheit zur Gegenwart: Die FAZ mit einem erhellenden Artikel: 2008 – das Jahr der globalen Christenverfolgung

21 Kommentare zu „Vor den Kreuzzügen“

  • Tobias:

    Elias Chacour, melkitischer (= griechisch-katholischer) Erzbischof von Galiläa, verweist im Gespräch mit Cicero darauf, dass noch vor einem halben Jahrhundert rund die Hälfte der Bevölkerung der Region Palästina Christen waren. Heute sind es 3%. 
    http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&item=3543
    Ähnliches gilt für Kleinasien (heute Türkei), wo vor hundert Jahren 40% der Bevölkerung Christen waren. 
    Momentan ist der Irak Brennpunkt der Vernichtung des Christentums im Orient. Ein Bericht aus der Region Mossul im arabisch-kurdischen Grenzgebiet im Nord-Irak hier: http://www.irakhilfe.org/downloads/Irak_Reisebericht_Nov_2008.pdf

    Zusammenfassend kann man sagen: Dort, wo der Islam dominiert,  werden multikulturelle Strukturen zielstrebig vernichtet. In Europa wiederum wird der Islam mit Hilfe einheimischer Politiker verbreitet.

    Wir brauchen neue Politiker und Parteien, die eine Trendwende einleiten. 

  • Ich reiche noch zwei Meldungen nach

    Einführung der Scharia in Somalia

    Einen Monat nach seiner Wahl hat der somalische Präsident Sharif Sheikh Ahmed das islamische Recht Scharia in dem Krisenstaat am Horn von Afrika eingeführt. Er will auf der Grundlage der Scharia regieren. Der gemäßigte Islamisten-Führer hofft, dass sich dadurch die Lage im Land entspannt.

    Das gleiche in Pakistan:

    Als Zugeständnis an die Taliban führt Pakistan im Swat-Tal das islamische Recht ein.

    Das wäre mir vollkommen gleichgültig, wenn nicht gleichzeitig Asylbegehrende,  muslimische Zuwanderer etc. hier in Deutschland auf ihre “Religionsfreiheit” pochten und vollkommen dekadente deutsche und europäische Politiker und [angebliche] NGOs sie dabei massiv unterstützen  – gegen die eigenen autochthonen Völker.

  • BerlinerJung:

    Da knall ich gleich  einen mit rein. Der geliebte Führer Erdogan  und die ungeliebte Dogan-Presse die nicht dhimmi genug ist. Der Sultan mag die Presse nicht

    …In den Organen des Unternehmens schreiben Journalisten, was sie sich woanders nicht mehr trauen: Dass das Ziel der AKP-Regierung eine schleichende Islamisierung der Gesellschaft sei, dass der vom Islamisten zum Demokraten konvertierte Erdogan womöglich eine versteckte Agenda verfolge….”

    Alles Verschwörungstheorien  :-)

  • virOblationis:

    Im Artikel heißt es:
    “Das (“Säuberung” einer Binnenregion von Andersgläubigen) hat wahrscheinlich niemals zuvor eine Religion gemacht.”

    Das mag so sein. Dennoch gibt es eine geschichtliche Parallel zum Islam: Assyrien in alttestamentlicher Zeit.

    Die Assyrer wollten die gesamte Welt für ihren Gott Assur erobern und errichteten tatsächlich das größte Reich der altorientalischen Geschichte, das vom Zweistromland ausgehend schließlich sogar Ägypten umfaßte. Man vergleiche damit die Intention des Islam, alle Welt Allahs Willen zu unterwerfen.

    An der Stelle der Umma und ihrer Scharia steht der assyrische Staat mit dem König an der Spitze. Er befehligt die grausamste Militärmaschinerie des Alten Orients; die Kriegsverbrechen werden im Alten Testament erwähnt (Schwangere aufgeschlitzt etc.). Wer sich nicht sogleich ergibt, wird vernichtet. Die Oberschicht der Besiegten wird umgesiedelt und andere Menschen dorthin deportiert, um nationalen Erhebungen den Boden zu entziehen. Auf diese Weise entstand im Heiligen Land das Mischvolk der Samarit(an)er.

    Die Religion der Assyrer wird bestimmt von der Astrologie und somit von einem Schicksalsglauben, der die menschliche Freiheit negiert. Im Islam entspricht dem der mohammedanische Fatalismus (Kismet), der alles Geschehen im Willen Allahs begründet sieht. [Im Christentum gibt es stattdessen geschöpfliche Größen innerhalb der Schöpfung (wie den Menschen), die nach eigener Entscheidung handeln.]

    Die Assyrer verbreiteten in den unterworfenen Gebieten ihre von der Astrologie bestimmte Religion; man sieht dies noch an der Erzählung vom König Manasses und seiner Umgestaltung des Jerusalemer Tempels um die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. (2. bzw. 4. Kön. 21). Noch radikaler suchen die Mohammedaner in eroberten Gebieten den Islam zu verbreiten.

  • Sir Toby:

    # virOblationis

    “Die Religion der Assyrer wird bestimmt von der Astrologie und somit von einem Schicksalsglauben, der die menschliche Freiheit negiert.”

    Das haben die alten Assyrer vielleicht so gesehen, aber richtig ist es deshalb noch nicht. Wenn Sie sich über die Astrologie als Prinzip informieren wollen: ‘Schicksal als Chance’ – Thorwald Dethlefsen. Mittlerweile über 30 Jahre alt, aber für eine grundlegende Information zur Astrologie und wie sie sich zur Frage der menschlichen Freiheit verhält, meiner Kenntnis nach unübertroffen.

  • Sir Toby:

    # Judith
    Sorry für den Fettdruck – krieg den nicht weg; keine Ahnung warum…
    aber zum Thema:
    Das gleiche in Pakistan:
    Als Zugeständnis an die Taliban führt Pakistan im Swat-Tal das islamische Recht ein. Das wäre mir vollkommen gleichgültig, wenn nicht gleichzeitig Asylbegehrende,  muslimische Zuwanderer etc. hier in Deutschland auf ihre “Religionsfreiheit” pochten und vollkommen dekadente deutsche und europäische Politiker und [angebliche] NGOs sie dabei massiv unterstützen  – gegen die eigenen autochthonen Völker.”
     
    Das muß nicht so bleiben. Anscheinend geraten doch so langsam einige Dinge in Bewegung – zumindest in den Niederlanden; gerade gefunden auf pafosüd:
    Niederlande: Partei von Geert Wilders in Umfragen erstmals stärkste Kraft
    März 1, 2009 by organisator

    Paukenschlag in den Niederlanden: Nachdem die letzten Umfragen die Partei von “Rechtspopulist” Geert Wilders bereits auf dem zweiten Platz gesehen hatten, hat diese in Umfragen nun noch einmal zugelegt….

  • Sir Toby:

    Noch mal ‘Sorry’ … im Editor wars noch in Fettdruck …

  • frank:

    Ein kranker Baum wird niemals gute Früchte tragen, so ist es mit dem Islam und seinen Anhängern. Jeder der Augen hat, kann an den Taten vieler Mohammedaner erkennen, dass sie auf einen falschen Propheten hereingefallen sind. Vor solchen Irreführern wurde schon im neuen Testament eindringlich gewarnt.
    Ich glaube, dass der Menschheit die dunkelsten Kapitel der Geschichte bevorstehen, wenn der Islam in der Welt die Oberhand gewinnen sollte. Letztendlich wird es, allen Appeasement-Versuchen zum Trotz, in naher Zukunft zu immer häufigeren gewalttätigen Konfrontationen zwischen Islam und westlicher Welt kommen. Freiheit ist eben leider kein Naturgesetz, sondern ein Gut, dass immer wieder neu erkämpft werden muss.

  • Tobias:

    Nun, virOblationis, wenn wir Babylon bzw Baghdad als den geografischen wie geistigen Mittelpunkt Assyriens annehmen, dann fallen uns nicht nur Kontinuitäten zur konstant grausamen Region des Zweistromlands (heute Irak) auf, nein, es gibt eine weitere Parallele zu dem übertriebenen Sendungsbewusstsein des Islam: die semitische Wurzel. 
    Die Assyrer haben ihre Mentalität durch die Christianisierung allerdings völlig verändert – ein Phänomen, dass übrigens auch die einst brutalen Wikinger auszeichnet. Und heute sind die Assyrer von der Ausrottung bedroht.

  • frank:

    Allerdings hat die Aggressivität einiger Migranten nicht immer etwas mit Religion zu tun, so z.B. die Brandanschläge in Schweden.
    Und weil man in Schweden so gute Erfahrungen mit dem Massenimport krimineller Iraker gemacht hat, will Schäuble noch in diesem Jahr mehr Iraker zu uns holen (kein Witz!).

  • virOblationis:

    @ Sir Toby

    Thorwald Dethlefsen ist mir nicht unbekannt. Doch wenn ich über Astrologie spreche, beziehe ich mich auf die ihre Gestalt und Wesensmerkmale, die sie durch Jahrtausende hindurch bewahrt hat, nicht eine Neu-Deutung.

  • virOblationis:

    @ Tobias

    Die Übereinstimmungen sind in der Tat kaum zufällig. Doch stellt sich die Frage: Wie konnte eine (verschüttete?) Tradition aus dem Zweistromland (Fall der Hauptstadt Ninive 612 v. Chr.) auf der arabischen Halbinsel mehr als ein Jahrtausend später (Mohammed ca. 570 n. Chr. geboren) wieder akut werden?

  • Sir Toby:

    # frank

    “Und weil man in Schweden so gute Erfahrungen mit dem Massenimport krimineller Iraker gemacht hat, will Schäuble noch in diesem Jahr mehr Iraker zu uns holen (kein Witz!).”

    Ich würd einen Schritt weiter gehen; damit die Iraker sich hier bei uns nicht irgendwie ‘schutzlos’ fühlen (man hört ja doch so viel von …. pssst: Ausländerfeindlichkeit … der Deutschen!!), sollten sie – wenn sie es denn gewohnt sind – auch ihre Schnellfeuergewehre noch gleich mitbringen dürfen. Passt auch irgendwie in die Situation einer Weltwirtschaftskrise mit vermutlich noch vor 2016 stattfindender Währungsreform …. in die zu erwartende trübe Stimmung muß ein bischen südländischer Schwung gebracht werden, der den Deutschen die trüben Gedanken aus der Birne schießt! Und vielleicht haben wir ja ganz viel Glück, und eine verirrte Kugel eines Freudenfeuerwerkes unserer demnächst zu erwartenden Neubürger ‘begegnet’ auf ihrem Weg der Freude unserem Herrn Innenminister …. und ermöglicht ihm dann endlich den Rückzug aufs Altenteil/Abstellgleis … wohin auch immer, nur bitte endlich weg von uns. 

  • Tobias:

    Sir Toby, ich finde, Du wirfst alle Iraker vorschnell in einen Topf. Ich kenne z.B. einen Iraker, einer schiitischen Familie entstammend, jetzt bekennender Nicht-Moslem, unter abenteuerlichsten Umständen nach Deutschland geflohen, Sprache gelernt, Nachschulung gemacht, jetzt 12 Stunden am Tag als Ingineur arbeitend. Vor 15 Jahren saß er in Jordanien in Auslieferungshaft wg. »Antiquitätenschmuggel«. (Er hatte einen 80 Jahre alten Schreibtisch verkauft.) Die Abschiebung in Saddam Husseins Irak wäre der sichere Tod gewesen, heute lebt er in NRW und leistet für unsrer Land mehr als so mancher pommesfressende Prolet aus dem Wedding oder Duisburg. 

    Der letzte Satz ist gelöscht. Versuche es ohne persönliche Beleidigung des Foristen.

    Judith

  • Tobias:

    Und noch eine andere Geschichte: Ein Freund vom Goethe-Institut Kairo erzählte mir vor einiger Zeit, dass die Assistentin des Leiters, eine makellos Deutsch sprechende Ägypterin Ende zwanzig, ein Angebot hatte, für zwei Jahre bei IBM in Stuttgart zu arbeiten. Sie bekam für die nämliche Zeit allerdings keine Arbeitsgenehmigung von den deutschen Behörden. 
    Man muss mit Drogen dealen, Leute zusammenschlagen und den Islam verbreiten wollen, um legal in Deutschland leben zu dürfen. Die jetzige Art der Zuwanderung ist der Hebel, mit dem die Eliten unser Land zerstören wollen. (»Von außen einhegen, von innen ausdünnen.«) Das kann aber dem einzelnen, der hier sein Glück machen möchte nicht vorgeworfen werden. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, dann kommen auch die richtigen Leute. Und dann ist Zuwanderung gegebenenfalls tatsächlich eine Bereicherung.

  • Wahr-Sager:

    Wenn ich daran denke, was für fiese Propaganda damals gemacht wurde, nach der irakische Soldaten kuwaitische Säuglinge aus ihren Brutkästen gerissen und bestialisch ermordet hatten… Wie viele Leute haben das wohl geglaubt?

  • Tobias:

    Lieber Wahr-Sager, irakische Soldaten haben unter Saddam Hussein geschätzte 800.000 Iraker und 1.000.000 Iraner getötet. Die Brutkasten-Geschichte ist in diesem Zusammenhang betrachtet nachrangig.

  • Wahr-Sager:

    Lieber Tobias, Propaganda ist keineswegs nachrangig, wenn sie dazu dient, den Hass auf die Gegenseite zu schüren und ein verfälschtes Geschichtsbild zu zementieren. Wie wärs mit ehrlicher Berichterstattung? Oder konnte man sich in diesem Fall der Unterstützung der amerikanischen Öffentlichkeit nicht gewiss sein,weil sie schon so abgestumpft ist, dass sie nur noch von brutal ermordeten Babies aus der Lethargie gerissen wird?

  • Sir Toby:

    # Tobias

    Tut mir leid, wenn ich Dir sozusagen ‘auf den Schlips’ getreten bin, weil ein persönlicher Bekannter/Freund von Dir ein deiner Erfahrung nach anständiger Mensch ist, der sich abschuftet und alles versucht auf eigenen Füßen zu stehen und die Chance, die ein Leben in Deutschland für ihn bedeuten kann, zu nutzen (und nicht nur ‘auszu-nutzen’). Aber solche Kommentare wie der meinige auf den Du dich beziehst werden ja nicht mit der Absicht einer Doktorarbeit geschrieben, d.h. sie entstehen aus dem Moment und auf dem Boden eines bestimmten emotionalen Hintergrundes.

    Und dieser Hintergrund wird in diesem Fall bei mir hauptsächlich durch zwei Nachrichten bestimmt. Das war einerseits die Meldung, dass die EU bis zum Jahr 2050 fünfzig Millionen Schwarzafrikaner nach Europa holen möchte, weil Europa ‘Arbeitskräfte’ braucht. Was das für Leute sein werden, darüber brauchen wir hoffentlich keine große Diskussion führen, oder glaubst Du ernstlich da kämen jetzt 50 Millionen Facharbeiter, Ingenieure, Doktores und Professores, um mit ihrer speziellen Ausbildung zu einer Wertschöpfung beizutragen, die dem vergreisenden Europa den Lebensabend versüßt??

    UND: Ich lebe jetzt ein halbes Jahrhundert auf diesem Planeten, und nach aller Erfahrung, die ich in dieser Zeit sammeln konnte, bin ich absolut sicher, dass dieser Plan keineswegs gestorben ist. Das ist aus den Schlagzeilen – soweit es überhaupt welche gemacht hat, aber läuft im Hintegrund einfach weiter. Die Leute, die sich das ausgedacht haben, kenne ich nicht – genausowenig die Leute, die das umsetzen werden. Ich weiß nur, keiner wird diese Typen stoppen, wenn nicht noch ein Wunder in Form einer oder mehrerer EU-stoppender Parteien eintritt, die tatsächlich auch soviel Stimmen und Einfluß gewinnen, dass dieses (und andere, die wir vermutlich noch gar nicht kennen) Irrsinnsprojekt gekippt werden kann.

    Die zweite Meldung waren die Bombenanschläge in Södertalje, über die vor einigen Tagen auf Kopp-Info berichtet wurde. Das war eine langweilige, mittlere Industriestadt in Schweden, die einige tausend irakische Christen aufgenommen hat; die Musel sind, wenn ich das recht verstanden habe, nach Malmö gegangen, weil wo Tauben sind fliegen Tauben hin … mit anderen Worten, weil sie dort schon eine veritable Kolonie haben (vielleicht haben sie auch schon die Stadt kassiert – keine Ahnung … hier ist ja mittlerweile alles möglich). 

    Ich hatte noch auf dem alten Blog einen Hintergrundbericht zu den Unruhen in Griechenland, der auf der Seite International Analyst Network   in Englisch erschienen war, übersetzt und hier eingestellt. Darin wurde dargestellt, dass es sich nicht nur bei diesen ‘Unruhen’, sondern auch bei den ‘Aktivitäten von Jugendlichen’ in Frankreich und anderen Ländern in Europa nicht um irgendwelche spontanen Erhebungen des nach Freiheit dürstenden Volkes handelt, das Tyrannenketten abschütteln möchte, sondern um äußerst planvoll gesteuerte Aktionen nahöstlicher Netzwerke mit dem Ziel Europa an den empfindlichsten Stellen systematisch zu destabilisieren, um die so entstehenden Machtvakua für den Islam ausnutzen zu können.

    Nun zeigt das Beispiel Södertalje, dass das Stichwort ‘Christen’ eben auch als Manipulationsbegriff (keys to your heart!) benutzt werden kann, d.h. man benutzt eine bestimmte Klischeevorstellung die sich innerhalb einer Kultur entwickelt hat, um etwas in diese Kultur einzuschleusen, dass sich dann hinterher als etwas herausstellt, das mit der Klischeevorstellung leider überhaupt nichts zu tun hat. Wodurch sind wohl beispielsweise diese irakischen Christen stärker bestimmt: Durch ihren christlichen Glauben oder durch ihr Aufwachsen in einer ganz bestimmten Kultur mit all den  Erfahrungen, die zu einem durchschnittlichen Leben im Irak der letzten Jahrzehnte eben gehört hat?? Und davon abgesehen, wer sagt mir generell wieviel ‘faule Eier’ sich unter Tausenden, die ins Land kommen, befinden? Ein Prozent von 10.000 etwa, sind schon 100; die RAF bestand in ihrem harten Kern aus etwa 3 Dutzend Leuten, und die haben doch wohl genug angerichtet, oder.

    Vor 30 Jahren haben die guten, besseren und besten Menschen angefangen die türkischen Gastarbeiter zu Einwanderern umzudefinieren, damit sie ja nicht aufgefordert werden könnten zurückzugehen, denn: wir brauchen diese Menschen, um unsere Renten sichern zu können. Heute sieht es so aus, dass der weggebrochene Nachwuchs nicht nur die Renten der Deutschen sondern natürlich auch die Renten derer wird sichern müssen, die uns damals (und natürlich auch in den Jahrzehnten danach) als Rentensicherer verkauft worden sind. Reichen diese Erfahrungen immer noch nicht, um den Einflüsterungen des weichen Herzens nicht sofort hemmunglos nachzugeben? Gerade lese ich in der Welt, dass die deutschen Kommunen, die diverses städtisches Eigentum an irgendwelche US-Treuhänder (sorry, kenn mich in der Materie nicht so aus … weiß nicht, ob ich das jetzt richtig wiedergebe) verkauft und dann wieder zurückgeleast haben, um irgendwelche Steuervorteile nach US-Recht damit auszunutzen, jetzt vermutlich einmal mehr die Dummen sein werden, weil sie sich verpflichtet hatten Risiken, die entstünden, wenn der Versicherer der diese Deals jeweils versichert hat, irgendwie ‘herabgestuft’ würde (?), zu übernehmen. Und siehe da: Genau der unwahrscheinlichste Fall ist eingetreten – und wer haftet am Ende? Du! Wenn Du Bürger einer Kommune bist, die sich auf einen solchen Handel eingelassen hat.

    Das war so der (aktuelle) Haupthintergrund meines Kommentars, und natürlich die Wut über diese Denkhaltung einer geradezu verbrecherischen Naivität der Entscheidungsträger in dieser unserer (Un-)Kultur, die, wenn sie schon mit aller Gewalt irgendwelche Leute von denen sie nichts weiß und stattdessen nur eine ‘ungefähre Vorstellung/Erwartung’ hat, zu Tausenden ins Land lassen will. Und sie werden es ja nicht nur wollen, sondern tun.

    Ich kenne mich ein bischen mit Astrologie aus, und von daher weiß ich, dass all diese Leute ein sattes Paket kollektiver ungelöster Erfahrungen mit sich schleppen – und die bringen sie natürlich dorthin mit, wo man sie aufnimmt. Von diesen ungelösten Erfahrungen haben diese Leute natürlich keine Ahnung, aber das ändert nichts daran, dass all dieses Ungelöste dann letztlich dort eingelöst werden muß, wo diese Leute sich dann aufhalten – also hier bei uns. Ich sag es nochmal: Wir haben keine Ahnung was wir hier eigentlich tun! Wenn einer an deine Tür klopft, weil er verfolgt wird und man ihm nach dem Leben trachtet, dann ist dein erster Impuls villeicht ihn aufzunehmen, um ihm das Leben zu retten. Aber die Verfolger bzw. seine theoretischen Mörder sind bereits Ausdruck einer in ihm selbst verdrängten, ‘gestürzten’ Erfahrung , und wenn Du ihm hilfst sein Leben zu retten, hilfst Du ihm letztlich genau diese schon verdrängte Erfahrung noch weiter zu verdrängen … bis sie in einer ausrechenbaren zeitlichen Vergrößerung wieder ‘vor der Tür steht’ und sich ihm in der gestürzten Form, die er letztlich selbst zu verantworten hat, ins Bewußtsein drängen will. Nur bist Du dann diesmal mit dran! Oder umgekehrt: DU wirst selber zum Mörder an dem den Du einst aufgenommen hast um ihn zu schützen. Schicksal ist eine komplizierte Angelegenheit, und je mehr man darüber weiß, um so mehr nimmt man davon Abstand überall rettend eingreifen zu wollen.
     
    Dass solche Überlegungen nicht mit der herrschenden ‘Menschlichkeitsphilosophie’ in Übereinstimmung zu bringen sind, ist mir klar. Ansonsten spare ich es mir ja auch mich damit irgendwo einbringen zu wollen; aber das hier ist ein Blog wo ich (noch) nicht gesperrt bin, und Du hast mich ja sozusagen zu einer Antwort gefordert, also versuche ich sie zu geben. Bei Interesse empfehle ich dazu, was ich auch schon virOblationis empfohlen hatte, nämlich Dethlefsens Schicksal als Chance und Krankheit als Weg für den Anfang – bei weiterem Interesse an tieferem Einstieg die Döbereiner-Bücher zur Astrologie.

  • Tobias:

    Sir Toby, Du bist mir nicht auf den Schlips getreten, ich finde es völlig in ordnung, wenn Du Deine Meinung äußerst, so wie Du sie äußerst. Ich habe am Beispiel einer persönlichen Begegnung allerdings deutlich machen wollen, dass ich pauschale Ausländerfeindlichkeit aufgrund realer Problemen mit Zuwanderung für einen zu ordnenden Reflex halte.
    Die Punkte, die Du benennst, brennen vielen unter den Nägeln aber sie sind eben politischer Natur. 
    Die Einreise der Aswsyrer (christliche Iraker) hielte ich nicht für problematisch. Ich kenne einige orientalische Christen und halte Deine Bedenken in diesem Zusammenhang daher für völlig unbegründet. Zu den Vorfällen von Södertalje muss gesagt werden, dass bislang keine Täter ermittelt wurden und es auch nicht klar ist, ob es sich nicht um überregional agierende Gruppen handelt. Focus und Welt sprechen von Antifanten, in anderen Quellen ist von kriminellen Zuwanderern aus Südland, also Moslems, die Rede. Bislang ist es also zu früh, eine Verwicklung der Assyrer in die ausufernde Kriminalität zu diskutieren. 

  • […] Rostock, wurde über Fachkreise hinaus bekannt durch verschiedene, meist in Zeitungen erschienene Essays, insbesondere seit einem 2006 erschienenen islamkritischen Beitrag für die […]

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