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Guten Morgen Deutschland: Einkaufsmeilen für Türken

Bild nennt es eine Idee wie aus 1001 Nacht: Angesichts aussterbender Innenstädte sollen “Einkaufsmeilen” für die Türken in Deutschland attraktiver gemacht werden. Ein Bochumer Rektor einer Wirtschaftsschule will Basare wie in Istanbul.

“Mit orientalischem Flair, aber ohne Schmuddel-Image. Dazu den passenden Mix aus Lebensmitteln, Restaurants und Entertainment”

Dabei sind die Kommunalpolitiker an den ausgestorbenen Innenstädten selbst schuld: Wie andere Städte, hat auch Bochum ein riesiges “Einkaufszentrum” – 126.000 Quadratmetern
normierte Einkaufsfläche vor den Toren der Stadt. Diese Klone sind ursächlich verantwortlich dafür, dass Geschäftsinhaber in Innenstädten ihre Läden aufgeben mussten, weil die Kundschaft weg blieb.

[Bild zeigt das hübsche  Ruhrpottcafe  in der Bochumer Innenstadt]

7 Kommentare zu „Guten Morgen Deutschland: Einkaufsmeilen für Türken“

  • frank:

    Denken war ja noch nie eine Stärke der Überfremdungsfanatiker. Also eine einfache Rechnung: Nur wer Geld hat, kann einkaufen. Viele Türken leben von Staatsgeldern. Der Staat könnte bald zahlungsunfähig sein, da die Schulden exponentiell ansteigen. Kein Geld -> nix einkaufen -> keine Geschäfte. 

  • Jim Panse:

    Die Idee mit den türkischen Basaren ist natürlich absurd. Aber: Schuld sind nicht die Discounter, sondern die Verbraucher vor Ort. Niemand wird mit vorgehaltener Waffe gezwungen, beim Discounter einzukaufen. Es ist der typische Tante-Emma-Effekt: Erst kaufen die Leute jahrelang beim Billigmarkt und wenn der Einzelhändler aufgibt, sagen sie: Ach wie schade! Es fehlt das Bewusstsein, dass jede einzelne Kaufentscheidung auch eine politische Abstimmung ist. Natürlich kann man den Kommunalräten ihre Kurzsichtigkeit vorhalten, aber verantwortlich sind letztlich wir – die Kunden.

  • AvK:

    Natürlich kann man den Kommunalräten ihre Kurzsichtigkeit vorhalten, aber verantwortlich sind letztlich wir – die Kunden.

    So einfach ist es nicht.  Unsere Kommunal- und Landespolitiker beließen es nicht nur bei der Genehmigung riesiger Einkaufsbunker. Gleichzeitig wurde (und wird) es dem geneigten Konsumenten immer schwerer gemacht, innerstädtisch einzukaufen. Parkplatzmangel, hohe Parkgebühr usw. Das hatte System.

    Aber die ‘orientalischen’ Basare werden der Bringer. Ganz sicher. Derweil schaut die gut ausgebildete deutsche Jugend schon mal, wohin sie auswandern kann. Mein Tipp ist Paraquay.

  • BerlinerJung:

    Au ja. Vielleicht kriegen dann auch die häßlichen westdeutschen Städte Touristenbesuch. Obwohl, wenn die Leuts einen orientalischen Basar sehen wollen gehen sie gleich zum Original und nicht zum Abklatsch. :-(

  • gast:

    Solche Forderungen zu diskutieren ist witzlos, denn sie sind schlichtweg bereits Realität. Guten Morgen ihr Professoren.

  • Sir Toby:

    Keine Sorge, Abhilfe ist in Sicht. DENN: Auch hier sorgt die EU vor und denkt (weiter), während wir alle noch schlafen oder uns ängstigen…

    Die EU hat wieder einmal eine ihrer Glanzleistungen vollbracht: Die Visumspflicht für Türken dürfte hinfällig sein.
    Das erwarten zumindest Experten als Folge einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs. Demnach sei nach dem Mitte Februar ergangenen sogenannten Soysal-Urteil die Visumspflicht für türkische Staatsangehörige in Deutschland hinfällig. Türken können nun „zur kurzfristigen Inanspruchnahme der Dienstleistungsfreiheit“ ohne Visum nach Deutschland einreisen.
    Hintergrund des Urteilsspruchs ist ein Rechtsstreit zwischen den Spediteuren Mehmet Soysal und Ibrahim Savatli, welche die BRD aufgrund ihrer gesetzlichen Visumspflicht für türkischen Staatsangehörige verklagt hatten; wobei als Grundlage der Klage das 1973 mit der Türkei in Kraft getretene Assoziierungsabkommen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.  Der Experte Edgar Stoppa meint:

    Laut dem Urteil darf die Masse der Türken visumfrei nach Deutschland kommen.

    Am 7. Juni ist übrigens Europawahl…

    Wenn wir dieses Urteil mal im Kontext sehen, dann kommen demnäxt Millionen konsumfreudiger Türken in die Bochumer Innenstadt, während ihre schon vor Ort befindlichen Vettern die außerorts gelegenen Konsumtempel a la CENTRO bevölkern. Damit sind Bochum und Opel und das Ruhrgebiet gleich mit, gerettet! Glücklich der Mensch, der sich Türke nennen darf!!

  • sowai:

    Apropos Europawahl:
    Um in Deutschland zur Europawahl antreten zu dürfen, braucht die Libertas erst mal 4000 Unterstützerunterschirften. Nur für den Fall, daß jemand das noch nicht weiß, und eigentlich Libertas wählen möchte:
    http://www.libertas-deutschland.de/
    Da gibts auch das Formular zum Runterladen.

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