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Merkel floppt

Stell’ dir vor, die Bundeskanzlerin geht zu RTL – und kaum einer guckt hin, fordert der TaSp. Ich kann mir das gut vorstellen und nicht nur ich, wie es aussieht: Trotz großem medialen Aufwand war “Town Hall Meeting” mit Angela Merkel gestern abend ein echter Flopp. Nur 1,55 Millionen Zuschauer ab drei Jahren wollten die Bürgersprechstunde bei der Kanzlerin sehen [in Prozenten : Maue  5,9 % Marktanteil ].

Mir kam schon spanisch vor, als die Zuschauerquote für A.Ms. Neujahrsansprache nicht groß publiziert wurde, vermutlich  dümpelte sie in ähnlich tiefen Regionen wie ihr komisches “Town Hall Meeting”. Fragt sich nur, wie das mit der angeblich so großen Beliebheit der Kanzlerin zusammenpasst, die uns via Umfragen immer wieder suggeriert wird.

Kostproben
Umfrage Februar 2006: Merkel beliebt wie kein Kanzler zuvor
Umfrage April 2007: Merkel beliebt wie lange nicht
Umfage September 2007: Merkel beliebt wie nie
Umfrage Juli 2008: Merkel beliebt wie noch nie
Umfrage April 2009 [mein absoluter Favorit]: Merkel fast so beliebt wie Obama !

Außer der sprachlichen Einfalt der Titelzeile[n] fällt auf, dass zwischen April 2009 und Mai 2009 gerade mal vier Wochen liegen. Irgend jemand schummelt.

9 Kommentare zu „Merkel floppt“

  • Sir Toby:

    Ich warte auf  Merkel beliebter als Obama.

  • BerlinerJung:

    Mein  Favorit :-) 
    Merkel beliebter als Papst. 

  • Sir Toby:

    Mein momentanes Maximum:  Merkel (noch) beliebter als Merkel !!!

  • Wahr-Sager:

    “Town Hall Meeting”… heißt es demnächst auch “Dayshow”? Oder “Shelf Life Topics”? Mir hat schon das Interview mit der Merkel bei Anne Will gereicht – noch mal würde ich mir die nicht antun. Gilt übrigens für beide.

  • Der Klaus:

    Ich vermute eher: Merkel beinahe so beliebt wie Hitler.

  • Mcp:

    Schönes Bild von Merkel.

  • frank:

    Dieses “Merkel-Phänomen” ist wohl auf folgende BRD-Institutionen zurückzuführen: Politik-Medien-Kartell, Gefälligkeitsumfragen, GEZ-finanzierte Meinungsmanipulation.
    Aber, könnte man sagen, früher haben Medien doch immer wieder auf Bundeskanzlern herumgehackt. Ja, denn die machten manchmal etwas, dass den Medien nicht passte, bei Merkel gibt es sowas nicht, denn sie ist wie Gummi und passt sich immer an die Tageslage an. Es ist wie bei einem glitschigen Stück Seife, das man einfach nicht zu fassen kriegt. Die Medien beten vor und Merkel macht es nach.
    Bsp.: Jetzt ist es gerade in Mode, auf das Unrecht in der DDR hinzuweisen. Prompt taucht Merkel im ehemaligen Stasiknast auf und macht einen auf Verfolgte, obwohl sie in der FDJ eine leitende Position inne hatte. Es ist Mode für türkische Wähler zu werben (die wählen aber sowieso SPD und Grüne), also gratuliert Merkel den “Trümmertürken” zum Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg. Allerdings ist beim Volk ein EU-Beitritt der Türkei gar nicht beliebt, also lehnt unsere Berufsopportunistin diesen erstmal ab (nach der Wahl wird das ganz schnell anders).

  • Volker:

    @frank

    “Allerdings ist beim Volk ein EU-Beitritt der Türkei gar nicht beliebt, also lehnt unsere Berufsopportunistin diesen erstmal ab (nach der Wahl wird das ganz schnell anders).”

    Davon kannst Du mal ausgehen. Der Türkeibeitritt ist längst beschlossene Sache. Auf dem diesjährigem Bilderberg Treffen hat es von Türken nur so gewimmelt, u.a.

    Ali Babacan – Aussenminister Türkei, Koordinator für die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU

    Sami Kohen – aussenpolitische Kolumnist der türkischen Zeitung Milliyet

    Suzan Sabancı Dinçer – Chefin der Akbank Türkei

    Sampatzi Saraz – türkischer Banker

    und, um ihn nicht zu vergessen, der Türke Cem Özdemir.

  • Wahr-Sager:

    Meine Eltern gehören auch zu jenen CDU-Stammwählern, von denen in einem anderen kürzlich erschienenen DK-Artikel die Rede war. Ein Elternteil meinte, dass Merkel den EU-Beitritt der Türkei ablehne, worauf ich entgegnete, dass sie sich nach der Wahl womöglich nicht mehr daran halten würde. Und wenn die Türkei erst mal in der EU ist, sind der CDU die Stammwähler eh nicht mehr wichtig.
    Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass ich meine Eltern zum Nachdenken bzgl. der nächsten Wahl gebracht habe. Ich bin gespannt, ob ich bestätigt werde.

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