Inhaltsverzeichnis

BRIC-Staaten: Abhängigkeit vom Dollar verringern

Die Staatsoberhäupter aus Brasilien, Russland, Indien und China trafen sich gestern in der russischen Stadt Jekaterinburg. Es wird erwartet, dass die Länder verschiedene Möglichkeiten diskutieren, wie man die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern kann.

Die Agenda des Gipfels ist lang und reicht von Themen wie der Finanzkrise bis zum Klimawandel, doch am brisantesten ist die Diskussion um den US-Dollar. Denn falls es den vier Ländern gelingen sollte, ein Abkommen über die Rolle des US-Dollars in ihren Fremdwährungsreserven und Außenhandel zu vereinbaren, werden die Karten der internationalen Finanzmärkte neu gemischt – auf WeltOnline gibt’s schon einmal Tipps: “Kluge Anleger bauen ihr Portfolio jetzt um“,  heißt es da, denn gemeinsam seien die BRIC-Staaten  “jetzt schon eine Supermacht”.

[1] Bric-Staaten gehen auf Distanz zur USA

13 Kommentare zu „BRIC-Staaten: Abhängigkeit vom Dollar verringern“

  • karl-friedrich:

    Interessant ist auch folgende Meldung von heute:

    Buy Chinese

    Asien-Pazifik-Ausschuss nennt “Buy Chinese”-Klausel besorgniserregend. “China setzt als einer der wichtigsten Akteure in den wirtschaftspolitischen Diskussionen zur Krisenbewältigung ein sehr bedenkliches Signal.

    http://www.mmnews.de/index.php/200906173132/MM-News/Buy-Chinese.html

    Der gute alte Protektionismus lässt grüßen, und was machen wir? Bei uns gibt es eine Abwrackprämie über die nur ausländische Fahrzeuge zum großen Teil abverkauft werden, na ja, was will man von diesem Land anderes erwarten.

    Die Chinesen machen es richtig. LOL

  • karl-friedrich:

    OT:

    Ja Ja, was muß ich gerade im “Heute Journal” sehen, das sind 100 Rumänen in Belfast (Irland) ähnlich wie in Berlin (schon komisch), und was passiert, die Iren rasten aus, und schmeissen Flaschen und sonstiges nach denen, diese Rumänen haben sich jetzt wieder in einer Kirche verschanzt.

    Scheinbar, wollen die Iren aber kein Geld für die Heimreise bezahlen, so wie hier bei uns, kann mir mal einer sagen, was da gerade vor sich geht, wieso tauchen überall 100 Rumänen auf?

  • gast:

    seien die BRIC-Staaten  “jetzt schon eine Supermacht”.

    Große Angriffsfläche für die Spalter.

  • @ karl-friedrich

    China ist heute schon eine Großmacht – größer, als es das Land nach außen durchblicken lässt, im Übrigen haben die USA immer Protektionismus betrieben, wenn es der eigenen Wirtschaft diente.

    Zu den Rumänen: Ich sah das auch kurz in den Nachrichten, aber ich bin nicht sicher, ob das Zigeuner oder ganz normale “Gastarbeiter” sind.

  • karl-friedrich:

    @ Judith

    Es waren Zigeuner, ich habe etwas bei altermedia gefunden:

    altermedia.info/general/andere-lander-andere-sitten-rumanen-fluchten-vor-iren-170609_30261.html

  • @ karl-friedrich

    Na ja, Altermedia als Quelle für diese Themen – das ist ähnlich aussagekräftig wie Indymedia als Quelle für Rassismus und “Nazis”.

  • karl-friedrich:

    @ Judith

    Entschuldige Judith, ich kannte die Seite nicht, ich habe über Google gesucht, und da stand das gleich auf Platz 1, ich werde das die Tage im Auge behalten, und auf andere Quellen hoffen.

    Ich habe schon was gefunden, allerdings auf Englisch:

    http://www.foxnews.com/story/0,2933,526860,00.html

  • ThePassenger:

    Der Schritt der BRIC-Staaten geht in die richtige Richtung. Ich würde mir wünschen wir als EU könnten uns auch ein Stück weit in diese Richtung bewegen. Wir (als EU) haben fast keine Ressourcen, wir haben auch keine Zukunft als Werkbank, dafür sind wir technologisch sehr gut aufgestellt. Jeder hätte also sein Platz in einem solchen Wirtschaftsgefüge. Russland hat die Ressourcen, Indien & China die die billigen Arbeitkräfte, wir die Technologie.

    Im Vergleich dazu: Was haben wir von den angelsächsichen Ländern zu erwarten ausser weitere Blasen die auf die Realwirtschaft zurückschlagen? Ich meine das ganz abseits geschichtlicher Hintergründe, ganz rational gesehen. Die USA sind die europäische Schutzmacht, was noch? Wer bedroht uns denn miltärisch?

    Vor Kurzem war hier zu lesen russische Poltiker hätten eine Rückgabe von Königsberg in Gespräch gebracht. Eine Meinung, für die man in Russland sicherlich einiges an Rückendeckung braucht, will man seinen Posten behalten.

    Im Osten ist noch echtes, reales Wirtschaftswachtum möglich, der Bedarf ist da, die Grundlagen sind da. Die USA dagegen sind übersättigt und generieren ihr Wachstum nur noch aus Finanzspekulationen, die Substanz haben sie dabei verkommen lassen. Working poor ist ein US-amerikanischer Ausdruck, Hartz4 gibt es dort nicht, Menschen leben in Zeltstädten und haben mehre Mini-Jobs um überleben zu können. Der American Dream baut nicht mehr auf eisernen Willen, Fleiß und Durchhaltevermögen auf, sondern auf Rücksichts- und Skrupellosigkeit.

    Ich will nicht Polemik verfallen, im empfinde die Befreiung aus der US-Vorherrschaft aber als immer drängender, wir subventionieren schon lange den Dollar, auch Obama macht keinerlei Anstalten das kranke Finanzsystem grundlegend zu verändern. Er kehrt lediglich die Scherben zusammen, stellt einige Manager an den Pranger und ansonsten bleibt alles beim alten. Und für uns gilt: Mitgefangen, mitgehangen.

    Wie gesagt, es geht mir (hier) nicht um die historische Betrachtung, das ist eine Geschichte für sich. Allein aus ökonomischer Sicht ist eine Zuwendung Richtung Osten, ob fern, ob nah, sinnvoll. Im weitesten Sinne gehören auch die Golf-Staaten dazu, obgleich das noch ein langer, steinger Weg werden würde.

    Vor eingen Monaten laß ich einen netten Satz bzgl. der Schulden der USA: Die USA sind das einzige Land das seine Schulden alleine in eigener Währung zu begleichen hat – und was passiert? Die Amis werfen die Notenpresse an. Könnte man den Leitzins auf negative Werte senken, es wäre längst geschehen. Ausser miltärischer Stärke ist nichts mehr übrig von der Grossmacht USA.

    Trappatoni sagte einst “Flasche leer” – es wird nichts mehr so wie früher, die schönen Zeiten der 70’er + 80’er sind endgültig passé.

    Wenn der verkorste Opel-Deal wenigstens für eines gut ist, dann eine deutsch/russisches Unternehmen im grossen Stil zu etablieren. Sollen sich die Amis ausbezahlen lassen, die Milliarden die sie dabei von uns abzocken werden sie auch nicht retten.

    Hier ein Interview das zumindest mir ein Stück weit die Augen geöffnet hat, nur ein Puzzelstück, aber ein wichtiges um China, Russland & Co zu verstehen:
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,554273,00.html

  • Volker:

    @karl-friedrich
    Nachdem die Zigeuner nun ganz Europa in 100er Gruppen einmal angetestet haben, werden sie wohl im nächsten Schritt massenhaft dahin gehen, wo es am meisten zu holen gibt und wo der Widerstand der Bevölkerung am geringsten ausfällt. Und wohin ist das wohl?

  • Volker:

    Na, ich werde den Welt Artikel trotzdem nicht ernst nehmen. Ich hatte mal, das war etwa Mitte 2006, einen großen Anteil BRIC-Fonds (WKN: A0ETQ9) im Depot. Der ist auch damals ganz gut gelaufen, hat über 50% innerhalb eines Jahres gemacht – da hatte ich ihn abgestoßen. Mittlerweile ist er nach einem totalen Absturz wieder auf dem gleichen Stand wie vor 3 Jahren. Jedenfalls werde ich davon die Finger lassen.

  • karl-friedrich:

    @ Volker

    Ja leider, ich teile diese Befürchtung. LOL

    Wenn doch nur mal diese linken Schranzen das einsehen würden.

  • Volker:

    Die Zigeuner haben sich schon immer untereinander informiert, wo was zu holen war oder sie auf Widerstand gestoßen sind. Früher waren es nur einzelne Häuser, die sie markiert haben…
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Gaunerzinken_3a.png&filetimestamp=20050927185036
    Nun haben wir, dank unserer linksgrünen Vollpfosten die Zinken “Hier gibt es Essen”, “Hier gibt es Geld”, “Übernachtung möglich” und “Ruhig aufdringlich werden” an der gesamten BRD hängen. Das spricht sich schneller rum als ein Freibierstand unter Bahnhofspennern.

  • karl-friedrich:

    Tja, aber in Irland klappt das mit dem Zinken scheinbar nicht, die sind zwar ein grünes Land, aber nicht von der Gesinnung. LOL

Kommentieren