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Urteil für den staatenlosen Palästinenser bestätigt

Der Mörder Kevin Plums, ein staatenloser Palästinenser [Bild li.], erhielt im ersten Urteil wegen Totschlags in Tateinheit mit Körperverletzung eine Jugendstrafe von sechs Jahren. Der Verteidiger legte dagegen Revision ein und scheiterte damit vorige Woche vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Die Verurteilung wegen einer tödlichen Messerstecherei in Stolberg ist rechtskräftig, hat der Bundesgerichtshof jetzt mitgeteilt. Der 2. Strafsenat in Karlsruhe (Akz.: 2StR 145/09) hat die auf die Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen.


Wer nicht [mehr] weiß, wer Kevin Plum ist, kann den Mord an ihm hier nachlesen: Kevin Plum – das missbrauchte Opfer. Der Blogartikel war Teil eines Sonntagsspezials, in dem ich die “prominentesten deutschen Opfer” vorstellte, die von Ausländern ermordet wurden: Das etwas andere Gedenken zum 1. Mai.

Dass “prominent” hier nur in Anführungszeichen gesetzt werden kann, hängt mit der speziellen Realität in BRD zusammen, in der jeder Ausländer, der auch nur von Deutschen angerempelt wird, eine riesige Berichterstattung erfährt – während es in Fällen schwerer Körperverletzung [bis hin zu Mord] von Ausländern an Deutschen selten zu mehr als fünf Zeilen reicht. Und selbstverständlich  ist bei so einer  Täter/Opfer/Konstellation auch nie von Rassismus die Rede.

[Dank an Jürgen für den Hinweis]

2 Kommentare zu „Urteil für den staatenlosen Palästinenser bestätigt“

  • Lars:

    mit der speziellen Realität in BRD zusammen

    Judith hat wohl Recht: Für das staatliche Lügenkonstrukt “BRD” ist sogar ein vorangestellter Artikel zu schade!

  • AvK:

    Sie hätten das Urteil erhöhen sollen, aber man muss ja schon dankbar sein, daß es in der Revision nicht gekippt wurde. Die Frage ob danach eine Ausweisung ansteht spare ich mir.

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