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Özdemir und die Fixer

Jetzt steht aber die Welt Kopf. Der Vorsitzende der Grünen in der BRD Cem Özdemir kämpfte geradezu heldenhaft gegen einer Fixerstube für Heroinsüchtige – eigentlich ein grünes Lieblingsthema – die in sein Haus in Berlin Kreuzberg einziehen wollte.

Das ging dem „Yes we Cem“ Özdemir, der vorher schon keine Mühen gescheut hatte, ein kurdisches Moscheecafé im Haus loszuwerden, dessen Gebetsgeräusche ihn beim Nachdenken über eine noch reichere Kulturbereicherung Deutschlands störten, dann aber doch zu weit. Getreu dem grünen Motto, Moscheen und andere Auswüchse, bitte schön, aber nicht in meinem eigenen Wohnumfeld.

[1] Roter Faden Nr 27/2009

21 Kommentare zu „Özdemir und die Fixer“

  • Wahr-Sager:

    Tjaja, so sind die Grünen. Tolerant bis zum Umfallen – aber nur, solange nicht ihr Wohnraum betroffen ist.

  • karl-friedrich:

    So was, tja solange man selber nicht bereichert wird, ist die Welt noch in Ordnung, aber wehe, sie sind selber betroffen, dann ist das was anderes, das muß noch viel öfter passieren, eventuell kommt dann mal Gegenwind.

    Herr Özdemir ist ja ein gutes Beispiel dafür, ach wie tolerant.

    OT:

    Übrigens, heute kam unser Steuerbescheid, der Finanzbeamte hat Wort gehalten, auf jedenfall haben wir unser Geld zurückerhalten, wer weiß ob das ansonsten dieses Jahr überhaupt noch möglich ist.

    Heute bekam ich einen Anruf von der Krankenkasse, die ist gerade dabei, ihre Mitglieder zu befragen, wie zufrieden man mit seiner Krankenkasse ist, meine Antwort: Wie soll ich das Wissen, ich bin nie Krank! Ich laCH mich schlapp! Die Dame mußte selber lachen.

  • ThePassenger:

    Wie wäre es mit einer schönen Demo für Integration, Toleranz und Demokratie vor Cems Häusle?

    Für Plakate habe ich auch schon ein paar Ideen:
    “Kurden sind auch Menschen”
    “Fixer sind abhängig – Cem ist krank”
    “Bonzen raus aus Kreuzberg”

    Für die Männer: Bitte vor der Demo weder waschen noch rasieren.
    Für die Damen: Lila Halstuch und Strickliesel-Klamotten besorgen

    … es soll doch authentisch sein.

    Trillerpfeiffen kann ich besorgen. Wäre gut jemand könnte vor Ort 2 Kästen Bier bereitstellen damit wir ein paar Punks bestechen können. Wenn man denen sagt dass da ein faschistoider Polit-Bonze wohnt der gegen Fixer & Moscheen hetzt sind die bestimmt mit dabei.

    Vorher müssten wir nat. noch die Medien anfüttern, am besten wir bewerben es als multikulturelle Demo gegen Intoleranz und Augrenzung von Minderheiten.

    Achja, wenn man das Bild aus dem Artikel horizontal (zumindest in MS-Paint) spiegelt und dem Cem noch so ein kleines Bärtchen anmalt… tja, dann… dann… wären wir auf dem Niveau unserer Gegner angekommen.

  • Sir Toby:

    # karl-friedrich

    “Wie soll ich das Wissen, ich bin nie Krank!”

    Dann sparen Sie sich doch die Krankenkasse… :lol:

  • Gibor:

    Eine tolle Bereicherung…: Özdemir ist seit 1981 Mitglied der Grünen und nahm 1983 die deutsche Staatsbürgerschaft an. Nach der Mittleren Reife machte er eine Ausbildung zum Erzieher… Anschließend erwarb er die Fachhochschulreife […] und absolvierte ein Studium der Sozialpädagogik, das er als Diplom-Sozialpädagoge (FH) beendete… Seit 1987 war Özdemir als Erzieher und freier Journalist tätig… Özdemir ist Sohn türkischer Gastarbeiter und mit der argentinischen Journalistin Pia Castro verheiratet. Özdemir ist bekennender Moslem… »Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.« (Maria Böhmer, CDU, Bundesintegrationsbeauftragte)

  • Sir Toby:

    “… machte er eine Ausbildung zum Erzieher… Anschließend erwarb er die Fachhochschulreife […] und absolvierte ein Studium der Sozialpädagogik, das er als Diplom-Sozialpädagoge (FH) beendete…”

    DER Supernanny! :lol:

  • Anna Luehse:

    # karl-friedrich

    Der Finanzbeamte wird bestätigt durch die Sendung ARD vom 01.07.  Angesichts der Lage ist mir eigentlich schleierhaft, warum sich die Herrschaften so um ihre Posten bemühen.

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2650452

  • karl-friedrich:

    @ Sir Toby

    Ja, Ja, wenn das alles so einfach wäre, da kann ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, ich war ein paar Jahre ohne Krankenversicherung, weil ich alles Cash beim Arzt bezahlt habe, wenn ich mal zum Arzt mußte.

    Alles schön und gut, nun haben sich ja unsere sauberen Politiker was tolles einfallen lassen, seit April 2007 muß jeder versichert sein, ich habe mich also ende 2007 in meiner Firma anstellen lassen.

    Das Ende vom Lied, ich durfte der Krankenkasse, für ca. 9 Monate Beiträge (ca. 900 Euro) rückwirkend zahlen, und das für nichts, in diesem Zeitraum bin ich ja für die Kosten, wenn es welche gab, selber aufgekommen.

    Spielt aber alles keine Rolle, das sind Gesetze die das Herz höher schlagen lassen, tja irgendwie muß das Geld für die vielen kostenlos Versicherten reingeholt werden.

    Egal, meine Krankenkasse ruft mich wenigstens an. LOL

    @ Anna Luehse

    Vielen Dank für den Link, das schaue ich mir gerne an.

    @ Gibor

    Die Argentinischen Frauen hatten auch schon mal einen besseren Geschmack. LOL

  • karl-friedrich:

    @ ThePassenger

    Eines muß man Dir lassen, du bist wirklich kreativ. LOL :)

  • karl-friedrich:

    @ Sir Toby

    “DER Supernanny”

    Nee, Nee, die schafft ja jetzt bei der SPD LOL ;)

  • ThePassenger:

    @karl-friedrich

    Die Super Nanny hat sich schon auf ganz anderem Parkett behauptet, daher kennt sie der Steinmeier auch so gut und hat sie engagiert:

    http://www.youtube.com/watch?v=9pcu05nerDk


    Bin ja eigentlich kein Freund der youtube-Minifilmchen, aber keine Regel ohne Ausnahme. Wird nicht zur Gewohnheit.

  • Anna Luehse:

    Auch das ist Cem:
    “(…) Özdemir kritisierte auch das deutsche Schulsystem: Die Pädagogen würden nach wie vor für die deutsche Idealfamilie, die „Bio-Deutschen“, ausgebildet.
    Wie er sich die Zukunft vorstellt? „In zwanzig Jahren“, sagte Özdemir, „haben wir eine Grüne Bundeskanzlerin und ich berate die türkische Regierung bei der Frage, wie sie ihre Probleme mit der deutschen Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt.“

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Stadtleben-Tuerken-Tuerken-in-Berlin;art125,2774335

  • Anna Luehse:

    Und noch einmal Cem.
    Viel mehr noch als der Anwalt von ausländischen Einwanderern in Deutschland ist der neue Grünen-Chef ein verläßlicher Sachwalter US-amerikanischer Herrschafts- und Finanz-Interessen. …Der 1965 in Bad Urachgeborene Özdemir ist gelernter Erzieher und trat schon als Jugendlicher (1981) den Grünen bei. Von 1994 an vertrat er die Partei für zwei Legislaturperioden im  Bundestag, ab 1998 fungierte er als innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und wirkte an der Ausformulierung des neuen Staatsbürgerschaftsrechts mit.

    2002 mußte Ozdemir aufgrund einiger Verfehlungen (private Nutzung von dienstlich erworbenen Vielflieger-Rabatten und Entgegennahme eines zinsgünstigen Kredits des schillernden PR-Beraters Moritz Hunzinger) sein Mandat aufgeben. Doch dies bedeutete nur einen oberflächlichen Karriereknick.
    Im selben Jahr erhielt Özdemir nämlich die Auszeichnung „Global Leader of Tomorrow” (globale Führungskraft von morgen) des Weltwirtschaftsforums. Dieser Hintergrund-Zirkel mit seinen jährlichen Zusammenkünften der weltweited Polit- und Geld-Oligarchie im schweizerischen Davos gilt als Motor der Globalisierung, getragen von mehr als 1000 international führenden Unternehmen. Wer von diesem Club der Mächtigen quasi zum ,,Hoffnungsträger”gekürt wird, hat sich zuvor gewiß eindeutig positioniert.

    2003 befand sich Özdemir denn auch als Stipendiat des vom deutschen Steuerzahler getragenen „German Marshall Fund of the United States” in Washington, wo er „den letzten Schliff als Profipolitiker und Anwalt US-amerikanischer Interessen für Europa” erhielt, so der Internet- Nachrichtendienst ,,Telepolis”.
    (…) Wohlweislich verschweigt Özdemir auf den eigenen Internet-Seiten seine Zugehörigkeit zur US-Einflußorganisation ,,Atlantik-Brücke”…. Bei der Atlantik- Brücke kann man nicht etwa eine Mitgliedschaft einfach beantragen, sondern der Kreis aus US-freundlichen Wirtschaftsbossen, Politikern und Mediengewaltigen lädt jene ein, die nahtlos zu ihrem erlauchten Club passen. Derzeitiger Vorsitzender ist Airbus-Chef Thomas Enders, sein Vorgänger war Arend Oetker, einer der reichsten Männer Deutschlands. …

    (…)  Seit 2004 gehört Özdemir dem Europäischen Parlament an und konnte sich als Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten bereits erste  Meriten im Sinn seiner global-kapitalistischen Förderer erwerben. So geht eine Entschließung zu den zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, die das EU-Parlament am 20. Februar 2008 mehrheitlich annahm, wesentlich auf seine Vorarbeit zurück. Die größte Sorge in dem Papier besteht darin, daß sich die zentralasiatischen Staaten dem Einfluß westlicher „Investoren” entziehen könnten. So hält Punkt 13 „die Privatisierung der Staatsbanken und die Schaffung von nationalen Finanzmärkten, die wirklich wettbewerbsfähig sind und ausländischen Banken offen stehen, für wesentlich.” Punkt 16 „ermuntert die Staaten der Region, einen besseren Schutz für ausländische Direktinvestitionen sicherzustellen”. Und Punkt 37 betont „in diesem Zusammenhang  die Schlüsselrolle der Türkei als EU-Beitrittskandidat in Zentralasien und fordert den Rat und die Kommission auf, die historischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der Türkei zu bestimmten Ländern in der Region so gut wie möglich zu nutzen und diesen EU-Beitrittskandidaten in die Entwicklung und Umsetzung der Strategie umfassend einzubeziehen”.

    Natürlich würde Özdemir nicht als politisches Nachwuchstalent gehandelt werden, wäre er nicht ein ebenso eifriger ,,Netzwerker” wie seine Mentoren. So ist er Gründungsmitglied des „European Council on Foreign Relations”, eines  europäischen Pendants der Kaderschmiede, mit der die US-Hochfinanz seit 1921 amerikanische Regierungen personell versorgt. Er sitzt im Beirat der Vodafone-Stiftung Deutschland ebenso wie im Integrationsbeirat der NRW-Landesregierung und in der Berliner Dependance des American Jewish Committee, ist Mitglied der (FDP-nahen) Theodor-Heuss-Stiftung wie auch des Kuratoriums des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Quelle: Nation & Europa 1/2009
     

  • Wahr-Sager:

    Scheint ja ein waschechter Rassist zu sein, dieser Herr Özdemir. “Bio-Deutscher” geht ja nun gar nicht.

  • Wer will schon wirklich mit dem leben, was sie oder er propagiert?

  • Sir Toby:

    # Anna Luehse

    Sehr interessant! Dabei: Wissen Sie, ob es vielleicht irgendwo so eine Art ‘Datenbank’ für ‘halb-links-grün-gute-Politiker’ gibt, in der beispielsweise ihre Verbindungen zu diesem und jenem ausgewiesen wären?? Mir fallen dabei seltsamerweise immer diverse Juso-Vorsitzende ein, die zu ihrer Zeit vor Verbalradikalismus schier zu platzen drohten. Namen wie Wolfgang Roth oder Karsten Voigt … – im Zuge der Karriere wurde dann aber regelmäßig immer wieder etwas ganz anderes daraus und die Revolution stillschweigend beerdigt. Zur aktuellen Revolutionärin – Fr. Drohsel – stellt sich da schon automatisch die Frage was Sie wohl in 20 Jahren sein wird: Entwicklungshilfeministerin oder Hiwi in irgendeiner Vorstandsetage – bei entsprechender Dotierung, versteht sich …. man gönnt sich ja sonst nichts! :lol:

  • Falkenstein:

    Diese Heuchelei ist nicht mehr auszuhalten. Sie ist so offensichtlich, dass man schreien möchte!!!!

  • Klaus-Dieter:

    In einer Diskussionsrunde im Fernsehen, in der es um Kindergärten ging war auch ein Linker dabei, der aus einer Problemgegend in eine bessere Wohngegen gezogen ist, damit es seinem Nachwuchs im Kindergarten schön hat.
    Das sind doch alles verlogene Heuchler auch hier. Sind freie Drogen nicht ein Lieblingstheme der Grünen. Aber nur, wenn der Drogenkonsum nicht in direkter Nachbarschaft stattfindet.

  • Gibor:

    Das Ziel eines linken Politikers ist es, den naiven Wähler durch haltlose Versprechungen zu täuschen. Deshalb kann es einen “aufrichtigen linken Politiker“ genau so wenig geben wie einen „ehrlichen Betrüger.

  • Klaus-Dieter:

    Okay. Also Sie wollen keine Fixer und kein Cafe in Ihrem Haus haben, aber wie wäre es mit ein paar
    Ex-Guantanamo-Häftlinge
     
    gesamtrechts.wordpress.com/2009/07/09/alle-unschuldig-ex-guantanamo-haftling-fuhrt-taliban-gegen-us-offensive-ins-feld/

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