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Vorbild USA?

Shelby Steele ist Professor für Anglistik und Autor mehrerer Bücher, die sich mit der Rassenfrage beschäftigen. 2004 verlieh ihm der US-Präsident die National Humanities Medal National Humanities Medal für seine Forschung auf dem Gebiet der Rassenbeziehungen. Prof. Steele gewährte der SZ ein Interview und erläuterte die Auswirkungen der Bürgerrechtsbewegungen, des amerikanischen Anti-Diskriminierungsgesetz [Affirmation Act], was der Wohlfahrtsstaat anrichtete und was er von Obama erwartet.

Man kann die von Prof. Steele gewonnenen Erkenntnisse und verwendeten Begriffe getrost auf BRD-Verhältnisse, die 68er “Revolution” und die heutigen EU-Gesetze anwenden und hat eine exakte Analyse dessen, was [schief] läuft. Das weinerliche Gegreine unserer angeblich ach so benachteiligten Migranten entspricht exakt den Lebenslügen der amerikanischen Schwarzen. Mit dem Unterschied, dass die Vorfahren dieser amerikanischen Schwarzen tatsächlich in die USA zwangsverschleppt wurden. Während unsere Zugewanderten partout in die ach so rassistische BRD wollten [und weiter wollen, notfalls mit Klagen bis zum obersten Gerichtshof], die sie so furchtbar diskriminiert.

Prof. Steel:  Als ich ein Kind war, gab es in unserer rein schwarzen Nachbarschaft im segregierten Chicago nur eine einzige Familie, in der es keinen Vater gab. Alle anderen Kinder hatten einen; ob sie ihn mochten oder nicht, war natürlich wieder eine andere Sache.

In den Sechzigern kam dann die Wohlfahrtspolitik, die jeder unverheirateten Mutter ein Minimum an Lebenskosten zahlte, und das für ein ganzes Leben. Diese Politik war familienfeindlich. Hinzu kam die sexuelle Revolution, wiederum ein Anreiz, nicht zu heiraten, oder, falls man schon verheiratet war, es nicht um jeden Preis zu bleiben. Dies alles zusammen zerstörte die schwarze Familie in einer Weise, die die Segregation nie geschafft hat.
[…]
Wir wären weit besser dran ohne jede schwarze Führung. Wenn ich einen Zauberstab hätte, würde ich all diese wertlosen Organisationen, die Millionen im Jahr einsacken, abschaffen. Sie leben nur von weißem Geld, das aus Schuldgefühlen gegeben wird
[…]

SZ: Würden Sie Affirmative Action, die Unterstützungsmaßnahmen wie den erleichterten Zugang zu Universitäten für die Farbigen, wieder abschaffen?

Prof. Steele: Je schneller, desto besser. Wenn man alles umsonst bekommt, wie soll man dann je lernen, Dinge zu erwerben? Ermuntere mich zum Wettbewerb, fordere etwas von mir und biete mir etwas dafür! Die Regierung kommt immerfort mit neuen Gesetzen, die die Menschen, denen sie helfen sollen, nur schwächen. Warum werden sie nicht besser? Weil es keinen Grund gibt, besser zu werden. Je schwächer wir werden, desto mehr kriegen wir.

[1] Das komplette Interview mit Prof. Steel in der SZ

4 Kommentare zu „Vorbild USA?“

  • Gibor:

    Shelby Steele was born to a black father and a white mother…
    Seine Gedankengänge sind zwar nicht absolut neu, aber trotzdem, wo er recht hat, hat er Recht!

  • Sir Toby:

    Tja, das ist auch so ein Urprinzip … dass jeder Schutz, wenn er nicht nach einer Zeit X wieder aufgehoben wird, dann mit absoluter Sicherheit zur Verhinderung dessen wird, was er zu schützen beabsichtigte. Aber irgendwie scheinen es nach wie vor zu wenige Menschen zu verstehen…

  • fnord:

    So ein Interview in der SZ? Hat Seine Prantlheit Urlaub? Ich bin schockiert. Und ein Stück weit traurig.
     
    Gruß,
     
    fnord

  • […] [1] Erkenntnisse über die verheerenden Auswirkungen einer “Sozial”-Industrie, die lediglich den darin arbeitenden nützt, publizierte Prof. Shelby Steel  in den USA.  Vorbild USA? […]

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