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Philosemitismus und die deutsche Rechte

Gastbeitrag von Wahnfried

Zuerst hatte ich überlegt, ob ich den vorliegenden Text nicht mit einer anderen Überschrift versehe. Ich hatte da an etwas maßlos Provokantes und Polarisierendes gedacht, wie “Warum wir als Patrioten vielleicht besser Philosemiten sind”, aber das hätte wohl von Anfang an eine berechtigte Abwehrhaltung erzeugt, die ich dringend vermeiden möchte. Nun, da aber der Kern der Frage klar ist, die ich hier zu erläutern wünsche, will ich keine weiteren Vorreden halten.

Worum geht’s eigentlich? Kürzlich las ich auf einem größeren Blog aus dem patriotischen Umfeld von einem Blogger, dessen ruppige Art ich meistens sehr schätze, daß er “100 Prozent für Israel und 0 Prozent für Palis” sei. Kurz, es handelt sich um einen Philosemiten wie er im Buche steht, nein?  Nein, ich denke nicht und sehe hier, wie übrigens auch an anderer prominenter Stelle, vor allem ein rein taktisches Verhältnis zu Israel und seinen Bewohnern. Aber der Reihe nach.

Als Betreiber eines Blogs mit heimatverbundenem Schwerpunkt hat man so seine liebe Not, denn permanent wird man mit Kommentatoren konfrontiert, deren Meinungen berechtigt oder auch nicht sein mögen, vermittelbar sind sie oft genug nicht. So ist es schon einer ganzen Reihe von patriotischen Blogs ergangen, die nach kurzer Zeit im Strudel von NS-Nostalgikern und Paranoia untergegangen sind. Man muß sich diese Leute vom Hals schaffen, um normale Bürger mit dem Thema Vaterlandsliebe anzufixen, denn die endlose Leier über die Weisen von Zion, den guten Willen des Führers oder den Friedensflug von R. Hess erzeugen, ob vertretbar oder nicht, bei einem durch die Massenmedien geformten Menschen eine kaum überwindbare Abwehrhaltung. Ob sie nebenbei gesagt für die heutigen Herausforderungen überhaupt relevant sind, mag obendrein noch auf einem ganz anderen Blatt stehen. Es macht keinen Sinn sich über die gemeinen Lügen der Presse zu beklagen. Gehen wir lieber wieder mit Realitäten um.

Man muß sich die Nostalgiker und die Paranoiden vom Hals halten. Aber wie?

Was läge da näher, als den nationalsozialistischen Antichristen in Form des Judentums als Instrument zu nehmen, um sich die extreme Rechte vom Leib zu halten, denen offenbar die Intelligenz dafür fehlt, was dem Bürger vermittelbar ist und was nicht.  Ebenso gut könnte man in seinem Verein Mohammedaner auf Distanz bringen, mit einem wöchentlichen Schweinebraten-und Bierfest mit anschließender Koranschändung.

Erfreulicherweise scheinen nicht nur einige Blogs diesen Zusammenhang zu verstehen, nein, auch die DVU scheint sich neuerdings dieses Mechanismus zu bedienen, indem sie jüngst verkündete (hoffentlich mit einiger Polemik) sie wollten lieber unter dem Davidsstern als unter dem Halbmond leben. Ob derlei nicht vielleicht zu viel des Guten ist, ähnlich wie bei Pro Köln, wo man gelegentlich den Eindruck hat es würden mehr Flaggen für Israel als für Deutschland gehisst, ist eine ganz andere und durchaus berechtigte Frage.

Ich würde hier weniger gerne eine Diskussion darüber anstoßen, ob man sich für Israel und sein Anliegen erwärmen sollte oder nicht, da hat eh jeder so seine eigenen Ansichten, sondern lieber die Aufmerksamkeit auf die Frage lenken, ob ein strategischer Philosemitismus für Patrioten ein gangbarer Weg ist.

56 Kommentare zu „Philosemitismus und die deutsche Rechte“

  • @ Wahnfried

    Dann mache ich den Anfang, weil dein Thema durchaus heikel ist. Aber dafür sind wir ja hier – wenn wir es uns einfach machen wollen, könnten wir genausogut auf Weltonline gehen [Scherz].

    Ich mache den Anfang mit einer simplen Frage: Da ich weder dezidierte Antisemitin noch dezidierte Philosemitin bin, frage ich mich, was zum Teufel ein “strategischer Philosemitismus” ist. Ich meine: Wie setze ich das in einem Blog um.

    Wäre es nicht sinnvoller, Themen wie den Massenmord an den Juden, NS-Zeit und WK II einfach ganz auszusparen [wie das so viele  patriotische Blogs genau aus dem Grund tun oder, wenn sie darüber bloggen, den Kommentarbereich geschlossen halten] und/oder  die ewig gestrigen Hurra-Hitler-Anhänger einfach kommentarlos zu löschen? Ich meine, das mache ich mit den Pol-Pot-Anhängern ja auch.

    Zumal wir tatsächlich ganz andere, drängendere Probleme haben, die unsere Zukunft gewaltig mitbestimmen werden.

    Damit kein Missverständnis entsteht: Die Probleme, die du in deinem Gastartikel anschreibst, kenne ich nur zu gut [obwohl ich mir nicht sicher bin, ob diese Ewig gestrigen, die unweigerlich auf solchen Blogs auftauchen, nicht de facto Agent Provocateurs sind, um das Blog zu diskreditieren.]

    Die Frage ist: Mit welcher Strategie halte ich mir diese Steckengebliebenen am besten vom Bloghals?

  • ob ein strategischer Philosemitismus für Patrioten ein gangbarer Weg ist.

    Die Frage ist so falsch gestellt, sie müsste lauten, wie man eine eigene Identität schafft, mit welcher man sich gegen Nazis und Muslime gleichermaßen abgrenzen kann.
    Diese Abgrenzung durch Philosemitismus zu erreichen, kommt einer geliehenen Identität, welche u.a. einseitige Abhängigkeiten und Verpflichtungen schafft, gleich.
    Vielleicht beginnt Identität bereits schon dort, wo man mit Rechtfertigungen aufhört… .

  • Falkenstein:

    Warum sollte sich Philosemitismus und (deutscher) Patriotismus nicht vertragen? Warum sollte man in diesem Zusammenhang gar von einem strategischen Philosemitismus sprechen? Ich denke, dass eine positive Haltung zu den Juden aus Sicht des deutschen Patriotismus eher natürlich als abträglich ist. Man möchte nur daran erinnern, dass dort wo Juden und Deutsche sich in der Geschichte begegneten, gemeinsam enorme Fortschritte in Wissenschaft und Forschung geleistet wurden.

    Der heutige Zentralrat der Juden steht nicht in dieser Tradition. Er trennt Deutsche und Juden nachhaltig. Der Zentralrat kränkt den deutschen Patriotismus direkt.

    Nun aber ist es so, dass durch den straffen Vormarsch des Islams die Juden in Deutschland und Europa neue Bündnisbrüder brauchen.
    Mit dem Deutschlandbild, das der Zentralrat immer noch medial in die Welt hinausposaunt, kann sich ein Patriot aber nicht als Bündnispartner erachtet sehen. Im Gegenteil, es ist die reine Verachtung unserer kulturellen Werte, eine Verkennung der heutigen Lage und geschichtlich auch nicht vertretbar.

    Wenn der deutsche Patriotismus die Mitte der Gesellschaft erreichen will, sollte er ohnedies keine Anbindungen „…an den guten Willen des Führers oder den Friedensflug von R. Hess erzeugen,…“
    Deutscher Patriotismus und Nationalsozialismus sind nicht kompatibel. Der Patriot liebt seine Familie und sein Land und kämpft nur wenn Familie und Land bedroht werden. Der Nationalsozialist opfert seine Kinder einer Ideologie die höher ist als Deutschland. Die Nazis wollten wesentliche Kulturwerte der Deutschen zugunsten einer höheren Ideologie aufgeben. So sollte das Christentum gegen eine nordische Religion getauscht werden, Deutschland sollte in den Grenzen eines germanischen Superstaats verschwinden.
    Die angestoßene Diskussion ist richtig, denn es geht für Konservative und Patrioten zunächst auch um die Frage nach dem was-bin-ich?

  • Kurz, bevor ich weiterarbeiten muss, in eigener Sache: Ich werde zu dem Thema keine fremdem Nicks freischalten.

    Entweder seid ihr Foristen, die hier öfter posten – dann kommt mit euren Originalnicks und steht zu euren Kommentaren.

    Oder ihr seid Fremde, die sich noch nie an irgendeinem Blogthema beteiligten – dann wird bei dem Thema hier euer Senf nicht gebraucht.

    Das ist ein Thema für Foristen, die sich auch sonst schon im und am Blog beteiligt haben.

  • Wahr-Sager:

    Gibts eigentlich auch ein Shirt mit der Aufschrift “I love Migranten”?

  • Wahr-Sager:

    Nicht ganz off-topic, da sich hiermit die Frage stellt, ob es sinnvoll ist, ähnlich wie diese tumben “Nazis raus”-Schreie, “Israel! Israel!” zu rufen:

    Israel: Jüdische Übergriffe gegenüber anderen Religionen nehmen zu
    Nach dem Jahresbericht des US-Außenministerium über die internationale Religionsfreiheit ist die Gewalt gegen evangelische Christen und messianische, jüdische Gemeinden in Israel stark im Jahresvergleich gestiegen.
    Inzwischen kommt es durchschnittlich zu acht bis neun jüdischen Gewaltübergriffen im Monat, mit steigender Tendenz. Bei diesen Gewaltübergriffen kommt es zu Brandstiftungen, Bombenattentaten und Bibel-Verbrennungen.
    Auch der Staat Israel selbst diskriminiert Menschen nichtjüdischen Glaubens, wenn es um die Einwanderung nach Israel geht. Trotz eindeutiger Urteile höchster israelischer Gerichte verzögert oder verhindert das Innenministerium Anträge auf Staatsbürgerschaften auffallend bei Nichtjuden.

    Quelle: Jerusalem Post v. 23.9.08

  • Also, für mich stellt sich die Frage nach einem “strategischen” Philosemitismus persönlich nicht unbedingt, weil ich mit den Juden und speziell ihrem Staat schon immer sympathisiert habe. Dass diese Sympathien auch in ein politisches Gesamtkonzept passen, heißt nur, dass ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann. Denen, die, wie Judith, ein neutrales Verhältnis zu dem ganzen Thema haben, kann ich einen “strategischen Philosemitismus” durchaus guten Gewissens anempfehlen. Eine demonstrative  pro-jüdische bzw. pro-israelische Einstellung hält Nazis draußen wie Knoblauch die Vampire. :D

  • Auch der Staat Israel selbst diskriminiert Menschen nichtjüdischen Glaubens, wenn es um die Einwanderung nach Israel geht. Trotz eindeutiger Urteile höchster israelischer Gerichte verzögert oder verhindert das Innenministerium Anträge auf Staatsbürgerschaften auffallend bei Nichtjuden.

    Na und? Ersetze “Nichtjuden” durch “Nichtchristen” und “Israel” durch “Deutschland”, dann wäre das genau der Zustand, den ich gerne hätte.

  • Roman:

    Nein, dem stimme ich so nicht zu. Selbstverständlich gibt es den von dir beschriebenen Neben-Effekt. Und vielleicht gibt es auch Leute, die dies gezielt ausnützen und deshalb eine entsprechende Fassade aufbauen.
     
    Aber ich denke, das gilt nicht für die Mehrheit.
     
    Bei den allermeisten “Philosemiten” hat sich einfach die Erkenntnis durchgesetzt, dass man mit den Juden im gleichen Boot sitzt, nämlich in Bezug auf Feind und zukünftiges Schicksal. Die Leute kapieren einfach, dass der Westen nicht am Hindukusch verteidigt wird, sondern in Israel. Israel ist die erste Front im Kampf der Kulturen bzw. dem Kampf mit dem Islam. Die Leute verstehen, dass heute die Juden dran sind, und morgen wir. Daher ist es vielleicht keine Liebe zu den Juden, ihrer Kultur usw., sondern eher eine Art Verwandschaftsdenken oder zumindestens eine strategische Positionierung.
     
    Außerdem stelle ich z.B. immer wieder fest, dass der “Davidsstern” auch nicht unbedingt vor der Nazi-Keule schützen kann. PI-News z.B. gilt trotz der lautesten Israel-Bekenntnisse weiterhin als “Rechtsextrem”, (obwohl auch gefühlte 99% seiner Leser ebenfalls pro-israel sind.)
     
    Sooo hilfreich ist es also auch nicht und wie ich unsere Medien kenne, werden sie diese Pro-Israel-Mentalität schon bald mit Semantik und rethorischer Mittel zu umgehen bzw. schlechtzumachen  wissen.
     
    Ich jedenfalls bin pro-Israel eben deshalb, weil ich denke, dass wir mit Israel durch den gemeinsamen Feind vereint sind. Aber auch weil ich eine gewisse kulturelle Verwandtschaft sehe.
     
    Und zuletzt habe ich als Evangelikaler auch theologische Gründe für einen “Philosemitismus”, wenn man es so nennen möchte.

  • karl-friedrich:

    Ich sehe da kein Problem, als die IDF letztes Jahr in den Gaza-Streifen einmarschiert ist, habe ich denen über eine spezielle Seite was zu Essen geschickt: Hamburger, Pizzas, Suppe und Dessert das ganze für 150 Euro, ich bekam dann eine sehr nette Mail mit freundlichen Worten zugesendet.

    Ich habe einen israelischen Freund, weshalb sollte ich als Konservativer keinen Juden als Freund haben?

    Vielleicht solle man auch mal differenzieren, der ZDJ ist nicht Israel, unterhält man sich mit Israelis über den ZDJ winken die nur ab, was bedeutet, das die Menschen in Israel nicht unbedingt die selbe Meinung haben wie der ZDJ.

    Ich habe aber auch arabische Freunde (Ägypter, Syrer usw.) allerdings haben die mit der Religion des Friedens nichts am Hut, die sind halt gebildet. LOL

    “Ob derlei nicht vielleicht zu viel des Guten ist, ähnlich wie bei Pro Köln, wo man gelegentlich den Eindruck hat es würden mehr Flaggen für Israel als für Deutschland gehisst, ist eine ganz andere und durchaus berechtigte Frage.”

    Daran kann ich mich noch entsinnen, das kam aber erst, nach dem einige in PI das angestossen haben, und man PRO geraten hat, solche Fahnen mit zu den Veranstaltungen mitzunehmen, ob das ehrlich gemeint ist, kann ich nicht beurteilen, muß ich aber auch nicht.

    Im endeffekt ist es doch so, das Israel das selbe Problem hat wie wir, deshalb sollte man zusammenhalten, und nicht gegeneinander arbeiten.

    Ich finde zwar, das PI z.B. mit seiner Israeltreue ein wenig übertreibt, aber ich sehe das eher positiv als negativ, das muß jeder selber wissen, ich kenne auch Leute die strikt dagegen sind. 

  • Wahr-Sager:

    Man sollte den Menschen an sich sehen. Es gibt gute und böse Juden, gute und böse Araber. Ansonsten macht man es sich zuuu einfach, nur die eine Seite als gut und die andere als böse zu bezeichnen.

  • Ich würde den obenbeschriebenen Weg zur Chaotenabwehr eher als taktischen denn als strategischen Philosemitismus ansehen. Mein erster Gedanke war, daß das ja ziemlich nach Heuchelei riecht: Man instrumentalisiert die Juden, um nicht als rechtsradikal eingestuft zu werden.
    Andererseits: Kein Herzensantisemit wird zu diesem Mittel greifen, sondern höchstens jemand, der ohnehin eine vage Sympathie für Israel hegt oder dem das Thema eigentlich gleichgültig ist. Leute, die zum Judentum oder zum Nahostproblem überhaupt keine Meinung haben, werden aber unter den politischen Bloggern ohnehin eher selten sein.
    Als tatsächlicher Prosemit sehe ich also bei dieser Taktik kein größeres Schadenspotential. Im großen und ganzen stimme ich mit Romans oben geäußerter Position überein. Und besser ein paar »halbgare« Philosemiten mehr als noch mehr Antisemiten.
    Es gibt übrigens Theorien (deren Gehalt ich hier aber nicht bewerten will), die davon ausgehen, daß die Deutschen zu den verschollenen Stämmen Israels gehören. Ich sage das nur mal unter Vorbehalt und als Denkanregung, ohne zu behaupten, daß dies wirklich verläßlich so wäre. Das wäre ja mal eine originelle Brücke zwischen germanischem Patriotismus und Philosemitismus.
    Hätte es keinen Antisemitismus in der deutschen Geschichte gegeben, hätten Deutsche und Juden gemeinsam sicher Großes erreichen können, wie Falkenstein oben ja auch schon angerissen hat. Man überlege nur mal, was an kulturellen und technischen Beiträgen auf Briten, Deutsche, Juden und deren Abkömmlinge in Übersee zurückgeht und was da noch für die anderen übrigbleibt (wenn man mal davon absieht, daß Obama noch schnell das Automobil erfunden hat, bevor er Buchenwald befreite) …

  • Naylor:

    Ersteinmal ein Bekenntnis: Ich bin wohl ein gemäßigter Nationalist und damit ein Idealist.
    Und als solcher gestehe ich jeder Nation das Recht auf Selbstbestimmung zu. Das gilt für die Juden (durch den Staat Israel) genauso, wie für die Palästinenser, die aus meiner Sicht bereits einen Staat haben: Jordanien.

    Aber ich bin vor allem Realist und als solcher damit wohl kein idealistischer Träumer.
    Als Realist sollte man sich um eine möglichst nüchterne Anslyse der Machtverhältnisse bemühen.
    Und genau hier sehe ich das Dilemma:
    Israel mit seinen Bürgern einerseits und die restlichen Juden (in der Diaspora) anderseits haben einen großen Einfluß auf die Außenpolitik der USA. Diese Supermacht ist noch auf lange Sicht der in Wirklichkeit größte Risikofaktor für eine Selbstbehauptung und Selbstbestimmung einer Deutschen Nation.  (Die Beweiskette ist lang, aber auch sehr offensichtlich. Man schaue nicht zuletzt auf die beiden Weltkriege und auch auf die Rhethorik unter Bush jun. und Obama.)
    Ebenso ist die jüdische Nation noch auf Jahrhunderte durch den Holocaust beeinflußt. Alle politischen Einflußnahmen des ZdJ in Deutschland zielen eigentlich auf ein Abschaffen der Deutschen Nation hin. Konsequent. Das kann man moralisch verurteilen, wäre aber belanglos. Letztendlich ist es natürlich nachvollziehbar, daß sich der ZdJ allen voran an der Umdefinition des deutschen Volkes beteiligt. Sie selbst wären begünstigt.
    Die Kränkung durch den Holocaust, die die Juden in íhrem Selbstbewußtsein als Nation tief getroffen hat, wird nicht so leicht verziehen werden. Verständlich auch, da mit diesem Begriff ja jederzeit politische Erfolge gegen Deutschland verknüpft sind.

    Als realistischer Betrachter wird man jedoch feststellen müssen, daß Israel und Deutschland beide mit dem selben Phänomen zu kämpfen haben: dem Islam. Alle vorausschauenden Menschen müssen ja die Gleichheit unserer Interessen, als demokratische, freiheitliche Staaten einerseits und sich selbst bestimmen wollende Völker andererseits, erkennen.
    Ebenso als gesunde  Nationalbewußte müssen wir erkennen, daß bei den derzeit zu erkennenenden Trends, beide Völker auf ihr Ende zugehen; Deutschland noch eher als Israel, das viel kämpferischer und realistischer ist.

    Dennoch: Der Holocaust wird noch auf Jahrzehnte – wenn nicht Jahrhunderte – zwischen uns stehen. Zu erkennen daran, daß der ZdJ für Deutschland immer das Gegenteil fordert, was er für Israel will.  Ja es sitzt noch ein tiefer Haß und Ablehnung gegen das deutsche Volk in den Knochen, der sich eben nicht durch ein bißchen (ehrlichen oder strategischen) Prosemitismus besänftigen  lassen wird.

    Konsequenz aus diesem kurz Angedachten folgt aus den Beziehungen der relevanten Machtgruppen zu uns “Patrioten”.
    In wie weit würden uns die “Semiten” (schwachsinniger Begriff) in unserem Interesse an einem starken und freien unterstützen? – Wahrscheinlich gar nicht. Das liegt nicht in deren Vorstellungsvermögen. Wir können schon froh sein, wenn sie nicht unsere offenen oder verdeckten Feinde sind, wie viele in den letzten hundert Jahren.
    Ihre Gegner (die Linken und die Mohammedaner)? – Auch nicht. Im Gegenteil – sie sind schließlich unsere Hauptgegner.
    Aber was ist mit den interessierten Deutschen, die in der Zeit des Umbruchs Orientierung und Gleichgesinnte suchen?
    Mit einem gnadenlosen “Philosemitismus” verstört man die meisten, dank ZdJ und auch der deutschen Naivität in Bezug auf den Umgang einer um das Überleben kämpfenden Nation gegen seine strutkurellen Feinde (Israel und der Islam). Aber letztendlich steckt auch in der deutschen Kritk an Israel eine mehr oder weniger große Abneigung gegen die Juden und ein struktureller Antisemitismus den ich nicht teile, gerade unter Linken.
    Aber nichtzuletzt ist dies auch eine Reaktion auf den dauernd instrumentalisierten Holocaust: viele suchen unbewußt die selben Strukturelemente, wie bei den “Nazis”.

    So bleibt mir nur zu schließen:
    Zu Israel und den Juden eine wohlwollende, aber nicht blind vertrauende, Neutraliät. Da wo die Interessen gegenläufig sind, sollte man dies auch ruhig ansprechen. So häufig ist das nicht.

    Ich schließe mich folglich der Aussage Judiths an, die geäußert hat, weder anti- noch prosemitisch zu sein und den gesamten Bereich nicht thematisieren zu wollen. Das ist der richtige Weg.
    Für den Themenkomplex WKII kann ich nur die Beiträge von Stefan Scheil auf “Sezession im Netz” und der “Jungen Freiheit” anraten. Auch seine Seite “vernichtungskrieg.de” ist (allerdings nicht äußerlich) kaum zu übertreffen.
     

  • Wahnfried:

    Wahrsager: Nein, bitte nicht diesen Kunstgriff verwenden, bei dem man alles zu Tode differenziert und atomisiert und man am Ende überhaupt keine Schlüsse mehr über den Einzelnen hinaus ziehen kann. Es gibt sehr wohl die Möglichkeit einzelne Gruppen nach ihrer Einstellung, ihren Zielen, ihrer Vergangenheit oder einfach nur Nützlichkeit zu beurteilen. Wir sollten ausschweifenden Gebrauch davon machen.
     
    Karl Friedrich: So ganz decken sich deine Beobachtungen nicht mit meinen. Organisationen wie der ZdJ oder Seiten wie hagalil, um nur die Bekanntesten zu nennen, scheinen durchaus regen Zuspruch zu erfahren. Ist vielleicht v.a. ein Generationenproblem, wenn auch nicht ausschließlich. Jüngeren Juden scheint Deutschland bestenfalls egal zu. Vielleicht eine Beziehung die auf Gegenseitigkeit beruht.
     
    Roman: Nein, ich glaube da übertreibst du ein wenig. Eigentlich finde ich es schicklich, wenn man sich allzu wissenden Kommentaren über Geopolitik enthält, weil es … Naja, lange Geschichte. Ich bin aber der festen Überzeugung, daß der Nahe Osten und seine Akteure allein durch die USA im Zaum gehalten werden. Israel erscheint da zwar im ersten Moment wichtig zu sein, aber im Endeffekt auch sehr austauschbar. Die iranische Revolution ist auch ohne Israel an einer Expansion gehindert worden, etwa indem man den Irak hochgerüstet hat. Ich glaube außerdem, daß Israels Situation mit der europäischen nicht vergleichbar ist. Wir haben kein militärisches Problem, sondern ein demographisches und weltanschauliches.
     
    Manfred: Sehr richtig. Wenn man Israel genau eine Sache nicht vorwerfen kann, dann ist es diese. Sie machen ihre Kultur und Lebensweise zum Maßstab und ordnen diesem Interesse vieles, wenn nicht alles unter. Das ist es, was uns in Europa fehlt. Auf der anderen Seite ist aber auch festzustellen, daß dieses Verhalten Israels auch nur deswegen kritisiert wird, weil sich die Diaspora-Sektion, übrigens nicht nur in Deutschland, gerne als moralische Instanzen inszeniert, und in anderen Ländern häufig genau das kritisiert, was sie selbst in Israel bejubeln oder stillschweigend tolerieren.
     
    Falkenstein: Dem stimme ich zu. Die deutsche und die jüdische Kultur scheinen sich im Zuge der Entwicklung von Nationalstaaten sehr gut ergänzt zu haben. Ich würde fast die Behauptung wagen, daß, wenn es die Nationalsozialisten nicht gegeben hätte, sich die deutschen Juden vollständig assimiliert hätten. Es wäre sicher nicht zu unserem Nachteil gewesen. Ich habe, wie man dem vielleicht entnehmen kann, eine gewisse Hochachtung vor der jüdischen Kultur, bin aber auf der anderen Seite vom Philosemiten ebenfalls weit entfernt und den heute in Deutschland lebenden Juden relativ kritisch gegenüber eingestellt, weil alle ihre offiziellen Institutionen, seien sie deutsch oder international, die deutsche Nation nach dem Krieg und teilweise auch schon vorher nach Kräften beschädigt haben. Das mag verständlich sein oder auch nicht, aber es hält mich von einer allzu großen geistigen Nähe doch sehr nachdrücklich ab.
     
    Entenmann: Ja, sehr richtig, aber das zu beantworten ist so eine Sache, für die man mehr Hirnschmalz verbraucht, als es selbst ein nicht-flüchtiger Kommentar wie dieser erfordern würde. Eine sehr schwere und auch von der einzelnen Person abhängige Frage, wie ich finde.
     
    Judith: Konkret könnte dies bedeuten, sich dem Thema Israel in einer kritischen, aber nicht einseitig kritischen Weise anzunehmen. Vielleicht reicht eine nicht blind verurteilende Behandlung des Themas Israel bereits um die Extremen davon abzuhalten weiterhin “ein gekauftes Blog” zu lesen und schreckt andererseits Leute wie mich nicht ab, die in der Sache neutral oder indifferent sind. Womöglich kommt es weniger darauf an wie man das Thema im Detail handhabt, als vielmehr es überhaupt bei Gelegenheit zu thematisieren?

  • Wahr-Sager:

    @Wahnfried: Ja, das meinte ich auch. Es sind einzelne Gruppen, die sich vonenander unterscheiden. So gibt es ja z. B. auch Juden, die sich gegen Zionisten wenden oder Juden, die zu Jesus Christus gefunden haben. Andere hegen einen tiefen Hass gegen ihn.

  • @Wahnfried
    “…für die man mehr Hirnschmalz verbraucht, als es selbst ein nicht-flüchtiger Kommentar wie dieser erfordern würde.”
    Eben deshalb wollte ich es nicht weiter theoretisierend ausführen, gerade weil mir in Sachen Identität hilfreiche Begriffe wie ” ideal self” und “feared self” sowie deren jeweiligen Negierungen auf der Tastatur lagen, welche selbst erst einmal der Erklärung bedurft hätten.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob solch ein zeitaufwendiger theoretischer Entwurf am Reißbrett sinnvoll ist. Vieles entwickelt sich erst im Tun, deshalb der Hinweis, dass das Beenden von Rechtfertigungen schon einmal ein erster Schritt zu einer selbstbewussten Identität ist.

  • Fabian:

    Israel und Deutschland befinden sich in einer ähnlichen Situation mit einem gemeinsamen Gegner. Insofern würde sich so etwas anbieten. Ich denke aber, man sollte unmißverständlich seinen Standpunkt klarmachen: Wenn der ZdJ durch seine Politk beständig das Existenzrecht des deutschen Volkes in Frage stellt, habe ich persönlich kein Interesse an ein Existenzrecht Israels. Sollen die doch den Moslems, die demographisch gesehen dort bald das Sagen haben, was von den unvergleichlichen deutschen Verbrechen erzählen. Wenn sie jedoch ihr antideutsches Hassbild revidieren, welches darauf hinausläuft, daß Deutsche gar nichts dürfen, ausser als Volk zu sterben, können wir gerne über eine Allianz sprechen. Hier ein JF-Artikel, der die Situation ganz gut wiedergibt:
    http://www.jf-archiv.de/archiv09/200905012356.htm

  • ThePassenger:

    Wir müssen vor unserer eigenen Haustüre kehren, so wie jeder andere auch. Ich kann nicht nachvollziehen wo diese grundsätzliche Verachtung allem moslemischen herrührt. Manchmal scheint es mir man habe einfach “Jude”gegen “Molslem” ausgetauscht und hetzt fast wieder wie in alten Zeiten.

    Weder die einen noch die anderen sind natürliche Feinde oder Freunde. Was uns mit Israel verbindet ist die Demokratie und ein Stück weit die Philosophie. Der Staat Israel hat das selbe Problem wie die USA. Es kommen Einwanderer aus allen Herren Ländern die u.U. nichts weiter gemein haben als i.d.R. längst verschüttte Wurzeln und ggf. einen Stempel im Paß, der sie als Juden ausweisst, der aber mit Religion wenig zu tun hat da die wenigsten religiös sind. Solche Nationen brauchen einen für alle, auch den dümmsten, fassbaren Gründungsmythos. In den USA ist es der “American Dream”, umrahmt von patriotischen Fähnchenschwingern Allerorten, kein Produkt das es nicht auch in Stars & Stripes Variante gäbe. Das ganze ist so dermaßen übertrieben dass es länst zur Karikatur verkommen ist.

    Die Frage ist was das Äquivalent in Israel ist. Wie kommt der russische Einwanderer mit dem beligischen, südamerkanischen oder sonstwas zusammen? Was verbindet diese Menschen, was hält die dortige Gesellschaft zusammen, wenn nicht die Shoa?

    Ich habe Verständnis dass dieses junge Land starke Symbole braucht, bin aber nicht bereit immerzu den Bösewicht zu geben und mich dabei noch für deren Interessen einspannen zu lassen. Unserer Probleme mit den Moslems sind hausgemacht und haben nichts mit den Problemen der Israelis/Juden mit den Moslems zu tun. Die sollen bitte vor ihrer Haustüre kehren, ich tue es vor meiner. Und wessen 5. Kolonne (ZDJ) mir noch den Besen aus der Hand reisst und mich im eigenen Land als Nazi, Rassist oder Antisemit diffamiert kann leider nicht mein Freund sein und daher nicht von mir erwarten dass ich ihn oder sein geistiges Mutterland in irgendeiner Weise die Solidarität erkläre.

    Dafür brauche ich keine Friedensflug des R.H., keine HC-Leugnung und auch keinen Onkel A., der es ja eigentlich gut meinte.

    Erst wenn die Israelis selber den Holocaust kritisch hinterfragen, wenn sie diskutieren wie, warum, weshalb sie ihn brauchen und erkennen dass sie ihn als moralische Waffe einsetzten und missbrauchen, erst dann kann es echte Freundschaft geben. Alles andere sind taktische Spielchen die in Duckmäusertum, Verrat an der eigenen Kultur & Identität und letzlich sich selbst münden.

    Man sollte “Judenhasser” und “Muselhasser” (beides im weitesten Sinne Antisemiten) gleichermaßen in die Schranken weisen. Beide Extreme bringen uns Deutsche keinen Schritt weiter sondern machen uns nur unnötig angreifbar.

    Hätten wir nicht im zweistelligen Millionenbereich Moslems in unser Land gelassen ohne klare Regeln aufzustellen würde sich das Problem “Islam” hierzulande so überhaupt nicht stellen. Es mag zwar bequem sein das eigenen Unvermögen auf andere abzuwälzen, es geht aber am eigentlichen Punkt vorbei.

    Diese ganzen Poster, die “Pro-X” und “Anti-Y” oder sonstige dogamtische Statements in ihren Signaturen führen, haben ihren Denkvorgang massiv abgekürzt. Das war und ist immer gefährlich, denn solche Leute sind es die zu blindem Hass fähig sind.

    Was sind das für Patrioten, die mit Organsiationen und Ländern, die uns verspotten und verleugnen, packtieren wollen um die Quällgeister in den eigenen Reihen mundtot zu machen?

    Wir selber müssen Hitler töten, er war einer der Unsrigen, das kann uns keiner abnehmen.

    Hass gegen Moslems, nur weil sie Moslems sind, scheint mir da nicht der richtige Weg.

  • Vinneuil:

    >”ein strategischer Philosemitismus für Patrioten”
    Auf Deutsch heißt das dann soviel wie “Zähne zusammen beißen und Arschkriechen”… ist aber vergebliche Liebesmüh: es nützt nichts. Man sehe sich nur die Ranschmeißer von Pro Köln an. “Philos” einer Sache ist man entweder aus aufrichtiger Neigung oder gar nicht, die Liebe ist nichts “Strategisches”, das gewollt oder erzwungen werden kann. Geheuchelt wohl, aber auch das rächt sich.

    Davon abgesehen, wie geht man als “strategischer Philosemit” mit widerlichen Figuren à la S.Kramer oder M.Friedman um, die ihre Fußsohlen den schuldgeknickten Pawlowschen Goys routinemäßig hingestreckt halten? An dem Kotau werden sie nicht vorbeikommen. Ein “strategischer Philosemit”, der imstande ist, diese Kröten zu schlucken, verdient eigentlich auch noch getreten zu werden (mehr noch als er ohnehin und per definitionem schon verdient). Solange solche Gestalten wie die o. genannten die Oberhäupter des ZdJ stellen, kann man sich sicher sein, daß der Antisemitismus in Deutschland nie ausstirbt, und ich wette, daß das manchen Herrschaften auch nicht ganz unwillkommen ist.

    Das Allerdringlichste sowohl für das patriotische als auch das nichtpatriotische Deutschland wäre eher, sich endlich einmal von dem freizumachen, was Dieter Kunzelmann unfein aber treffend als “Judenknacks”  bezeichnet hat. Ein morbus teutonicus posthitlerumus, der sich von Lea Rosh bis Horst Mahler, von Bahamas bis pro-Köln erstreckt.  Eine Subvariante ist der sogenannte “Israel-Knacks”, der sich unter anderem im knalldummen, besinnungslosen Schwenken von Israelfahnen und einer ebenso knalldummen, besinnungslosen Muslimenfeindlichkeit äußert. Man wird todsicher bei jedem Deutschen, den man beim Rumfuchteln mit besagter Fahne erwischt, einen Sockenschuß entdecken, komme er von links oder rechts oder sonstwo her.

    Ähnlich verhält sich mit dem komplementären, aber selteneren “Palästinenser-Knacks”. In Deutschland ist das alles hauptsächlich die Projektionsfläche für eigene nationalneurotische Befindlichkeiten. Am schönsten bei der frühen RAF, die Westdeutschland, auf der symbolischen Ebene nicht ganz unschlüssig, als einen erweiterten “Gazastreifen” betrachtete. Das paßt ja nicht schlecht auf das seelisch entortete, geistig verwüstete Niemandsland, indessen der moderne Deutsche eher einem Ahasver gleicht, der um jeden Preis so mobil, ungebunden, universal und kosmopolitisch sein will, wie es ihm die Juden vorgemacht haben. Parole: Lieber ein locker-flockiges Matzes-Knäcke als ne tumbe teutsche Kartoffel!

    Ich empfinde es jedenfalls als Zumutung, die Gretchenfrage “Juden oder Palästinenser” vor die Brust gesetzt zu bekommen. Die Interessen Israels sind indessen niemand anderes Interessen, da können noch soviel anti-islamische Sühnedeutsche angebuckelt kommen und auf Waffenbrüderschaft herumbiedern.

    Israel. Neulich hat mir ein Israeli erklärt: “Israeli people are the most prejudiced and racist in the world.” -“Prejudiced against whom?” fragte ich. “Against everybody else!” Damit habt ihr auch meine persönliche Meinung, wer der hauptverantwortliche Malefiz im Nahen Osten ist, bei aller Bewunderung für das, was Israel den Namen eines modernen “Sparta” verschafft hat.  Auch daß die Palästinenser historisch grundsätzlich im Recht sind, kann niemand bestreiten, der nicht von der zionistischen Propaganda geblendet ist. Das Land war eine Mißgeburt von Anfang an, und steht unter einem blutigen Fluch, der weiteres Unheil fortzeugen wird. Das ist meine nüchterne Meinung, meinem Wissenstand gemäß, für meinen Seelenhaushalt ist das gänzlich unerheblich, und für mein Seelenheil erst recht. Hugh, Shalom, Salemaleikum und Mazeltov.

  • Nimms mir nicht übel, ThePassenger, aber Deine Einschätzung des Islam scheint mir ziemlich blauäugig zu sein, und wüsste auch ganz gerne, aus welchem politisch korrekten Gutmenschentraktätchen Du die Vorstellung hast, Islamkritiker propagierten “Hass gegen Moslems, nur weil sie Moslems sind” oder hätten nur “einfach ‘Jude’ gegen ‘Moslem’ ausgetauscht und hetzt fast wieder wie in alten Zeiten”. Meine Güte, was für Latzhosenklischees!

    Wenn Du Dich sowohl über den Islam als über die an ihm geübte Kritik genauer informieren möchtest, empfehle ich Dir als Einstieg diese drei Texte, die zufällig alle von mir sind:

    http://www.korrektheiten.com/2008/07/27/der-mekkanische-koran-eine-themenanalyse/
    http://www.korrektheiten.com/2008/09/20/der-medinensische-koran-eine-themenanalyse/
    http://www.korrektheiten.com/2009/02/16/wie-islamisierung-funktionierte-und-funktioniert-und-funktionieren-wird/

    Bring aber ein bisschen Zeit mit, die Texte sind lang.

    Für Dich, Vinneuil, gilt diese Empfehlung selbstverständlich nicht. Perlen vor die Säue zu schütten gehört nicht zu meinen Lieblingssportarten.

  • Vinneuil:

    Und noch was: der “100 Israel”-Kollege ist kein “patriotischer Blogger”, sondern ein cholerischer Vollesel mit einer unverarbeiten Sühneneurose, der heillose Typus, der aufrecht zu gehen glaubt, und sich dabei permanent zwanghaft verkrümmt…

  • karl-friedrich:

    @ ThePassenger

    “Hass gegen Moslems, nur weil sie Moslems sind, scheint mir da nicht der richtige Weg.”

    Das kann man unterschreiben, das wäre sicherlich nicht richtig, aber woher kommt den der Hass?

    Das liegt doch nur daran, das sich diese Kameltreiber einfach nicht benehmen können, jetzt geht mal wieder der Gaul mit mir durch, das sind doch die Fakten.

    Wenn ich mal die letzten 3 Jahrzehnte zurück denke, kann ich mich nicht daran erinnern, das es jemals so viele Probleme mit Einwandern wie  z.B. Italiener, Spanier, Griechen, Jugoslawen usw. gegeben hätte, wie mit diesen Menschen.

    Ich weiche jetzt vom Thema ab, aber das kann man doch nicht so stehen lassen, fakt ist, frei nach dem Sprichtwort: Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus.

    Würden die sich hier anständig benehmen, wie es vor Ihnen schon viele andere Einwanderer gemacht haben, wäre dies sicherlich alles kein Problem.

    Aber das können sich nicht, weil sie aus einem anderen Kulturkreis kommen, der mit uns nicht kompatibel ist.

    Was ich nicht verstehe ist, in anderen Ländern gibt es so hohe Anforderungen an die Einwanderer, aber bei uns, kann jeder kommen der noch nicht einmal seinen Namen schreiben kann.

    However, sicherlich hat dies alles mit unserer Geschichte zu tun, und es wird immer damit zu tun haben.

    Ich möchte aber noch zu bedenken geben, das die Generation aus dem HC, bald nicht mehr da ist, dann werden wir ja sehen, wie sich Deutschland weiterentwickelt.

  • Ach ja, und für alle, die glauben, man müsste Leuten wie Kramer in den Arsch kriechen, um nicht als Antisemit zu gelten: Lest mal bei Kewil nach, was der über Kramer – und überhaupt über dieses deutschfeindliche ZDJ-Judentum – schreibt. Und Kewil ist alles, aber bestimmt kein Antisemit.

    Wer natürlich mit Judenhass derart vollgepumpt ist, dass er ihm bei jeder Gelegenheit aus den Ohren quillt, tut allerdings gut daran, das ganze Thema zu meiden.  

    Israel ist ein ganz anderer Punkt und hat mit dem organisierten Diasporajudentum herzlich wenig zu tun. Die Israelis interessieren sich nicht für Europa, auch nicht für Deutschland, weil sie die Europäer zu Recht für dekadente Laberköpfe halten. Ernstgenommen werden dort von allen westlichen Ländern die Amerikaner und sonst niemand. Die Vorstellung, in Israel würden die Leute von Deutschenhass zerfressen, ist lachhaft. Sofen sie sich überhaupt für uns interessieren (und sie haben Sorgen, die weiß Gott vorrangig sind), sind wir im Vergleich zu anderen europäischen Völkern relativ wohlgelitten, weil wir ihnen regelmäßig Politiker wie Joschka Fischer und Angela Merkel schicken, die freundschaftlich wenigstens daherreden.

  • ThePassenger:

    @karl-friedrich

    Herzlich Willkommen zur Nachtschicht.

    Ich möchte so entgegenen:
    Kaum einer dieser “Kameltreiber” könnte sich ein solches Verhalten in seinem eigenen Land erlauben. Drakonische Strafen, vom Handabhacken bis zum Baukran, wären die Folgen. Vom “Zorn des Volkes” (bei dem die dortigen Sicherheitskräfte gerne wegschauen) will ich garnicht reden. Es ist also keine Sache des Islam, sondern unsere eigenes Unvermögen.

    Man kann kritisieren dass diese Kulturen so archaisch sind, doch scheinbar wissen die dortigen Machthaber mit den “Ihrigen” recht gut umzugehen. Wer sind wir, dass wir die Mulsime in ihren eigenen Ländern kritisieren? Das ist deren Sache, wir sollten, ebenso wie die Muslime, vor der eigenen Haustüre kehren.

    Nur wir dekantenen Westeuropäer meinen so Tolerant sein zu müssen solches Verhalten durchgehen lassen zu müssen. Selbst die “Melting-Pots” haben wesentlich striktere Gesetzgebungen und das nicht ohne Grund. Wir sind dabei unsere eigene, althergebrachte Kultur mit derjenigen der “Melting-Pots” zu substituieren, allerdings ohne die notwendigen restriktiven Maßnahmen treffen zu wollen – weil wir (Europäer) ja immer & alles besser wissen.

    Und es ist eben nicht nur die dt. Geschichte. Die Situation in Frankreich, Belgien, Holland oder den skandinavischen Ländern ist ähnlich. Es ist eines der Grundübel der EU, eines ihrer der Fundamente.

    Wir haben Gesetze nach denen wir Straftäter veruteilen können. Wir müssen niemanden wegen seiner Religion oder Weltanschauung schuldig erklären. Würden diese Gesetze doch nur endlich einmal objektiv angewandt. Kein Migranten- oder Moslem-Bonus, sondern z.B. wie in den USA, “Three and you’re out!” oder in Singapur: Drogen = +20 Jahre oder gleich Rübe ab, selbst bei kleinsten Mengen.

    Der HC wird weiter wirken, dafür braucht es keine Überlebenden, die “Infrastruktur der Schuld” ist geschaffen und wird weiter genutzt werden, unhinterfragt und “gesetzlich” geschützt.

    Was dem Franzosen, Spanier, Briten, Holländer oder Portugiesen die koloniale Vergangenheit ist unser Holocaust – in Bezug auf die Moslems zumindest. Wir haben keine nenneswerte koloniale Vergangenheit, wir haben nie Sklaven gehandelt sondern waren Isolationisten, unser Sündenfall war (ist!) der HC.

    Ich will nicht schauen wie sich Deutschland weiter entwickelt, sondern ich will gestalten. Und zwar gemäß des kategorischen Imperativ von Kant:
    „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

    Ein heres Ziel, doch der Weg ist das Ziel.

  • @ThePassenger:
    Du schreibst “Kaum einer dieser “Kameltreiber” könnte sich ein solches Verhalten in seinem eigenen Land erlauben” – dem möchte ich deutlichst widersprechen. Ein Blick in eine ägyptische Tageszeitung genügt schon, dann liest man all die schönen Dinge, die hier im Blog auch ständig berichtet werden. Ob Berlin oder Kairo macht da keinen großen Unterschied, wenn man das Gefühl hat, seinen Nachbarn abstechen zu müssen…

    Natürlich spielt “unser eigenes Unvermögen” auch mit rein, wären die Strafen härter, ließe sich sicher so einiges verhindern. Und sei es nur, weil der potentielle Täter ein paar Jahre länger im Knast sitzt.

    Zum Thema an sich: Ich denke, dass, wenn man nur eine Partei wählen könnte, die Wahl immer auf die Juden fallen müsste, schon allein weil sie historisch so eng mit Deutschland verbunden sind – vor dem Holocaust, wohlgemerkt. Dazu müsste man aber, gerade für die Juden in Deutschland, das Bekenntnis zu Deutschland wieder zur Möglichkeit machen. Es ist doch viel verlockender, sich zu einem Volk Israel zu bekennen, das einen starken Nationalstaat sein Eigen nennen kann, und dessen Führer sich anscheinend von niemandem in ihr Geschäft hineinreden lassen, als sich zu einem Deutschland zu bekennen, dessen Kanzler und Präsidenten stets den Bückling machen, und auf die Auflösung der eigenen Nation bedacht sind. Die Juden, die im 1. WK in deutschen Gräben gefallen sind, kämpften schließlich auch nicht für Israel.

    Mit einem starken Deutschland wird sich der auf unser aller Nasenspitzen herumtanzende ZDJ auch erledigt haben. Ohne es wird er unbekümmert fortfahren, egal ob wir uns nun alle für oder gegen die Juden bekennen.

    Daher würde ich, wie auch Falkenstein weiter oben schon, für die Vertreibung der “Nostalgiker” und “Paranoiden”, die im einleitenden Beitrag angesprochen wird, auch die Unvereinbarkeit des Nationalsozialismus mit Deutschland herausstreichen. Deutschland braucht keine Sozialisten. Deutschland braucht keinen europäischen Superstaat. Deutschland braucht Souveränität für das deutsche Volk. Vielleicht könnte in der Hinsicht der Vorstoß der FPÖ bzgl. Südtirol ein Befreiungsschlag sein. Falls es da zu einer Volksabstimmung kommen sollte, und falls die Südtiroler sich zu Österreich bekennen würden, dann wäre, zumindest theoretisch, in Sachen deutscher Grenzen wieder alles offen, und dann würde vielleicht auch wieder mehr Gewicht auf das Volk als das den Staat konstituierende Element fallen.

  • Kassandra:

    Das Hauptproblem, um das es in dieser Diskussion hier geht, ist doch
    folgendes meiner Meinung nach:
    “Wie erhalten wir unseren Nationalstaat, auf den wir stolz sein können (dürfen), ohne als Nazis beschimpft zu werden.”

    Ich finde, wenn diese Frage nur auf Deutschland bezogen wird, ist dies zu kurz gegriffen. Die Angriffe auf den Nationalstatt findet in allen EU-Ländern statt. Und zwar mit unterschiedlichen Begründungen. Mal ist es der Kolonialismus, mal ist es der Faschismus. Bei uns ist es der Nationalsozialismus und der Holocaust. Unseren Zentralrat betrachte ich da eher als Trittbrettfahrer, der seine Vorteile aus dieser Gemengelage zieht.

    Dieser Kampf gegen den Nationalstaat findet europaweit mit allen Mitteln statt und bisher mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die osteuropäischen Staaten scheinen bisher noch einigermassen resistent zu sein. Italien vielleicht auch. Aber vor allem Spanien existiert eigentlich nur noch pro Forma. Spanien ist noch schlimmer dran als Deutschland. Dort wurde mit der Kolonialismus- und Franco-Keule und mit Hilfe der Linken und Separatisten das Land in seine Einzelteile zerlegt und ist der massiven moslemischen Einwanderung nicht mehr gewachsen. Die Zentralregierung (Zapatero) will und kann nichts dagegen unternehmen.

    Die Abschaffung der Nationalstaaten ist europaweit gewollt. Und wir sollten europaweit dagegen vorgehen. Von wem ist sie gewollt? Ich weiss es nicht, aber ich denke, da steht die EU dahinter. Gab es nicht im Rahmen der Europawahl die Diskussion über das EU-Parlament, das kein richtiges Parlament sein kann, weil es kein europäisches Volk gibt, sondern nur nationale Völker? Das muss halt in der deren Augen geändert werden, egal wie.

  • […] bekennendes “Proamerikanisch!” oder ein philosemitisches “Proisrael!” [-> aktuelle Diskussion hier] zu stärken suchen. Es scheint, dass nicht nur die Ehrfurcht vor der Nazikeule sondern auch die […]

  • Vinneuil:

    Ach ja, und für alle, die glauben, man müsste Leuten wie Kramer in den Arsch kriechen, um nicht als Antisemit zu gelten: Lest mal bei Kewil nach, was der über Kramer – und überhaupt über dieses deutschfeindliche ZDJ-Judentum – schreibt. Und Kewil ist alles, aber bestimmt kein Antisemit.

    Das ist ja nicht der Punkt. Die Frage ist, inwiefern es Erfolg bringt, als “strategischer Philosemit” zu agieren. Meinungen und Positionen wie die Kewils blühen wie Sand am Bloggermeer, aber realpolitisch ist das gänzlich unerheblich. Eine realpolitische, “philosemitische” Strategie käme an dem Kotau nicht vorbei, da sich ohne die Absegnung des ZdJ niemand offiziell “Philosemit” schimpfen darf.

    Israel ist ein ganz anderer Punkt und hat mit dem organisierten Diasporajudentum herzlich wenig zu tun.

    Das ist völlig falsch, und vor allem auch ganz bestimmt nicht die Meinung des “organisierten Diasporajudentums”.  Für letzteres spielt Israel eine ganz entscheidende symbolische Rolle. Weswegen auch der alte Vorwurf der “doppelten Loyalität” immer wieder virulent wird. In den USA ist das besonders prekär.

    Sofen sie sich überhaupt für uns interessieren (und sie haben Sorgen, die weiß Gott vorrangig sind), sind wir im Vergleich zu anderen europäischen Völkern relativ wohlgelitten, weil wir ihnen regelmäßig Politiker wie Joschka Fischer und Angela Merkel schicken, die freundschaftlich wenigstens daherreden

    Sie sind nicht “von Deutschenhaß zerfressen”, aber sie hegen starke Ressentiments, und erleben es selbstverständlich als Genugtuung, wenn deutsche Politiker wie Fischer, Merkel oder Köhler angekrochen kommen, um ihre Unterwerfung oder Unterstützung signalisieren. Darum hat man Israel auch ein politisches Interesse daran, daß die Sühnedeutschen in der BRD an der Macht bleiben.

  • Wahnfried:

    Naja, natürlich braucht es einen nicht zu kümmern, was der politische Gegner von einem sagt und man kann mit recht verweigern, sich überhaupt aberwitziger Vorwürfe anzunehmen, aber was bringt es, wenn man auf diesem Weg die Meinung der Öffentlichkeit quasi kampflos preisgibt? Letztendlich scheint es auf die Überlegung hinaus zu laufen, ob man versuchen mag die Anwendung der Nazikeule wenigstens zu erschweren, mit ungewissen Ausgang, oder ob man es von vorneherein für aussichtslos hält.

  • Für letzteres [das Disaporajudentum] spielt Israel eine ganz entscheidende symbolische Rolle.

    Ja, aber umgekehrt spielt die Diaspora eben keine bedeutende Rolle für Israel.

    …aber sie [die Israelis] hegen starke Ressentiments, und erleben es selbstverständlich als Genugtuung, wenn deutsche Politiker wie Fischer, Merkel oder Köhler angekrochen kommen

    Das ist nun wirklich selbsterfundener Schwachsinn und ohne das A-Wort überhaupt nicht zu beschreiben. Die sind einfach froh, sich darauf verlassen zu können, dass die Boykottpolitik der Araber von Deutschland unterlaufen wird, während man das von den Engländern oder Skandinaviern eben nicht behaupten kann, und im übrigen interessieren sich die meisten nicht besonders für Deutschland. Die wenigen, die es doch tun, sypathisieren eher damit.

  • Sir Toby:

    30 Beiträge – und die meisten vergleichsweise ellenlang. Was beweist: Wes das Herz voll ist, des geht der Mund (die Tastatur) über!

  • Vinneuil:

    >Ja, aber umgekehrt spielt die Diaspora eben keine bedeutende Rolle für
    >Israel.

    Ohne die mächtige Israel-Lobby in den USA und den Rückhalt, den das Land bei amerikanischen Juden genießt, wäre Israel heute nicht, wo es ist. Auch in anderen Ländern sind die politischen und publizistischen Dienste der Diaspora-Juden ein bedeutender Faktor.

    >Das ist nun wirklich selbsterfundener Schwachsinn und ohne das A-Wort
    >überhaupt nicht zu beschreiben

    Tut mir herzlich leid, Dein treuherzig-naives Weltbild stören müssen, aber das habe ich mehrfach von Israelis bestätigt bekommen, sowohl indirekt als auch direkt. Ein Land und ein Volk, das derart vom “Holocaust” und von seiner eigenen Opferrolle besessen ist, kann auch zu den Deutschen kein ungestörtes Verhältnis haben. Und Du kannst Gift darauf nehmen, dass würdelose Kniefall-Szenen wie der heulende Köhler in Yad Vashem bewußt inszeniert sind, einem tiefen Genugtuungsbedürfnis nachkommen, und vor allem prüfen sollen, ob die Leine noch straff sitzt. Warum sonst meinst Du, sind bisher soviele deutsche Gelder und “Geschenke” an Israel  gegangen?

    http://www.tagesschau.de/inland/meldung136402.html

    Wie das alles anfing, kann man im unverblümten Detail in der Autobiographie von Nahum Goldmann “Das jüdische Paradox” nachlesen, viel Spaß dabei, da bleibt einem wirklich die Spucke weg…

  • @ Vinneuil:
    Wenn es sich tatsächlich so verhielte, wie Du behauptest, so müsste man den Israelis bescheinigen, dass sie ihre Deutschfeindlichkeit weitaus gekonnter zu verschleiern wissen als Du Deinen Antisemitismus. Vielleicht solltest Du Dir einfach mal ein Beispiel nehmen.

  • Vinneuil:

    @ Manfred: Na, lange hat es nicht gedauert, bis Du die altbewährte, ehrabschneidende Keule aus der untersten Schublade ausgepackt hast, wie es all die schlichten, überforderten Gemüter und Nichtswisser zu tun pflegen, wenn ihnen die Argumente ausgehen und sie mit Tatsachen konfrontiert werden, die ihr kleines, biederes Weltbild zum Taumeln bringen. Wegen Betongehirnen wie Dir ist es umöglich, ein offenes Gespräch über diese Dinge zu führen.  Informier Dich lieber etwas besser über die Materie, bevor Du hier unverschämt wirst.

  • Vinneuil:

    Und nebenbei, nicht einmal richtig lesen kannst Du: Ich habe nirgends geschrieben, daß Israelis “deutschfeindlich” sind.

    Ich habe lediglich gesagt, daß die Ressentiments gegen Deutsche (wie überhaupt Ressentiments gegen Nicht-Juden an sich) in Israel weit verbreitet sind, was ich aus erster Hand weiß, und daß die israelische Regierung ein ganz klares politisches (und materielles) Interesse daran hat, daß in Deutschland die Elite der “Sühnedeutschen” à la Merkel & Co an der Macht bleibt (was meine persönliche Schlußfolgerung aus der Beobachtung der bisherigen politisch-diplomatischen Beziehungen ist. Für Dinge wie das großzügig geschenkte U-Boot darfst Du mir gern eine Erklärung liefern). Das gilt auch für Österreich, ich erinnere an das Jahr 2000, als Israel aus Protest gegen die FPÖ seinen Botschafter zurückrief.

    Nein, nein, die Israelis sind nur unsere Freunde, solange die Dumpfmerkels brav Frauchen machen und sich von professionellen Schmierendarstellern wie Elie Wiesel als Büßerfigur vorführen lassen, die JoFischkas Auschwitz zum Gründungsmythos der Bundesrepublik erklären, und sich unsere Präsidenten vor laufender Kamera durch Yad Vashem rotzwassern und vor der Knesset (!) artig “in Scham und Demut verneigen” (*kotz*) (*kotzII*).

    Also wer hier nicht merkt, was hier für ein übles politisches Spiel gespielt wird, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen, von Geschmacksfragen mal ganz abgesehen.

    PS: Haha, achso, jetzt erst kapiere ich das “A-Wort”! Ich dachte, Du meintest “Arschl*ch”. ^_^  Meine Güte, solche Reflexe hätte ich niemandem ernsthaft zugetraut, der hier mitschreibt und mitliest…

  • BuergeJoerg:

    @Wahnfried

    Zitat:
    “Letztendlich scheint es auf die Überlegung hinaus zu laufen, ob man versuchen mag die Anwendung der Nazikeule wenigstens zu erschweren, mit ungewissen Ausgang, oder ob man es von vorneherein für aussichtslos hält”.

    Dieser ungewisse Ausgang wäre mir zu risikobehaftet – und es besteht die Gefahr bestimmte Kreise zu stärken, denen sicherlich nichts am Wohl Deutschlands liegt.

    Die Schwierigkeit liegt, wie – Vinneuil – bereits beschrieben hat, in der ungesunden Macht Israels.

    Eine sehr interessanten Aussage zur Israel-Lobby (AIPAC):

    “Ich saß einmal in Paris zusammen mit einem sehr bekannten US-Senator, einem Demokraten, der mir eine Geschichte erzählte unter der Bedingung, dass ich sie nur weitererzählen dürfte, wenn ich seinen Namen nicht nenne.

    Nach ein paar Gläsern Wein begann er sehr kritische Dinge über Israel zu sagen, über AIPAC, über die Tatsache, dass sein Land nicht unabhängig von AIPAC Politik machen könne, über den absurden Einfluss von AIPAC.

    Ich sagte daraufhin: Senator, was Sie sagen, entspricht im Prinzip meiner eigenen Meinung. Warum äußern Sie sich nicht in der
    Öffentlichkeit? Wegen der jüdischen Wähler? Nein, sagte der Senator.
    In meinem Staat wohnen nur wenige Juden, und die wählen mich so oder so. Als Antisemit würde man mich auch nicht beschimpfen, weil ich für das Gegenteil bekannt bin.

    Die Gründe sind andere. Wenn ich im Senat eine Rede hielte, in der ich sagen würde:
    AIPAC ist zu einflussreich; wir haben Israel zu weit gehen lassen; die
    Siedlungen sind eine Katastrophe; die Palästinenser müssen endlich einen Staat bekommen; Israel muss sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen; und wenn nötig, müssen wir Israel dazu zwingen – dann würden 20, höchsten 25 Senatoren mir zustimmen.
    Aber als Senator würde ich nie wieder einen Gesetzesentwurf durchbringen können, nie wieder etwas zur Abstimmung bringen können, nie wieder eine wichtige Position in einem Ausschuss bekleiden können.
    Ich wäre erledigt.
    AIPAC würde genügend Kollegen von mir finden und mit Wahlkampfspenden dafür belohnen, dass sie sich nie wieder mit mir einließen.

    Und wozu sollte ich mich opfern?
    Auf die Dinge, die mir wichtig sind – neue Bahnlinien für meinen Staat oder mehr Geld für Krankenhäuser – zu verzichten, um ein paar nette Sätze über den Nahen Osten zu sagen, die ohnehin nichts bringen?”

    (Quelle: Auszug aus einem Radio-Feature von DRADIO, Beitrag von Tony Judt, britsicher Historiker).

    Das ist m.M. schon starker Tobak – einem solchen Interessengemenge sollte man auch nicht “philosemitsich” die Hand reichen….

  • In Wahnfrieds Artikel ging es doch nicht darum, wie der Nazikeule zu entkommen sei – das gelingt sowieso nicht, sobald man von Hurra-Multi-Kulti, Hurra-Islam, Hurra-Zuwanderung, Hurra-Globalisierung abweicht und statt dessen einen souveränen Nationalstaat mit seinen christlichen Wurzeln präferiert. Also ab mit diesen Nazikeulenschwinger in Ablage “U” wie “Unbelehrbare”.

    Es ging darum, wie man auf so einem Blog wie Vaterland [und andere nationale Blogs] sich die Ewig-gestrigen Hurra-Hitler-Anhänger vom Bloghals hält, weil genaus diese Leute es der BRD-Regierung [plus den multinationalen Wirtschaftsunternehmen und ihren nützlichen Idioten, den Linken] so einfach macht, den Nationalstaat und jede Forderung nach einem Nationalstaat zu diskreditieren.

    Außerdem kann keine Gegenwart – und erst recht keine Zukunft – die heutigen Probleme und Gefahren, mit Leuten gestaltet oder diskutiert werden, deren hauptsächliches Interesse und Leidenschaft auf vergangene Politik und Ereignisse von vor über einem halben Jahrhundert fixiert ist.

  • @Judith:
    Deinem letzten Satz muss ich widersprechen – es heißt ja nicht umsonst: “Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.”
     
    Gerade dieses wissen um die Vergangenheit ist es doch, das den Lesern hier erst ermöglicht, den roten Faschismus als das zu erkennen, was er ist. Und nicht umsonst kommen aus der Vergangenheit all die klugen Aphorismen, die so treffend unsere heutigen Probleme beschreiben. Eine Interessensfixierung auf vergangene Zeiten sollte man niemandem zum Vorwurf machen. Erst recht nicht, wenn früher wirklich alles besser war. ;)

  • @ Flo the G

    Hallo Flo: Ich schrieb “deren hauptsächliches Interesse und Leidenschaft auf vergangene Politik und Ereignisse von vor über einem halben Jahrhundert fixiert ist.”

    Fixiert. Das hat mit dem Prinzip “aus der Vergangenheit lernen” überhaupt nichts zu tun ;-)

    Deshalb zurück zum Kernpunkt: Wie hält man sich auf einem Blog wie diesen die ewig-gestrigen Hurra-Hitler-Fantasten [aus oben genannten Gründen] am effektivsten vom Bloghals? Andere Vorschläge als den von Wahnfried vorgeschlagenen plakativen Philosemitismus?

  • Wahr-Sager:

    @Judith:
    Wie wärs einfach, indem man deutlich klarstellt, dass Hurra-Hitler-Fantasten in so einem Blog nichts zu suchen haben?

  • @ Wahr-Sager

    Das wurde mehr als einmal deutlich klar gemacht – aber auf dem Ohr sind sie taub. Sieht man auch daran, weil die Themen i.d.R. gar nicht Adolf Hitler und seine NS-Politik betreffen – es ist eigentlich egal, worüber man postet: Sobald das Thema Flucht, Vertreibung, WK II, weitere Wiedergutmachungsforderungen, ZdJ etc gepostet wird, sind diese Steckengebliebenen da und kommen spätestens nach dem zweiten Post auf ihr Fixum – die Judenvernichtung und/oder A.H. In der Beziehung gleichen sie dem ZdJ und seinen Kohorten auf’s Haar. Festbetoniert in der NS-Zeit.

    Aber die Idee ist nicht schlecht – ich versuche es nach dem Urlaub noch einmal entweder mit einem Blogartikel oder mit einem Schild [Hitler und Pol-Pot-Verehrer unerwünscht hehe].

  • Wahr-Sager:

    @Judith:
    Also, ich weiß ja nicht, ob du mich jetzt auch dazu zählst, aber wenn ich mit dem Hol§cau$t anfange, dann geht es mir primär darum, dass in unserer heutigen Zeit Andersdenkende als “Holocaustleugner” verunglimpft und mit rigiden Strafen belegt werden. Deswegen bin ich aber nicht in dieser Zeit damals “steckengeblieben”.
    Wie wärs mit einem Schild “Rote und Braune haben hier nichts zu suchen!”?

  • @ Wahr-Sager

    Nein, ich zähle dich nicht dazu, sonst hätte ich dir eine Mail geschrieben mit der Bitte, hier nicht mehr zu posten. Das ist doch quatsch.

    Was ich von Revisionismus a la Horst Mahler halte, darüber haben wir uns ja ausführlich genug unterhalten – und auch, dass das hier auf dem Blog kein Thema ist.

    Das mit dem Schild “Rote und Braune haben hier nichts zu suchen!” ist gut. Evt. erweitere ich es um “Rote, braune und grüne Sozialisten” haben hier nichts zu suchen. hehe. ;-)

  • @Judith:
    Dann hab ich das fehlinterpretiert – hat mich immerhin gezwungen, den richtigen Wortlaut des Zitates nochmal herauszusuchen, umsonst war es also nicht. ;)
     
    Bzgl. Schild: die Sozialisten sollten auf jeden Fall auch angesprochen werden, dann begreifen auch die (geistreich getarnten) “Nationalen Sozialisten” dass sie gemeint sind.

  • Vinneuil:

    Nochmal in aller Deutlichkeit nachgetragen: man sollte sich in erster Linie über die Feindbestimmung verständigen. Da ist die “Judengretchenfrage” nur ein Nebenschauplatz. Ich denke, der eigentliche Feind einer nationalen Renaissance ist der “Schuldkult”, die VB, oder wie immer man es nennen mag, mit allen möglichen und unmöglichen Verästelungen.
    Nun ist es leider so, daß das moderne Judentum, quer durch alle Lager, von Israel bis zu den Diasporajuden durch eine Post-Holocaust-Identität geeint ist, mit nur wenigen Ausnahmen. Diese ist nichts anderes als die Kehrseite der Schuldkult-Identität der Deutschen.

    Darum werden die meisten Juden jeglichen Versuch, dem entgegenzusteuern, ob politisch, metapolitisch, geschichtspolitisch, diplomatisch, kulturell, verbissen bekämpfen, was man ja auch täglich beobachten kann. Jegliche Positionierung gegen diesen Komplex führt unweigerlich zum Kollisionskurs mit jüdischen Organisationen, Lobbys, Interessenverbänden etc.

    Das ist ein tragisches, schier unlösbares Problem: denn während die Deutschen mit der Aufgabe dieses Komplexes alles zu gewinnen haben, haben die Juden damit alles zu verlieren.

  • Vinneuil:

    Da hätte man auch ein gutes Abgrenzungskriterium: gegenüber denen, die den “Schuldkult” durch NS-Glorifizierung (anstelle von NS-Historisierung) ersetzen wollen.

  • diegedankensindfrei:

    Jegliche Positionierung gegen diesen Komplex führt unweigerlich zum Kollisionskurs mit jüdischen Organisationen, Lobbys, Interessenverbänden etc.
    Vor allem aber zum Frontalzusammenstoß mit den deutschen Medien, Lobbys und Interessenverbänden…
    Ich blende diesen ganzen “Komplex” einfach aus. Er blockiert durch seine brutale Schieflage jedes vernünftige politische Denken und Handeln.
    Der Begriff  “Strategisches Philosemitentum” verbrämt für mein Empfinden rückgratlose, unterwürfige Anbiederei. Kommt für mich nicht in Frage.
     

  • Vinneuil:

     
    Vor allem aber zum Frontalzusammenstoß mit den deutschen Medien, Lobbys und Interessenverbänden…

    Klar, aber wie gesagt:

    während die Deutschen mit der Aufgabe dieses Komplexes alles zu gewinnen haben, haben die Juden damit alles zu verlieren.

    Und dazu:

    Ich blende diesen ganzen “Komplex” einfach aus. Er blockiert durch seine brutale Schieflage jedes vernünftige politische Denken und Handeln.

    Ich würde ihn auch gerne “ausblenden”. Aber es geht nicht. Stell Dir vor, es ist VB und keiner geht hin…

  • Bernhard:

    In Anbetracht dessen, was den ein “Philosemitismus” überhaupt sagen will, sehe ich es denoch so, das dies eigentlich für alle gleichermassen gilt. Egal für welche Völker, Religionen usw. Aber derjenige der versucht, den “Philosemitismus” als Schild gegen die “religiöse” Barbarei des Islam zu nehmen, wird irgendwann bemerken, das sich der Schild gegen ihn selbst richtet. Denn, Feind ist der, der uns nicht selbstständig leben läßt und das ist mit Sicherheit nicht der Islam. Das deutsche Volk an sich, hatte und hat im Grund gar keine Feinde, also sollte man sich fragen, was der ganze Zauber im deutschen Lande den nun soll? Philosemitismus als Antwort auf ein freies, selbstständiges Leben? Anlehnung an unsere Unterdrücker? Nicht umsonst waren wir das Land der Dichter und der Denker, was hindert uns nun daran zu denken und zu begreifen, das nur wir aus uns heraus wieder beginnen können zu leben. Judith hat eigentlich ein Thema aufgegriffen, das hier in Deutschland wohl Richtungsweisend sein könnte, obwohl es grundlegend falsch ist. Denn die Definition eines Volkes liegt nicht in den Interessensgrundlagen fremder ( imperialistischer Philosophie ) Hände. Die herausragendsten Eigenschaften der Deutschen waren und sind : Fleiß, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Redsamkeit, allen voran die Sittlichkeit. Respekt vor anderen Völkern und Kulturen. Die Nichteinmischung in fremde Politik ( hier natürlich mit einigen Ausnahmen ). Wer aber sehen kann was in Deutschem Lande so geschieht, der wird erkennen, das genau das Gegenteil sich einstellt. Aber nur nicht durch uns selbst. Unter anderem aber die Annahme fremder Ideen und Strömungen, darunter auch der sogenannte “Philosemitismus”.

  • @ Vinneuil: Ich bin ziemlich empfindlich, wenn ich mit Deutschfeindlichkeit konfrontiert werde, auch dann, wenn sie von Juden kommt, und ich bin schon des öfteren mit jüdischer Deutschfeindlichkeit konfrontiert worden. Aber eben von einheimischen Juden, nicht von israelischen. Und mit denen habe ich weiß Gott Erfahrungen aus erster Hand gemacht, und zwar gute.
     
    Wenn die sich von Deinen unterscheiden, dann liegt das womöglich daran, dass ich meinen israelischen Gesprächspartnern keine antisemitischen Klischees um die Ohren haue und auch nicht versuche, ihnen von angeblich höherer Warte aus den Nahostkonflikt zu erklären, um mich dann zu wundern, dass sie darauf angefressen reagieren – was dann natürlich ein schlagender Beweis für ihre „Ressentiments“ ist. Und was meine angebliche Ahnungslosigkeit betrifft, so ist dies ein Vorwurf, den man für sich behalten sollte, wenn man selber so wenig zu sagen hat, dass es nicht einmal für einen eigenen Blog reicht.
     
    Im übrigen wird mir erst einmal einer erklären müssen, warum der Vorwurf des Antisemitismus, gerichtet gegen eine Einzelperson aufgrund von deren eigener Argumentation, eine Diskussion so viel schwerer machen soll als der pauschale Vorwurf der Deutschfeindlichkeit (oder, wenn Du dieses Synonym nun einmal partout bevorzugst, der der Ressentiments gegen Deutsche) gegen eine ganze Nation. (Und komme mir nicht ausgerechnet mit dem „Spiegel“ als Quelle – wer diesen Brüdern noch irgend etwas glaubt, noch dazu in diesem Zusammenhang, muss wirklich gegen die Bombe gelaufen sein.)

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