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GDP befüchtet Kollaps der inneren Sicherheit

oder doch nur die Kürzung der eigenen Bezüge? In Deutsche Polizei, Ausgabe 08/2009, schreibt sich Conrad Freiberg, Bundesvorsitzender der GDP,  den Frust vom Beamtenherz: Die GdP befürchtet den Kollaps der inneren Sicherheit.

„Durch die hohe Staatsverschuldung, Steuermindereinnahmen und die Finanzierung der sozialen Lasten als Folge der steigenden Arbeitslosigkeit droht ein Desaster der öffentlichen Haushalte. Bereits jetzt wird hinter der Hand von dramatischen Einsparungen im öffentlichen Dienst ab dem nächsten Jahr geredet.

“Nach der Bundestagswahl lässt die Politik die Hosen runter“, so Freiberg, Schon jetzt fahre die Polizei auf den letzten Reserven. Zusätzliche Einsparungen zur Konsolidierung der Haushalte würden mit verschärften sozialen Spannungen zusammentreffen. Das sei ein explosives Gemisch für die innere Sicherheit unseres Landes. Im Kommentar dieser Zeitung schreibt Freiberg auf Seite 4.:

„Wir, die Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes, werden für die gewaltigen Folgekosten der Finanzkrise aufkommen müssen. Und die Leute, die sie verursacht haben, kommen davon. Man wirft ihnen noch Geld hinterher. Es geht um soziale Gerechtigkeit und um Verteilungsgerechtigkeit. Danach müssen die Politiker vor der Wahl gefragt werden.“

Ausgabe der Zeitschrift “Deutsche Polizei” als pdf -datei. Nur eine Anmerkung: Nicht nur “Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes” werden für die Folgekosten der “Finanzkrise” aufkommen müssen – andere Arbeitnehmer auch.

7 Kommentare zu „GDP befüchtet Kollaps der inneren Sicherheit“

  • Gibor:

    “GDP befüchtet Kollaps der inneren Sicherheit oder doch nur die Kürzung der eigenen Bezüge?”

    “… Es geht um soziale Gerechtigkeit und um Verteilungsgerechtigkeit. Danach müssen die Politiker vor der Wahl gefragt werden.“

    Die Ethik jener modernen Hohepriester – wie z.B. diesem GDP-Funktionär… – basiert auf Begriffen wie “soziale Gerechtigkeit”, „Verteilungsgerechtigkeit“, usw.

    Dies alles geschieht im Vorfeld des staatlichen Sozialismus/Kommunismus. Es sollte uns zu denken geben, daß sich derartige Begriffe in linken Diktaturen stets prächtig weiterentwickeln konnten und auch heute noch können. Beiden Bewegungen, dem internationalen Sozialismus wie dem nationalen Sozialismus, ist gemeinsam, daß sie alle nur denkbaren Kräfte einsetzen, um jegliche wirtschaftliche Bewegung zentral zu steuern und zu regulieren. Diktatur und wirtschaftliche Regulation gehen stets Hand in Hand.

    Moderne Diktaturen haben sich aus Demokratien entwickelt, die nach und nach dazu übergegangen sind, die Bevölkerung mittels neuer moralischer Gebote zu steuern, die Wirtschaft zu regulieren, um ihre politischen Ziele ungestört finanzieren und durchführen zu können.

    Politik und öffentlicher Dienst (z.B. Polizei) finanziert sich ausschließlich über Zwangsabgaben, das heißt über Steuern. Je ambitionierter politische Vorhaben sind, je einschneidender sich Politik bemerkbar macht, desto größer ist auch der Verwaltungsapparat, der dies durchführt und desto teurer wird die ganze Angelegenheit.

    Das nötige Geld kann immer nur von jenen kommen, die Dinge produzieren oder die mit Dingen handeln, die andere Menschen freiwillig kaufen. Allein solche Menschen verdienen Geld. Der öffentliche Dienst verdient niemals Geld. Deshalb hat er stets ein Interesse, möglichst viel Geld von anderen Leuten mit Hilfe des Gewaltmonopols zu bekommen.

  • Volker:

    Herr Freiberg hat einen schönes Artikel geschrieben, der viel Wahrheiten enthält. Mich wundert, daß er diese Offenheit hinsichtlich Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung an den Tag legt und gleichzeitig dieselbe GDP-Truppe das Ulfkotte-Buch “Vorsicht Bürgerkrieg” boykottiert. Im Grunde steht da doch das gleiche in grün drin. Ulfkotte sagt lediglich genauer wer hier in Zukunft randalieren wird: Linksradikale & Moslems. Na ja, so direkt darf man das wohl in der Zeitschrift des Herrn Freiberg nicht sagen.
     
    Die Prognose, die er trifft, halte ich für zutreffend. Bei den Beamten wird mit Sicherheit eingespart werden, wie man an anderen Ländern, die schon weiter am Staatsbankrott sind, sehen kann.
     
    Überhaupt wird an vielen Dingen gespart werden, die das Volk derzeit noch bei Laune halten. Schwimmbäder werden schließen, etc…
     
    Das Sozialsystem wird wahrscheinlich ebenfalls drastisch geschliffen werden mit allen damit verbundenen Begleiterscheinungen wie z.B. höhere Kriminalität.
     
    Die Arbeitslosenzahlen werden stärker zunehmen, als er das in seinem Artikel schreibt. Er verwendet ja leider -politisch korrekt- die offiziellen Zahlen. Das wird auch nicht gerade für eine Senkung der Kriminalität sorgen.
     
    Parallel werden wahrscheinlich die Steuern erhöht, was die Leute auch nicht glücklicher machen wird.
     
    Kommen dann noch Dinge wie Inflation und damit der Verlust der Spareinlagen, Lebensversicherung, etc… wie von vielen ernstzunehmenden Analysten vorhergesagt, wird es langsam lustig.
     
    Dann fehlt nur noch ein Impfdesaster, Terrorattentate und ein neuer Krieg im nahen Osten, damit hier der Bär steppt.

  • Freidenker:

    Wenigsten haben wir noch Geld um uns um die innere Sicherheit in Afgahnistan zu kümmern.  ;-)

  • CD:

    “Danach müssen die Politiker vor der Wahl gefragt werden.”

    Das ist immer wieder der gleiche Denkfehler! Verlogenes Wahlpalawer ist so überflüssig wie ein Kropf. Was davon zu halten ist, beschreibt Udo Ulfkotte heute in seinem Artikel: Die hohe Kunst der Volksverdummung – Lügner im Kanzleramt.

  • Chripa:

    Gut, dass er ein paar Probleme anspricht, aber in erster Linie sind diese natürlich nicht mit Geld zu lösen.

  • Obrigkeit:

    Vermutlich hat er wieder einmal Recht, auch wenn die GdP eine rote Gewerkschaft ist und Freiberg ein Linker.

    Die Polizeibeamten haben in den letzten Jahren viel gespart. Zwar haben sie einen “sicheren” Arbeitsplatz, wo man nur ab und an mal den Kopf hinhalten muss. Doch dafür haben sie von vielen Branchen die schlechteste Lohnentwicklung gemacht und das in über 10 Jahren. Es wurden alle Sonderzahlungen gestrichen. OK. Wochenarbeitszeit erhäht. OK. Krankenkasse wird nunmehr selber bezahlt–> –  ca. 200 pro Monat.
    Die Pensoinen werden gekürzt und die Lebensarbeitszeit erhöht. Ja wenns denn sein muss. Personal wird gestrichen und die Streifenbeamten veralten so langsam…Wer soll das verstehen`?

    Die Rücklagen der ganzen Jahre für Pensionen etc. wurden alle für Straßenbau und Infrastruktur ausgegeben. Klar daß jetzt nichts mehr da ist.

    Am Ende wird wieder “normale” Arbeit mit Beamtentum verglichen – was strukturell aber 2 paar Schuhe sind, die sich nicht wirklich am Nettolohn vergleichen lassen- und eine “Neiddebatte” angeleiert. Da werden dann Lehrerbesoldung mit anderen Berufen verglichen werden. (Dabei ist der Lehrer im Einstiegsamt so Besoldet wiedie wenigsten Polizisten am Ende ihrer Dienstjahre.)

    Einsparungen ja, aber gerecht und bei allen bitte im gleichen Verhältnis. Und bitte auch bei den Politsäcken, die ihre Pfründe schon lange sicher haben und das ganze zu ihren Gunsten verwalten und Reformen ihres Standes verhindern.

    http://www.blaulicht-blog.de

  • aloha:

    Es geht um drohende Gehaltseinbußen, sonst würden die Gewerkschaftler ihren Hintern gar nicht aus dem Sessel bewegen.

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