Inhaltsverzeichnis

Jungs Endsiegglaube

Kriegsminister Jung verbeitet Durchhalteparolen und glaubt fest an den Endsieg – deshalb müsse die BW auch weitere 5 – 10 Jahre in Afghanistan eingesetzt bleiben.

„In der letzten Zeit hat sich die Sicherheitslage beispielsweise im Raum Kunduz verschärft. Bis wir Afghanistan endgültig stabilisiert haben, brauchen wir noch mindestens fünf bis zehn Jahre“.

Die Forderung des neuen Natogeneralsekretärs Rasmussen nach Truppenaufstockung lehnt Jung wahlkampfkompatibel ab.

„Wir haben ja schon auf 4 500 Soldaten plus 300 für den Awacs-Einsatz aufgestockt. Wir zahlen für Afghanistan 200 Millionen Euro im Jahr – seit 2002 sind es schon 1,2 Mrd. Insofern kann sich Deutschland sehen lassen, und daher gibt es keinen Grund, jetzt noch mehr Geld oder Truppen zur Verfügung zu stellen“.

Jetzt. Nach der Wahl wird er – falls er dann noch im Amt ist – verkünden, Asmussen habe sich durchgesetzt und man müsse schließlich seinen Bündnispflichten nachkommen. Falls ein anderer im Amt ist, macht das auch nichts: Er wird das selbe sagen.

47 Kommentare zu „Jungs Endsiegglaube“

  • Freidenker:

    Gab es eigentlich schon mal einen erfolgreichen Auslandseinsatz,
    nur damit ich weiss wie ich mir sowas vorzustellen habe ???  ;-)

  • Volker:

    Nur noch Lügen – da glaubt der selbst nicht dran, daß er mit ein paar Tausend Soldaten das hinbekommt, was vor ihm andere Mächte mit dem hundertfachen Aufwand nicht hinbekommen haben: aus Afghanistan ein halbwegs funktionierendes Land zu machen. Nicht in 5 Jahren, nicht in 10 Jahren und nicht in 1000 Jahren.
     
    Und wenn Obama nach der Wahl verlangt, daß wir gefälligst unsere Pflichten als Vasallen erfüllen sollen, dann wird er diesem “Wunsch” natürlich nachkommen.
     
    Rest gelöscht

    Lass mich bloß mit diesem Müll in Ruhe. Die sexuellen Praktiken der Afghanen sind nicht Thema hier. Schreib das in Bild, da passt es hin. Wenn man sonst nichts Gescheites zum Thema zu schreiben weiß, einfach mal die Klappe halten.

    Judith

  • Freidenker:

    Ich bewunder die Amis ja schon,
    besetzen Deutschland, haben glaube ich noch ca. 50000 Soldaten bei uns,
    und schicken die von ihnen besetzten wiederum in Ihrem Auftrag in ein anderes Land um dies wiederum zu besetzen.
    Da muss man erst mal drauf kommen,
    quasi eine sich selbst finanzierende Fremdenlegion.
    Frei nach Wallenstein, der Krieg finanziert den Krieg.

  • westphale:

    Der Herr Jung weiß auch dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist.

    So verabscheuungswürdig viele Verbrechen sind die dort begangen werden, maße ich mir nicht an anderen zu sagen wie sie zu leben haben.

  • Freidenker:

    Man stelle sich mal vor ein Negerstamm (ich meine das nicht abfällig),
    würde bei uns einmaschieren und uns nun vorschreiben immer oben ohne rumzulaufen, wil sie das ja auch tun.
    Und die Frauen welche damit wohl mehr Probleme hätten als die Männer würde nun weiss gemacht sie wurden bisher immer sexsitisch unterdrückt
    und könnten nun endlich frei leben.
    Und Bilder von bekleideten Frauen würden im Negerstamm TV als Zeichen unserer Rückständigkeit dargestellt.
    Der Vergleich hinkt zwar ein bischen, aber was maßen wir uns an den Afgahnen vorzuschreiben wie sie zu leben haben.

  • Freidenker:

    Und als Frau ist es bei uns auch im momment noch verboten oben ohne durch die Stadt zu laufen,
    also erzähle mir nun keiner das man es bei uns ja tun könne wenn man den wolle, und das das der Unerschied zu Afghanistan wäre.

  • @ Freidenker

    Ich stimme mit dir überein, außer mit dem “wir”.  “Wir” [das deutsche Volk] wollen den Afghanen gar nichts beibringen – der Krieg in Afghanistan wird größtenteils abgelehnt. [obwohl die mediale Springer-Klasse schon kräftig am agitieren ist, um die, die dagegen sind, zu “deckeln”.] Und man komme mir jetzt nicht mit den Phrasen von “alles linke”. Das hat mit links oder rechts nichts zu tun.

    Ich hoffe nur, man erinnert sich später daran, dass dieser Krieg keinen Rückhalt im Volk hatte – das ist ein Alleingang sich selbst nennender Eliten. Nicht, dass, wenn es in die Hose geht, die Verantwortung dafür wieder “dem deutschen Volk” zugeschustert wird.

  • Freidenker:

    Mit “wir” meinte ich “den Westen” Nato, etc…….
    und dessen Teil sind “wir” leider nun mal.
    Auch wenn ich mich, oder dich dazu nicht zähle sind “wir” leider ein
    Rädchen im System und finanzieren es zwangsweiße mit.

  • @ Freidenker

    Das stimmt. Zwangsweise. Auf die Unterscheidung lege ich wert.

  • Freidenker:

    Das ich auch so ein Ding,
    von gaaaanz links bis gaaanz rechts nur Ablehnung,
    und trotzdem spielen “wir” Krieg,
    soviel zum Thema Demokratie.

  • Blond:

    Sollte man (damit meine ich ganz speziell uns hier in der Runde) die Taliban machen lassen ?
    P.S.: Ich bin auch gegen den Afghanistan-“Einsatz” (;-)), wie er jetzt vonstatten geht – wenn ueberhaupt, dann mit der noetigen ‘Maschinerie’ !

  • Wahnfried:

    Mittlerweile haben doch Rechte wie Linke ihren persönlichen Frieden mit dem Einsatz in Afghanistan gemacht.
     
    Ich werde wohl nie die Direktübertragung des Parteitags der Grünen vergessen, wo die überwältigende Mehrheit der RednerInnen mit vollem Ernst meinte, daß die Bundeswehr dort mit der Waffe in der Hand die Frauenrechte durchsetzen solle. Überhaupt schwebte da ein wiedererweckter Geist aus der wilhelminischen Zeit durch den Saal. Den Wilden sollen unsere Truppen endlich mal Kultur beibringen, Jawoll!
     
    Im Konservativen Lager hat es darüber ohnehin nie große Diskussionen gegeben. Man weiß halt um die Bündnispflicht und wer darüber bestimmt wann, wo und wie diese zu leisten ist. Keine sehr schöne, wohl aber eine realistische Einschätzung.
     
    Tja, da bleibt nicht mehr viel übrig an Alternativen…

  • Freidenker:

    Eindeutig JA, man sollte sie machen lassen, das ist eine innere Angelegenheit der Afgahnen.
    Was nicht heißt das ich die Taliban, ob es sie als solches gibt sei mal dahingestellt, für angenehme Zeitgenossen halte.
    Aber wenn es danach ginge müssten “wir” die halbe Welt besetzen,
    und die uns.

  • Bitte lest dieses Buch:
    The Pentagon’s New Map Blueprint for Action von Thomas P.M.Barnett.

    Nach der Lektüre seid ihr eingeweiht, versprochen. Dann überrascht euch nichts mehr. Da steht nämlich drin, daß die USA gerade dabei sind den “Weltfrieden” sprich Welttherrschaft einzurichten, wozu es nunmal gehört, jedes widerstrebende Völkchen mit Gewalt und (Psycho)-Terror gefügig zu machen.

    Der Leser erfährt auch, daß die USA das aufgrund Personal- (sprich Soldaten-) Mangels nicht alleine machen können, und deshalb müssen die Verbündeten (sprich Europa) die nötigen Einsatz-Kräfte stellen, um diesen Frieden dauerhaft einzuführen und zu sichern.

    Die Aufgabe wird ewig sein, denn der “Frieden” wird sich nur mit Gewalt durchsetzen lassen. Das Militär der Zukunft wird international sein, seine Aufgabe wird in Kontrolle und Unterdrückung aller Völker bestehen, Niederschlagen von Aufständen, Partisanenbekämpfung, Ausrotten von Widerstandsnestern usw. , alles um den reibunglosen Ablauf der globalen Ökonomie zu gewährleisten.

    Lest dieses Buch und helft mit, daß die darin geplante Horrorvision nicht Wirklichkeit wird! Das Buch ist leider ernst gemeint und kein Scherz.

  • In Afghanistan bekämpfen wir radikale Islamisten. Die Ärmsten müssen dann fliehen und kommen zu uns nach Deutschland.

    Hier dürfen sie all das tun wofür sie in Afganistan totgeschossen werden: radikale Gruppen bilden, Territorium für den Islam erobern, ihre Terrorpläne schmieden, ihren radikalen Glauben in wunderbaren neuen Moscheen ausleben, viele junge Kämpfer zeugen und auf den Djihad vorbereiten ….

  • Saito:

    Langsam sollte sich herumgesprochen haben, dass die GRÜNEN aus den USA gelenkt werden. Ihr großer Vormann “Joschka” war das getreue Hündchen von Madleine Albright. Seither jubeln die einstigen “Friedensfreunde” der GRÜNEN doch jedem Angriffskrieg der USA zu.

    Und die anderen Parteien sind da genauso, bis auf die LINKE. Volkes Meinung spiet doch keine Rolle.

    mit freundlichen Grüßen

  • Volker:

    @Judith
    Lass mich bloß mit diesem Müll in Ruhe. .. Klappe halten.
    Ja ja. Das habe ich mir nicht ausgedacht – das stand im Stern. Der Stern Artikel war extrem interessant, obwohl ich mich frage, was damit bezweckt werden sollte.
    Der Artikel zeigt genau, was die Besetzung gändert hat: Nichts. Die Afghanen leben genau so weiter wie unter den Taliban. Auf Ehebruch steht die Todesstrafe durch Steinigen. Die Frauen rennen nach wie vor in ihren Ganzkörperzelten durch die Gegend. Männer, die schon 10 Jahre verheiratet sind, kennen das Gesicht ihrer Frauen nicht, weil das nicht erlaubt ist. Die Frauen wissen auch genau warum: Die gehen davon aus, daß die Taliban wiederkommen. Außerdem wollen die wahrscheinlich bis auf Ausnahmen gar nicht anders leben.
     
    Und für diesen Schein-Erfolg bezahlen wir angeblich 200 Millionen pro Jahr. Ich habe auch irgendwo schon mal 400 Millionen gelesen.
     
    Weiterhin fragt man sich nach dem Lesen dieses Artikels, wie man Afghanen, die hier zu Tausenden Asyl beantragen, überhaupt integrieren will. Das kann gar nicht funktionieren, wenn man aus der Steinzeit kommt.

    Na also, geht doch auch in einem vernünftigen Schreibstil. Du diskreditierst dich mit so einer Ausdrucksweise [wie der gelöschten] nur selbst Volker – das wäre mir egal, schließlich hat jeder das Recht sich selbst zu blamieren. Aber du ziehst auch das Blog mit dieser Ausdrucksweise herunter. Und dagegen habe ich ganz dezidiert was.

    Judith

  • Ach, seid mal alle nicht so pessimistisch. Der Jung wirds schon richten. Und wenn erstmal die V-Waffen einsatzbereit sind, dann werden die Taliban sich noch wundern.
     
    Im (relativen) Ernst: Ich bin zwar prinzipiell auch gegen den Krieg, hielte aber einen jetzigen Rückzug für das falsche Signal. Das würde doch den Mohhamedanern nur zeigen, dass man sich nur lange genug in die Luft sprengen muss, dann geben wir klein bei. Da lassen wir doch lieber die Luftwaffe den ganzen Laden plattmachen, sonst kommen die noch auf Ideen…

  • Gernot:

    Der ist nicht Kriegsminister, der ist Minister für Frieden.
    1984 lässt schön grüßen!

  • Sir Toby:

    Bei allen bisherigen Kommentaren fehlt mir völlig der Grund des Afghanistan-Einsatzes, nämlich “9/11″. Ich habe das damals, und lange Jahre danach auch noch, geglaubt … dass ObL seine Getreuen ausgeschickt hat und die dann mit gekaperten Flugzeugen in das WTC geflogen sind und es zum Einsturz gebracht haben.

    Mittlerweile glaube ich das aber nicht mehr, und dafür gibt es Gründe. Ich für meinen Teil habe sie mir weitgehend vom Blog Alles Schall und Rauch geholt – aber die 9/11-Truther-Bewegung in den USA selber hat ja genügend eigene Recherche betrieben, um in jedem Fall eine neue Untersuchung zu rechtfertigen – nur eben diesmal nicht ausgewählt und/oder besetzt durch/mit ‘Fachleuten’ aus dem Dunstkreis der US-Administration, sondern mit wirklich unabhängigen Fachleuten zu allen in Rede stehenden Themengebieten (Brandexperten, Statiker, Sprengstoffexperten etc.)

    Strucks Satz von der ‘Freiheit Deutschlands, die auch am Hindukusch’ verteidigt würde, erschien mir im ersten Moment auch durchaus einleuchtend – aber eben nur unter der Prämisse, dass die Taliban ‘Afghanistan’ (was ja eigentlich keine Staatsbezeichnung ist, denn ein ‘Staat’ im eigentlichen Sinne ist das, was sich dort ereignet, ja nicht) gekapert hätten und nun ObL und seinen Freunden die Möglichkeit gäben unter scheinstaatlichem Schutz Anschläge aller Art auszuknobeln, vorzubereiten und auch durchzuführen.

    Aber das war mein damaliger ‘Glaube’ … und heute glaube ich eben etwas anderes. Und das ist vor allen Dingen ein Nicht-Glaube; der Nicht-Glaube nämlich, dass die ‘Anschläge’ sich so abgespielt haben wie es uns seither von der US-Administration erzählt wird. Deshalb will ich eine neue Untersuchung – eine internationale Untersuchung. Und solange dies nicht möglich ist (Gründe wird die US-Administration sicher zuhauf finden), entfällt der eigentliche Primär-Grund für den Afghanistan-Einsatz der BW.  Und genau dies sollten wir der US-Administration mitteilen und es gleichzeitig auch medial international kommunizieren  –  und dann die BW schrittweise abziehen. 

  • Volker:

    @Sir Toby
    Manchmal frage ich mich, ob 9/11 überhaupt noch jemand glaubt. Ich kenne keinen, der das glaubt.

  • Freidenker:

    Volker Pispers history of USA and terrorism 1 of 5

    auf youtube, unbedingt anschauen……..

  • Sir Toby:

    # Volker

    Eben. Und das ist ja auch so bezeichnend für gewisse Grundmechanismen im menschlichen Zusammenleben überhaupt; wenn in einer bestimmten Entscheidungssituation sich irgendeine Ansicht A durchgesetzt hat – bzw. durchgesetzt wurde – dann bleibt die offizielle Akzeptanz dieser Ansicht A auch dann noch bestehen, wenn für jeden, der wissen will, klar sein kann, dass eben nicht die Ansicht A, sondern die Ansicht B die zutreffende ist. Warum? Ich denke, weil alle Angst haben vor der Konfrontation mit der Wahrheit und vor den (schmerzhaften) Veränderungen, die es bedeuten würde, wenn man dem nunmehr als richtig erkannten auch im Handeln Folge leisten müßte. Deshalb wird wohl weiter gelogen werden – und man wartet einfach darauf, dass irgendetwas geschehen möge, dass der Wahrheit zur Durchsetzung verhilft … ohne dass man selber etwas dafür tun muß: Bitte, bitte keine Verantwortung!!

  • Volker:

    @Sir Toby
    Genau so ist es – mit allem. Wenn man die Leute von einem Mythos befreien will, erlebt man es immer wieder, daß die Leute in Abwehrhaltung gehen oder Angst bekommen. Die wollen halt lieber ihre Ruhe haben, selbst wenn sie sich dabei selbst belügen müssen. Viele geben ihre alten Denkmuster auch erst dann auf, wenn es eine genügend große Masse an Leuten vor ihnen getan hat. Diese Leute brauchen einfach das Gefühl der Mehrheit hinter sich, um sich zu trauen – im Grunde sind es schwache Menschen, Mitläufer. Besser nicht auffallen – man könnte sich ja lächerlich machen. Multi-Kulti ist auch so ein Mythos.

  • Blond:

    Wenn wir jetzt die Taliban machen lassen, was passiert dann
    mit Pakistan, Indien, Irak ?
    Wie beenden wir internationalen Terrorismus der Al Kaida ?
    Was geschieht mit den jetzt im Irak und in Afghanistan lebenden ‘westlich’ Orientierten ?

  • Freidenker:

    @ Blond

    Al Kaida, Taliban, Internationaler Terrorismus, Schurkenstaaten,
    Antraxanschläge, Massenvernichtungswaffen, Babys aus Brutkästen
    geworfen,…..

    Alles Worte die ich zuerst von US Politikern gehört habe,
    wird da Ursache und Wirkung verdreht ?
    Schau dir mal das von mir oben erwähnte Filmchen auf yutube an,
    da findest Du einige Antworten.

    Meinst Du mit “westlich Orientierten” einheimische Handlanger der US Truppen, ganz einfach, die stellen nach Abzug der Truppen einen Asylantrag in der BRD, ist dich logisch,
    und wir kommen der aus unserer  Geschichte bedingten Verantwortung gerne nach. ;-)

  • Blond:

    Das mit den Handlangern ist viel zu kurz gegriffen – und der Rest von meinen oben erwaehnten Problemen wird durch “war alles Propaganda” auch nicht geloest ;
    Ich hab oben noch die Tuerkei vergessen, die ja dann den neuen Taliban-Staat vor der Tuer hat !

  • Freidenker:

    @ Blond
    Selbst wenn wir es könnten, was ich nicht glaube, aber das ist meine persönliche Meinung, ist es unsere Aufgabe die “Probleme” zu lösen ?
    Und wenn ja , warum ?
    Ich bin gerne bereit mich überzeugen zu lassen, sollte es guteArgumente geben.

  • Blond:

    “Die Gruende” kann Dir anscheinend nur noch ein in Deiner Naehe hochgehender Sprengstoffguertel eines Selbstmordattentaeters klar machen –
    Obwohl …
    Dann ist’s eh zu spaet :(

  • Freidenker:

    @ Blond

    Siehste, genau das meine ich, da wird mit Ängsten gespielt,
    nicht mit Argumenten.

    Wobei wenn ich überzeugt wäre das der Einsatz dort unten richtig
    ist würde mich ein Anschlag in meiner Haltung nur bestärken.

    Da ich davon aber nicht überzeugt bin würde mich so ein Anschlag in
    meiner Ablehnung  genauso bestärken.

    Außerdem habe ich mal wieder das Gefühl das Ursache und Wirkung verdreht wird, ist fast wie mit dem Hun und dem Ei.

    Und Terrorangst sollte keine Politik beeinflussen,
    genau dann haben sie ihr Ziel erreicht.

  • Im Prinzip kann man unserer Regierung keinen Vorwurf machen.

    Deutschland ist in Afghanistan, weil die deutsche Regierung 2001/2002 vor der Wahl stand: Den Anforderungen und Erwartungen der USA zu entsprechen bzgl. Afghanistan-Einsatz oder aber den geballten Unmut der USA zu spüren bekommen. Und angesichts der Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse sowie der öffentlichen Stimmung in den USA nach 9-11 wäre die zweite Möglichkeit auf sehr, sehr unangenehme Zeiten für Deutschlannd hinausgelaufen.

    Also hat man bei dem Einsatz mitgemacht und hat sich gleichzeitig nach Kräften vor allen tatsächlichen Anstrengungen gedrückt. Die deutschen Truppen haben den Befehl wo immer möglich wegzuschauen, die zivile Aufbauhilfe wurde auf ein Minimum beschränkt.

    Der Gipfel der Dreistigkeit war der Aufbau der Polizei in Afghanistan, für den Deutschland die Verantwortung übernommen hatte: Deutschland schickte ganze 40 Ausbilder für 70 000 Polizisten und untersagte die Lieferung von Waffen an die afghanische Polizei.

    Ganz ehrlich: Ich bemitleide die afghanischen Polizisten, die solche “Freunde” im Rücken haben.

  • @Freidenker sagte:
    “Selbst wenn wir es könnten, was ich nicht glaube, aber das ist meine persönliche Meinung, ist es unsere Aufgabe die “Probleme” zu lösen ?
    Und wenn ja , warum ?
    Ich bin gerne bereit mich überzeugen zu lassen, sollte es guteArgumente geben”

    Mir fallen vier Gründe ein:
    1. Die USA zwingen uns dazu, die Probleme zu lösen. Je schneller die Probleme weg sind, desto eher kommen wir wieder aus Afg. ohne uns mit den USA Ärger einzufangen.

    2. Auch wenn es falsch war, nach Afg. zu gehen: Nun sind wir da und ein Abzug, der mit dem Geruch der Niederlage behaftet ist, schwächt unsere internationale Position und lässt insbesondere die moslemische Welt auf dumme Gedanken kommen.

    3. Wenn es Deutschland gelingt, in Afghanistan eine Strategie zu fahren, die sich von den USA abgrenzt, gleichzeitig aber durch umfassenden zivilen Aufbau und Kooperation mit den Einheimischen die Lage in unserem Sinne stabilisiert, so gewinnen wir in Afghanistan und Teilen der moslemischen Welt unser Ansehen zurück. Das lässt sich dann bei Zeiten in klingende Münze oder politischen Einfluss umsetzen.

    4. Deutschland hat 80 000 Afghanen aufgenommen. Diese Leute gehören nicht nach Deutschland, sondern sollten in aller Freundschaft aufgefordert werden, beim Aufbau in ihrer Heimat mitzuhelfen. Dies kann man billigerweise nur erwarten, wenn in Afghanistan halbwegs zivilisierte Zustände herrschen.

  • Freidenker:

    @ Erbsenzähler
    Wenn man bedenkt das wir ein Versallenstaat der USA sind,
    haben wir und noch ganz gut aus der Affäre gezogen.

    Da war Schröder recht Standhaft, stimmt.

  • Ich sollte vielleicht noch hinzufügen, dass mindestens die Punkte 3. und 4. für unsere Regierung natürlich keine Rolle spielen, vielleicht nicht einmal Punkt 2.
    Wenn es anders wäre, wäre Deutschland in Afghanistan mit einer ganz anderen Energie an die Sache herangegangen: Die 1,2 Mrd Euro Deutsche Hilfe für Afghanistan verteilt auf 7 Jahre – das sind Peanuts.

  • Freidenker:

    @ Erbsenzähler

    zu 1. wir sind uns einig, der Ami hat uns da runtergejagt.

    zu 2. ich denke man sollten einen Fehler auch eingestehen können.

    zu 3. das muss ich der BW zu gute halten, genau das verucht sie seit dem ersten Tag in Afgahnistan, leider nun mal ohne Erfolg.

    zu 4. die Nato sorgt mit einem Militäraufgebot für Sicherheit,
    und seit dem kamen 80000 Flüchtlinge zu uns, siehe Punkt 3.

    Je mehr Waffen und Militär da runter geht um so mehr Flüchtlinge werden zu uns kommen.
    Oder aber der politische militärische und finanzielle Aufwand wird ins uferlose gesteigert, nur um im Nachinein so etwas wie einen Erfolg zu verkaufen können, was zum teil mit gekauften Afghanen jetzt schon passiert.

  • Hallo Freidenker,

    zu 4.
    Die Afghanen kamen zum weit überwiegenden Teil vor dem Militäreinsatz in Afghanistan. Sie haben natürlich keine große Meinung, das Schlaraffenland zu verlassen.

    zu 3.
    Zwei Punkte:
    a). Es wäre nicht Aufgabe der Bundeswehr, die skizzierten Aufbau-Maßnahmen duchzuführen. Dieses ganze Brunnenbauen usw. hat die BW doch nur gemacht, um sich vor dem Kämpfen zu drücken (auf Befehl von oben). Die BW soll entweder Kämpfen bzw. mit Gewalt(-androhung) für Ordnung sorgen oder gehen.
    b) Die zivilen Aufbaumaßnahmen müssen durch NGOs, Privatfirmen, und deutsche Ministerien durchgeführt werden.
    Wie schon gesagt waren die Aufbauanstrengungen Deutschlands in Afghanistan gering gemessen an der Größe des Landes und den wirtschaftlichen Fähigkeiten Deutschlands. Was sind schon 150 Mio Euro pro Jahr? Wenn Wahlkampf ist, dann kann es sich Deutschland leisten in wenigen Monate Milliarden für die Verschrottung funktionsfähiger Autos zu zahlen, da müsste man in Afghanistan ähnlich rangehen.
    Alles was unter einer Verzehnfachung der Aufbauhilfe liegt, braucht gar nicht diskutiert zu werden.

    zu 2. Sicher eine noble Haltung. Es ist halt die Frage, ob man es schafft, es so zu kommunizieren, dass nicht die beschriebenen negativen Folgen auftreten.

  • Freidenker:

    Hallo Erbsenzähler,

    es mag mit Sicherheit auch Gründe geben die für einen Militäreinsatz sprechen,  jede  Medallie hat ja bekanntlich zwei Seiten,
    trotzdem bin ich der Meinung das die Argumente dagegen bei weitem überwiegen.

    Außerdem habe ich den Eindruck das die meisten Leute so denken wie ich,
    da sind wir wieder bei Demokratie.

    Wenn man den größten Hammer (Militär) hat, schaut jedes Problem aus wie ein Nagel, ist es aber nicht.

  • Freidenker:

    Warum wollen unsere Einheitsparteien den Militäreinsatz auf keinen Fall zum Wahlkampfthema machen ???

    Ich mach mir meine Wahlkampfthemen selber. ;-)

  • Vielleicht sollte man sich vor Augen führen, dass auch andere Szenarien ihre Kosten haben. z.B. die 80 000 Afghanen in Deutschland.
    Nehmen wir mal an, 20 % von denen leben auf die eine oder andere Art von staatlicher Hilfe. Da sind dann bei 500 Euro pro Kopf und Monat 8 Millionen Euro pro Monat, 96 Millionen Euro pro Jahr. Das macht seit dem Beginn des Einsatzes ca. 700 Millionen Euro, also fast so viel wie in Afghanistan eingesetzt wurde.

  • Freidenker:

    @ Erbsenzähler, nomen est omen ;-)

    Ich würde keine Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen,
    somit auch keine Kosten.
    Die Armsten der Armen sind eh keine Flüchtlinge,
    was kostet ein Flug?

    Für alle die mich nun für ein kaltherziges Arschloch halten,
    sollten mal die Toten in Afghanistan und Irak zählen welche durch die US Truppen zwangsbefreit wurden, nach meinem Wissen bisher ca. 100000.

  • Freidenker:

    Nimmt Australien Flüchtlinge auf, Canada, Polen, USA, England,
    ,Holland Spanien ???

     Ich weiss es nicht, und wenn ja dann nur weil sie da unten auch Krieg spielen ???

     Oder sollten nach der Gutmenschenlogik nun die Staaten welche sich da unten nicht “selbstlos opfern” dann wenigstens Flüchtlinge aufnehmen oder umgekehrt ?

  • Freidenker:

    Außerdem denke ich das für arabische Flüchtlinge zuerst die arabischen Bruderstaaten in Frage kommen, einige von denen schwimmen sogar im Geld, im Gegesatz zu unserem Bankrottstaat.
    Integration wäre somit auch kein Problem.

  • Freidenker:

    Tja so schauts aus…

    “Großer Friedrich steig hernieder, und regiere Preussen wieder….

    ;-)

  • Freidenker:

    Der Krieg war gestern Abend im Auslandsjournal  XXL auch Thema,
    ca. 2 Minuten durfte Peter Scholl Latour reden,
    er hat die Zeit unter anderem dazu genutzt um auf die Fehler in den zuvor gesendeten Fimbeiträge hinzuweisen.
    Möge er uns noch lange erhalten bleiben, damit wir nicht “Jounalisten”
    alla Kerner, Beckmann und Jauch schutzlos ausgeliefert sind.
    Es lohnt sich auch immer auf youtube nach ihm zu suchen,
    und seine Bücher würde ich zur Pflichtlektüre zukünftiger Ausenminister machen.

  • Freidenker:

    Nach Änderung der Taschenkarte für BW Soldaten wird der altbekannte Satz “auf der Flucht erschossen” ein wahre Renaissance erleben.
    Hätte doch beinahe Resistance anstatt Renaissance geschrieben, aber das waren ja die “Taliban” im besetzten Frankreich, ich Dummerle. ;-)

  • Freidenker:

    Ich finde es schon lustig was die Medien für ein Spektakel um die “Tanklastzug-Attacke” machen.
    Da sind ein paar Afgahnen umgekommen, ob “Taliban”, oder Zivilisten wird sich eh nie feststellen lassen, ist mir auch egal.
    Duch die Art und Weiße der Berichterstattung könnte man den Eindruck bekommen das dies ein ausergewöhnliches Ereignis in dem Krieg ist.
    Ein Schelm der böses dabei denkt.
    Ist es aber nicht, es sind nach verschiedenen Schätzungen zwischen 100000 und mehreren Millionen Afghanen in diesem Krieg umgekommen,
    in erster Linie wohl von den Amis, aber die BW ist ja quasi Alliierter,
    würde um alle Toten so ein Popanz gemacht müsste man ein paar neue Nachrichtensender mit 24 Stundenprogramm auf Sendung gehen lassen.

  • Freidenker:

    Sorry, die Zahlen beziehen sich nicht nur auf Afghanen sondern beziehen die Iraker mit ein, wobei ich eh der Meinung bin das dies ein Krig ist.

    Wie auch immer, die BW wird mit meinen Steuerngeldern den Angehörigen der Opfer “Blutgeld” bezahlen, in der Annahme sich so ein Stückchen Sicherheit kaufen zu können.

    Ich fasse zusammen, unsere Armee, die angeblich uns am Hindukusch verteidigt, kauft sich mit unserem Geld bei zerlumpten Afgahnen Sicherheit für sich, das ist mal ne Realsatire.

Kommentieren