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Jain, es geht nicht mehr

Ich habe die Polemik Eckhard Henscheids in der JF aufmerksam – und mit Vergnügen – gelesen. Einige Foristen wiesen bereits auf den Artikel hin und nach fast vier Woche Politabstinenz gibt es meinerseits einiges aufzuholen. Henscheid spricht mir dabei  aus dem Herzen. Wer kennt ihn nicht, diesen Ekel vor den immer gleichen Sprechblasen, die so vorhersehbar sind, wie das Amen in der Kirche, Satzkonstrukte mit dem  Tiefgang  und der  Resonanz  einer leeren Patronenhülse. Die Gleichschaltung, der Einheitsbrei – schlimmer noch: Alles worüber NICHT gesprochen und gewahlkampft wird. Soweit trifft Henscheids Abrechnung voll in’s Schwarze. Aber warum nimmt er mit den letzten Sätzen seiner Polemik die Eindeutigkeit und Endgültigkeit zurück?

Ich habe es getragen schon vier Jahr’. Und wird’s halt, damit hier auch schon wieder meinen Wahlkampf beschließend, bei meinem Barte noch weitertragen ca. zwanzig. Mit Ergebung und mit Demut, ja mit letzten Endes Lust. Hussa!

Ja. Hussa. Also geht’s letztendlich doch noch? Zwanzig Jahre? Warum nicht abschließen mit dem Satz, mit dem Henscheid begonnen hat? Nein, es geht nicht mehr.

3 Kommentare zu „Jain, es geht nicht mehr“

  • Anna Luehse:

    Hallo Judith,
    Martin Lichtmesz hat zu Henscheid einen Kommentar geschrieben und noch einiges draufgesetzt.  Ein Lesevergnügen
     
    http://www.sezession.de/7080/henscheid-vs-merkel.html

  • Sir Toby:

    Henscheid …. Henscheid …. – hab ich den Namen nicht irgendwie mit einer Kolumne im Stern in Erinnerung? Möglicherweise schon Jahrzehnte her – aber Henscheid verbinde ich eigentlich mit ‘Links'; weiß da jemand mehr??

  • Grumbleduke:

    @ Sir Toby
    Ja, der Henscheid konnte durchaus als “Links” bezeichnet werden. Er hat viel in der “Titanic” veröffentlicht (zumindest in den 1980 Jahren).
     

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