Inhaltsverzeichnis

Wie die EU der kritischen Presse den Kampf ansagt

Bereits 2004 schrieb die EU ein “Förderprogramm” aus, für das sich private und öffentlich-rechtliche lokale und regionale Fernseh- und Rundfunksender bewerben konnten. Europaweit wurden 6,4 Millionen Euro bereitgestellt – auf Deutschland entfiel knapp eine Million Euro. Allerdings mussten alle, die an das “Fördergeld” herankommen wollten einen Eid auf den Führer leisten eine Verpflichtungserklärung unterschreiben,  in der es u.a. hieß:

„Ich versichere, das Image der Europäischen Union, ihrer Politik und Einrichtungen weder direkt noch indirekt zu schädigen.“

Im Klartext: kritische Berichterstattung unerwünscht. [FAZ vom Mai 2006, Gekaufte Berichte: Die EU bezahlt Journalisten, um ihr Image zu pflegen]

Im September 2008 berichtet ebenfalls die FAZ, dass Margot Wallström, damals EU-Kommissarin für Kommunikation, die Fernsehberichterstattung über die EU künftig mit 8,3 Millionen Euro pro Jahr fördern wolle. Wallström hatte eine entsprechende Ausschreibung für ein europaweites Fernseh-Netzwerk verfassen lassen, auf dass die Bürger mit rosigen, durch Steuergelder finanzierten EU-Berichten versorgt werden. [Die EU kauft Berichterstattung ein]

Nun will die EU noch einen Zahn zulegen: Geht es nach dem Willen der gut 45.000 bestens dotierten Zuarbeiter der EU-Beamtenschaft, soll die Europäische Kommission schnellstmöglich eine schlagkräftige Extrabehörde einrichten – eine Behörde, die sämtliche, der EU nicht dienlichen Presseartikel,  schnell und rigoros zurückweist. Im EU-Neusprech  als “Abwehramt für Desinformation” bezeichnet.

Rudolf Dressler schreibt dazu in der aktuellen JF [ “Kampfansage an kritische Journalisten”, Zeitungsartikel zum Vergrößern anklicken] u.a.

Auch wenn man es kaum glauben mag, völlig losgelöst von Demokraten-Skrupeln verlangt eine der einflußreichsten und mitgliederstärksten Interessensvertretungen des EU-Personals in einem Offenen Brief an Kommissionspräsident Manuel Barroso doch tatsächlich eine “Spezialzelle im Sprecherdienst” mit einer wahrlich denkwürdigen Rundum-Aufgabenstellung. Das Feindbild läßt an Klarheit nicht zu wünschen übrig – die Kampfansage: Von “schecht informierten oder böswilligen Journalisten” verfaßte Presseartikel und “übereilten und schlecht recherchierten Behauptungen” und “Attacken, die die Bediensteten der EU “zu Prügelknaben” machten, müßten künftig unter allen Umständen rigoros, sprich “schnell und systematisch zurückgewiesen werden”.
 […]

Logisch. Denn Kritik am Führer am Projekt EU-Großeuropa  kann ja nur üben,  wer schlecht informiert oder bösartig ist. Schließlich ist der Moloch die EU unfehlbar und jede ihrer Maßnahmen dient ausschließlich der Demokratie und den Menschenrechten. Amen.

4 Kommentare zu „Wie die EU der kritischen Presse den Kampf ansagt“

  • Freidenker:

    Das “Ministerium für Warheit” wurde nun also auch gegründet,
    soll mal keiner behaupten sie hielten sich nicht genau an die Buchvorlage. ;-)

  • Vielen Dank für diesen Artikel! Wehret den Anfängen:

    http://www.youtube.com/watch?v=0rY0FQH2aQU

    – Patriotische Grüße aus Berlin -

  • Canuck:

    ”Das “Ministerium für Wahrheit” wurde nun also auch gegründet,
    soll mal keiner behaupten sie hielten sich nicht genau an die Buchvorlage.”

    25 Jahre später als vorgegeben aber klar und deutlich.
    Ich habe diesen Film in damals einer Vorführung in einer Berufsschule gesehen; wenig ahnten wir, dass die damaligen noch normalen Lehrer, Vorgesetzten und Ältesten uns eine Warnung, wenn auch erst zu verstehen, präsentiert haben.
    Man muss ja nicht gleich einen ” einen Eid auf den Führer leisten”
    aber historische Dinge die mir(und sicherlich anderen auch) bisher unbekannt waren und die Vielfalt heutiger Beobachtungen unserer Epoche verschieben doch die Wertigkeit und Präferenz.

    Es war ein Ende mit Schrecken nun kommt der Schrecken ohne Ende.
    Was denkt ihr?

  • spartaner:

    Das ist eine directive des Bilderberg Clubs.Aufwachen.

Kommentieren