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Burkaverbot

Frankreich hat per Gesetz das Tragen der Burka untersagt.

“Die Burka ist kein religiöses Zeichen, sondern eines der Erniedrigung, der Knechtschaft. Ich sage es ganz förmlich: Sie wird auf französischem Gebiet nicht willkommen sein. Frankreich kann es nicht hinnehmen, dass Frauen als Gefangene hinter Gittern leben und vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten sind. Frauen dürfen in Frankreich durch den Ganzkörperschleier nicht ihrer Identität beraubt werden. Das ist nicht die Vorstellung, die die französische Republik von der Würde der Frau hat. Frankreich achtet den Islam wie alle Religionen. Aber die Burka ist kein religiöses Symbol. Sie ist ein Zeichen der Unterwerfung, der Erniedrigung der Frau. Die Burka ist ein Problem der Freiheit und der Würde der Frau”.


(Nicolas Sarkozy in einer Rede vor den beiden Parlamentskammern)

So weit so gut. Nur: Ein Gesetz, ein Erlass,  ist erst einmal eine schriftliche Absichtserklärung. Eine Absichtserklärung, was der Staat akzeptiert und was er nicht akzeptieren will. Eine Absichtserklärung auf einem Stück Papier. Das ist für sich genommen noch kein großer Akt, Papier ist geduldig. Die wirklich wichtige Frage ist: Ist der französische Staat auch fähig, dieses Gesetz durchzusetzen? Nicht im Parlament, im öffentlichen Raum. Ist der Staat willens, Verstöße gegen dieses Gesetz konsequent zu ahnden und ihm so Geltung zu verschaffen.  Daran wird sich dieses Gesetz (wie jedes Gesetz) messen lassen müssen.

6 Kommentare zu „Burkaverbot“

  • Wahnfried:

    Ich finde diese Burkaverbote in Europa äußerst ärgerlich, denn so wird dem Islam die Möglichkeit genommen sich frei auszudrücken, was aber dringend notwendig wäre, damit dem einen oder anderen Wohlmeinenden die Augen diesbezüglich geöffnet werden.
     
    Das tragen einer Burka ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern eben Ausdruck einer gewissen Islaminterpretation. Es ist, um mal die Sprache der Medizin zu gebrauchen, ja eben nur Symptom, nicht aber Ursache. Die Ursache indes wird weiterhin nicht angerührt und eben das ist falsch.

  • Nun, auf Druck so genannter Menschenrechtsgruppen wurde das Verbot ja zum allgemeinen Vermummungsverbot umgemünzt…

  • Anna Luehse:

    # Wahnfried
    “…ja eben nur Symptom, nicht aber Ursache..”
     
    Vielleicht sind diese Aktionen, die ja auch in anderen europäischen Ländern laufen, als Placebo für die Einheimischen gedacht. So nach dem Motto: ah, schaut her, wir tun was.
     
    Vielleicht hat die herrschende Klasse aber nur Angst ums eigene Dasein. Es könnte sich unter einer Burka ja auch mal ein männlicher Messerstecher verstecken und den Gutmenschen zu nahe kommen :-)

  • AlbrechtD:

    Ein Burkaverbot ist nichts als ein Placebo für die dösenden Lemminge.
    Die freuen sich über den Schmarrn und dösen weiter, diese Schnarchnasen. Erst wenn es um den eigenen Ar*** gehen wird, werden die aufwachen. Das wird zu spät sein. Ein Bürgerkrieg – quer durch Europa – ist unvermeidlich. Und der hat längst begonnen.

  • Freidenker:

    Ein Burkaverbot halte ich auch für das falsche Signal, ich bin schon soweit das ich mich über eine Schar Burkaträgerinnen freuen würde, und sei es auch nur deshalb weil ich insgeheim hoffe das der Anblick ein paar Gutmenschlein wachrüttelt.

    Sollte ein Fanatiker seine Frau zwingen das Haus nur mit Burka zu verlassen, so wird die Frau nach dem Verbot das Haus eben überhaupt nicht mehr verlassen, tolle Integration, gell.
    Ich will in keinem Land wohnen das ein Burkaverbot braucht, ich will in einem Land wohnen das für potentiele Burkabefürworter so unattraktiv ist, das sie sich ein anderes Land zum “Umvolken” suchen.

  • AlbrechtD:

    @ Freidenker:
    …ein anderes Land zum Umvolken suchen.
    Ich würde z. B. Nord-Korea vorschlagen, Burma bietet sich auch an.
    Oder schlichtweg: die Türkei.

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