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Denkmäler

Wenn man sich Denkmäler vorstellt, dann mögen als erstes die Erinnerungen an altehrwürdige Bildnisse berühmter Persönlichkeiten auftauchen oder an Stelen, die zum Gedächtnis gefallener Krieger aufgestellt wurden. Wenn wir die jüngere Vergangenheit betrachten, gerät allerdings auch Fragwürdiges in den Blick: Denkmäler für unterschiedslos alle, denen durch den NS-Staat etwas angetan worden ist, wobei man natürlich voraussetzt, daß dies in jedem einzelnen Falle zu Unrecht geschehen sei; die einzige bisher noch diskriminierte Gruppe stellen die Kriminellen dar.

Ein Denkmal, an dem sich die Geister scheiden dürften, wurde 1992 in London für “Butcher Harris” aufgestellt. – Doch 2004 nahm Königin Elisabeth II. in Berlin an einem Benefizkonzert zum Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche teil und stockte die Einnahmen für den guten Zweck noch auf.

So schien der westalliierte Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung allmählich auf beiden Seiten zu einer angemesseneren Einschätzung zu gelangen. Aber dann wurden in Dresden die Opferzahlen vom Februar 1945 “heruntergerechnet” (2005 – 2010), und in London soll die Queen im Herbst 2011 ein Denkmal einweihen, daß die Erinnerung an die Aufstellung des Harris-Standbildes wieder wachwerden läßt: Es geht nämlich um ein Denkmal für die unter ihm dienenden Bomberpiloten. Gefördert wird es übrigens von Robin Gibb, dem Sänger der früher weltbekannten “Bee Gees”, und der wird im Herbst in Deutschland auftreten. – Wo? In Dresden.

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