Inhaltsverzeichnis

Die bildende Zunft von der Pisafront

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera kennt die Geschichte unserer Nationalhymne anscheinend besser als die Pisa-Generation deutscher Redakteure. Die selbsternannten Volkserzieher dokumentieren ihre eigene Mangelbildung so peinlich, dass man sich vor dem chilenischen Präsidenten direkt schämen muss.

Chiles Präsident Sebastián Piñera (60) besuchte Bundespräsident Wulff im Schloss Bellevue, ließ sich für die Rettung der 33 Bergleute feiern – und wollte den Deutschen danken. Ins Gästebuch schrieb er „Deutschland über alles“, die geächtete erste Zeile der Nationalhymne aus der Nazi-Zeit.

BILD meint: Kumpel retten
kann er besser!

Vaterland meint: Bumsgeschichten kann Bild besser. Und zum Genießen: Die Deutsche Nationalhymne mit ihren wunderschönen drei Strophen.

4 Kommentare zu „Die bildende Zunft von der Pisafront“

  • spartaner:

    Das ist unsere Nationalhymne Herr Wullf,und kein islam ist Deutschland.

  • kristallpalast:

    Deswegen sind die ja auch bei der Bildzeitung beschäftigt , denn zu anspruchsvoller Tätigkeit hat es nicht gereicht !

  • Freidenker:

    Nicht nur das die Zeile “Deutschland Deutschland über alles in der Welt” nicht das geringste mit dem NS zu tun hat, es ging hierbei auch nicht um ein Überlegensheitgefühl, wie so gerne heute hineingedichtet wird.
    Der Text möchte zum Ausdruck bringen das Deutschland, was es 1841 eben noch nicht gab, ein erstrebenswertes Ziel sei, und der Kleinstaaterei allemal vorzuziehen ist.
    Irgendwelche Idioten haben mal die Mär in die Welt gesetzt das singen der Strophe sei verboten, von wegen NS und so, und seither halten sich alle daran.

    Und das ein chilenischer Politiker mehr Ahnung von deutscher Geschichte hat als unsere Berufsempörten spricht wohl für sich selbst.

  • Federschlag:

    Das Deutschlandlied und seine erste Strophe sind natürlich ideal für alle Deutschlandfeinde geeignet, ihrem Treiben nachzugehen. Die meisten Deutschen wissen die Herkunft des Liedes leider auch gar nicht mehr.

    Ich kann da nur sagen: Wer sich über das Deutschlandlied beschwert, der kennt wohl keine anderen Nationalhymen. Man nehme mal die französische – es handelt sich dabei in meinen Augen um keine Hymne, denn es ist ein bluttriefendes Kriegslied. Als Franzose würde ich mich fragen, wie man das zur Nationalhymne machen kann – es wird nicht die Schönheit oder Größe des Landes und seiner Leute besungen, es wird lediglich marschiert und gemordet. Da ist “Siehst du im Osten das Morgenrot” noch deutlich harmloser, selbst das Horst-Wessel-Lied schneidet da noch friedliebender ab. Aber das sieht natürlich niemand.

    Auch die polnische Nationalhymne ist ein Kriegslied. Weniger brutal, allerdings wird hier gegen Russen und Deutsche Stimmunge gemacht, “Ihnen wird dies Land nie gehören” oder etwas in dieser Art. Eine Nationahymne, die offen gegen andere Völker Stellung bezieht, sagt ja bereits alles.

    Links und rechts des deutschen Lebensraumes haben wir also Nationen, die Kriegslieder zur Hymne gemacht haben. Unser Deutschlandlied ist wirklich eine der friedlichsten Hymnen, die wir haben. Gut, die tschechische Nationalhymne ist auch noch nett.
    Traurig, traurig, wie die Deutschen heute spinnen, wenn es um unsere Hymne geht …

Kommentieren