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Trübe Aussichten

Sieben deutsche Städte wollen Gedenkorte schaffen für die Mordopfer, die dem sog. NSU zugeschrieben werden. Straßen oder Plätze sollen Namen der Toten erhalten. – Wenn daraufhin jemand – nicht mit rhetorischem Pathos, sondern – allen Ernstes fragte, wo denn der Gedenkort für die nicht aus Haß gegen Fremde, sondern aus Haß gegen alles Deutsche Getöteten bleibe, würde er damit zeigen, daß er nicht verstanden hat, worum es eigentlich geht.
Dies macht die zeitgleiche Umbenennung eines Mannheimer Stadtviertels, ohne daß es dafür einen den Morden vergleichbaren Anlaß gäbe, überdeutlich: Es geht darum, fremde Landnahme – unabhängig davon, wie weit sie tatsächlich stattgefunden hat oder nur erwünscht ist – zu dokumentieren. Die Initiative dazu geht von der politischen Klasse Deutschlands aus. Sie tut gleichzeitig alles dazu, das Volk aufzulösen, indem sie sich bemüht, Fremdstämmigen, die sich im Lande aufhalten, die deutsche Staatsbürgerschaft zuzuerkennen, unabhängig davon, ob sie sich assimiliert haben oder nicht.

Nachdem die Sarrazindebatte ab 2010 eine Diskussion in Gange gebracht hatte, die nach Meinung der politischen Klasse nicht hätte stattfinden dürfen, bemühte diese sich natürlich, eine Gegenoffensive zu starten, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Die sog. NSU-Morde eigneten sich als Aufhänger dafür – trotz der nach wie vor im Zusammenhang mit ihnen stehenden nicht aufgeklärten Merkwürdigkeiten – noch besser als die doppelte Untat von Utoya. Doch auch ganz unabhängig davon sucht man, die globale Ideologie verstärkt zu verwirklichen, das Volk aufzulösen und dessen Territorium an eine heterogene Bevölkerung zu verteilen.

Die Staatsgewalt ist vom [deutschen] Volke ausgegangen, doch die politische Klasse hat sie längst gegen eben dieses Volk gewendet. Im Zuge dessen werden Befugnisse gern auf supranationale Institutionen übertragen, um sie jeglicher Kontrolle “von unten” zu entziehen. – Das inzwischen schon Jahrzehnte anhaltende Ignorieren des Willens der Mehrheit im Volke, hat dieses der politischen Klasse nach meiner Beobachtung inzwischen in einem so hohen Maße entfremdet, daß man sich deren Ideologie nur noch dort beugt, wo man der Staatsgewalt, die freilich immer totalitärere Züge annimmt, unmittelbar ausgesetzt ist.

Eine politische Alternative in Gestalt einer Oppositionspartei gewinnt kaum an Einfluß; das zeigen die deprimierenden Ergebnisse von Wahlen. Dies wird nicht zuletzt seinen Grund darin haben, daß die politische Klasse vor allem durch die Kontrolle der Wissenschaften und der Kunst, überhaupt der gesamten Kultur, die Entstehung einer im Geiste abweichenden Elite verhindert.

Daher richten sich Hoffnungen zuerst auf Renegaten, Angehörige der politischen Klasse, die dieser den Rücken gekehrt haben; so erzielte die Partei Richter Schills 2001 ein imposantes Ergebnis, und als Sarrazin, Mitglied des Bundesbankvorstandes, sein Buch “Deutschland schafft sich ab (2010)” veröffentlichte, erwarteten manche, nun eine politische Persönlichkeit zu gewinnen, die zahlreiche Wähler anziehen werde. – Doch es macht gerade die Schwäche der Renegaten aus, daß sie sich von ihren früheren Denk- und Lebensgewohnheiten zumeist nicht radikal abwenden, sondern sie nur ein wenig modifizieren; man denke an den Grafen Mirabeau, den großen Revolutionär, der sich zugleich vom Königshof bezahlen ließ.

 

 

2 Kommentare zu „Trübe Aussichten“

  • Beobachter:

    Ich erlaube mir, den trüben Aussichten die mit zunehmender Zeit wachsende Wahrscheinlichkeit des Aufreißen des Himmels gegenüberzustellen.

    Allerdings muß man sich dazu wohl von dem Wunsche lösen, dem ich auch lange anhing, daß die Situation noch zu retten sei. Das ist sie nicht, das war sie nie. Selbst die väter des grundgesetzlichen Provisoriums wußten dies allesamt. Die Bundesrepublik ist eine Modalität der Fremdherrschaft. Jawoll. Nur: Sieht es mit den USA besser aus?

    Handeln die Vereinigten Staaten, sprich ihre Regierungsinstitutionen, tatsächlich im Interesse ihrer Bürger? Bei welchem der im Fokus stehenden Themen tun sie das?
    Bei uns, im Vereinigten Königreich, nirgendwo sieht es bedeutend besser aus.
    Man mag zu dem Blog schwertasblog.wordpress.com stehen wie man will, aber die Übersetzungen der Aufsätze über das Geldsystem sind für jemanden, der sich mit dioesem Thema nicht beschäftigt, hoch interessant. Sie machen bei analytischer Lesart deutlich, daß unsere Finanz- und Wirtschaftswelt sehr jung sind. Sie reichen in die Anfangszeit der USA zurück. Hier ist die Grundlage für die letzten Veränderungen der Welt zu suchen.

    Will man langfristig eine Zukunft haben, so muß man sich von der Herrschaft derjenigen Befreien, die über das Geld bestimmen können. Da diese aber faktisch den wesentlichen Einfluß auch über die Politik und die Medien ausüben, so haben sie nicht nur die Hände an der Sofpower “Geld”, sondern auch mittelbar an der Hardpower “Krieg”.

    Die letzten Konflikte, deren Zeuge wir mittels der Medien wurden, dürften keinen anderen Hintergrund haben, als das Geldsystem aufrecht zu erhalten. das Gleiche gilt für den möglichen Konflikt mit dem Iran.
    Der Iran wird selbsrverständlich an seiner atomaren Macht weiterbauen und die Amerikaner dürften wenig Interesse haben, die Moslems, die sie in Sachen Syrien und Libyen scheinbar erfolgreich geteilt, wieder vereint hinter ihren Brüdern zu sehen. Genausowenig wollen sie sich in das nächste unendlich teure und aussichtslose militärische Abenteuer begeben, das für sie ausgehen könnte, wie Varus Versuche, die Germanen zu unterwerfen.

    Die “BRICS” haben erkannt, daß die Zeit reif dafür ist, sich von dem hüstel-hüstel-angelsächsischen Wirtschafts- und Finanzsystem zu trennen. Ihre Wirtschaftsbeziehungen werden nach dem deutschen Vorbild von 1933 ff. eingerichtet. Dieses, und zusätzlich die Einführung eines selbständigen Währungssystems, hat Deutschland zu einer existenziellen Gefahr für das gerade erfoilgreich müsahm errichtete Geldsystem als Vorbild für die Welt gemacht. Dies gibt Churchill eindeutig in seinem Buch der Zweite Weltkrieg zu erkennen.

    Wenn heute über Keynes, Mises, Friedman, Hayek gestritten wird, so wird hier auf intellektueller Ebene ein existenzialistischer Krieg geführt. Hayek galt wegen seiner Position – natürlich – als Antisemit. Dieser Vorwurf dürfte wohl dem Äußernden langfristig mehr schaden, als dem Angeschuldeten selbst. Zusammenhang? Der wird ja gerade von der vorwerfenden Seite hergestellt. (Der zurückhaltende Zuschauer schweigt und genießt.)

    Nein, diese Form der Herrschaft der hganz wenigen über nahezu die halbe Welt geht ihrem Ende entgegen. Jedes Monopol wird früher oder später herausgefoirdert. 1933 hatte dies noch keinen Erfolg. Heute haben sich starke Kräfte aufgemacht, dem Machtzentrum etwas entgegen zu setzen. Sie haben die Schwäche des Systems herausgefunden: Man muß es nicht bekämpfen, man muß bloß nicht mitmachen.
    Rußland China und Indien, Südafrika schon von Natur, haben große Mengen Gold akkumuliert. Ein neuer Goldstandard, der von einigen Großbanken forciert wird (zur Deflationierung), kann sie ebenfalls nicht schocken. Ganz im Gegenteil: Indien, Iran und China kokettieren damit bereits. Rußland gibt seine Goldmengen bekannt und Südafrika kann darüber nur milde lächeln.
    Libyen hat seine Absicht, seine großen Finanzen aus den französischen Banken abzuziehen und sein Öl zulünftig in Gold bezahlen zu lassen teuer bezahlt. Syrien ist der erste Schritt, dem Iran wirksam zu drohen und die Sunniten gegen die Schiiten in Stellung zu bringen.
    Aber es ist einfach: Das Zins-Geldsystem ist jedem anderen System unterlegen. Und diese Schwäche werden sie gerade mit der unendlich teuren Militärmaschinerie nicht abwenden können. Es wird die Schwäche dieses Systems sogar noch verteifen.
    Iran ist, wie Afghanistan und der Irak ein Sargnagel. Wir müßten – wäre es nicht so gandenlos inhuman – schon um einen Krieg bitten, damit sich die Dinge wie im einem Zeitraffer beschleunigen.
    Es ist interessant zu beobachten, wie Rußland und China Deutschland die Tür offenhalten, die Schröder unbewußt (und ihre eigenen Analytiker bewußt) aufgstoßen hat.
    Beide wissen um die Machtlosigkeit Deutschlands und um die virtalen deutschen objektiven Interessen. Diese durchzusetzen verhindert nur und alleine der uns umgebende Cordon aus Amerika und der Bankenwelt willkürlich ergebenen Staaten.
    Wie rosig deren Zukunft ist, läßt sich aber ganz gut am Schuldenstand ablesen.
    Bei einer Deflation wären alle Staaten sofort zahkungsunfähig. Das wäre der Schnitt, der die Banken schlagartig aus der Macht brächte. Allerdings könnte ein kontrollierte Deflation natürlich auch dafür sorgen, daß mit dem gerade erst durch Inflation akkumuliertem Geld, die Realgüter der ganzen Welt aufgekauft werden könnten, wie dies nach dem ersten WK in Deutschland geschah.
    Das ist aber ein scharfer Grat, den sie dazu gehen müßten. Ob sie sich das trauen? Klar ist nur: Wenn “sie” deflationieren und das liegt aleine in “deren” Hand, haben sie das letzte Gefecht heraufbeschworen.

    In der trübheit liegt also gleichzeitig auch die Aussicht auf deutlich besseres Wetter. Indizien dazu: Die Broder/Wiesel/Grass-Diskussion zeigt, daß der Gegner anfängt zu hyperventilieren, genauso wie es das aufgesetzte Theater um die Auftragsmorde im zusammenhang mit Drogen, PKK und Geheimdiensten und deren Stilisierung als “NSU” das aufzeigt.
    Ich werte den nicht erst seit Sarrazin festgestellten Anstieg der “Nazi”-Hypochondrie und allgemeinen Hysterie als Anzeichen, daß der Kessel aus Sicht der Gegner anfängt, Druck aufzubauen. Sie kriegen kalte Füße und schlagen hysterisch schon auf alles ein, was sich bewegt. Die Alternative liegt nämlich klar auf der Hand! Wer sie einmal erkannt hat, den läßt sie nicht mehr los. Das Grundübel liegt in der Geld- und dadurch Machtakkumulation der Banken durch den Zinsgeldschöpfungsprozeß, die Alternative liegt schlicht in dessen Abschaffung. Und das wurde in der Geschichte versucht. Das wird gerade versucht. Diesmal mit besseren Chancen.

    Das habe ich nun verstanden. Ob der Anknüpfungspunkt nun “BRICS”, “Ron Paul”, “1933” oder “das christliche Zinsverbot” heißt, ist sich gleich. Die wenigsten sind sich dessen bewußt. Aber dennoch verbindet die Vertreter dieser jeweiligen Anknüpfungspunkte eine eben nicht zufällige drastische Opposition zum Besethenden. Und wenn man den archimedischen Machtpunkt dazu einmal erkannt und benannt hat, dann liegt er frei und diese Anknüpfungspunkte sind über ein starkes inhaltliches Band miteinander verbunden, welches das bloße Oppositionsein weit überragt. Der archimedische Punkt des derzeitigen So-Seins: Das Geldsystem und die daraus resultierende Macht.

    Früher war ich der Ansicht, daß man aktiv werden müsse, um die Zukunft unseres Vaterlandes zu retten. Heute bin ich fest davon überzeugt, daß Abwarten und Teetrinken die richtige Strategie ist. Und sich in Ruhe vorbereiten. Wir haben wohl noch etwas Zeit, weniger als ich dachte, man müße sogar noch forcieren.

    In dieser Zeit müssen wir uns versichern, wer wir eigentlich sind, und wer nicht zu diesem Wir zählt. Das ist alles.

  • Faethe:

    Die sog. NSU-Morde gehören in die Kategorie “Mann beißt Hund”.

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