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Ehre, wem Ehre gebührt

Die Heimreise trat die deutsche Hockey-Nationalmannschaft nach den Olympischen Spielen in London als Goldmedaillengewinner an. Mit anderen Olympioniken bestiegen sie das “Traumschiff” MS Deutschland. Ihren Sieg feierten die Hockey-Herren – und dabei entstand ein Schade in Höhe von fast einer halben Million Euro. – Die Siegesfeier einer Nationalmannschaft stelle ich mir ganz anders vor, mit Absingen der Hymne, ehrenden Ansprachen, aber auch der Mahnung, nicht stolz zu werden; wenn dann nach dem offiziellen Teil eine überaus lockere Atmosphäre herrscht, ist dies verständlich.

Stattdessen Trinken bis zum Verlust der Selbstkontrolle und Zerstörungswut. Nach den Worten des Generaldirektors des DOSB sollte gefeiert werden; das war derselbe Sportfunktionär, der die Ruderin Drygalla dazu bewegte, aus London abzureisen. Aber wer weiß heute noch, was “Feiern” ist? Allgemein wird darunter verstanden, den niedersten Instinkten noch mehr Freiraum zu geben als im Alltag; das fängt bei der Maßlosigkeit im Essen und Trinken an… Mit demselben Recht, dies “Feiern” zu nennen, könnte man auch die “Kunst” von Pussy Riot so bezeichnen.

Gott, Ehre, Vaterland – diese Begriffe sollten auch dann eine Rolle spielen, wenn man ein Land, ein Volk im Sport repräsentiert und den höchsten Preis erringt. Stattdessen bloß Sex and Drugs and Rock’n Roll? – Ich weiß nicht, wie die Weltanschauung der Ruderin Drygalla aussieht, aber wenn man zur Ehrenhaftigkeit die Treue rechnet, scheint sie davon ein wenig zu verstehen.

 

 

2 Kommentare zu „Ehre, wem Ehre gebührt“

  • Alexander:

    Blah, blah, blah. Männer kennen keinen Gott, keine Ehre und kein Vaterland. Sie wollen siegen und es anschließend richtig krachen lassen. Wehe dem, der ihnen den Siegpreis streitig macht. Die Ilias lesen und Männer verstehen. Das würde helfen, den vaterländischen Quark, den sie hier bräsig breittreten, zu überwinden.
    [vO: Wenn man schon ohne Ahnung von der Bedeutung des Siegers im Alten Hellas ist, sollte man besser schweigen.]

  • Konservativer:

    Alexander: “Männer kennen keinen Gott, keine Ehre und kein Vaterland”
    Kretins wie Sie sicherlich nicht, sprechen Sie also nicht so großspurig von den Männern. Wenn Sie meinen, hier Ihre ureigensten Definitionen auswürgen müssen, dann meinethalben so: “Ich kenne keinen Gott, keine Ehre und kein Vaterland.”

    Werter Blogbetreiber, Alexander hat mich als Mann beleidigt, deshalb meine harschen Worte.

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