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Was muß die freie Welt angesichts der islamischen Einschüchterungen tun?

Nicht allein durch die Wiederkehr des Jahrestages seiner Veröffentlichung, sondern ebenso durch das gegenwärtige Geschehen im Iraq samt Syrien, Nigeria und weiteren Ländern, hat ein Artikel, der vor acht Jahren im “Figaro” erschien, neben seiner ohnehin bleibenden Aktualität besondere Bedeutung, gleich ob man allen Auffassungen des Autors zustimmt oder nicht.

Als Gastbeitrag folgt eine Übersetzung des Artikels.

Quelle :

http://www.lefigaro.fr/debats/2006/09/19/01005-20060919ARTFIG90134-face_aux_intimidations_islamistes_que_doit_faire_le_monde_libre_.php

« Face aux intimidations islamistes, que doit faire le monde libre ? »,

Le Figaro, 19. Sept. 2006

« Was muß die freie Welt angesichts der islamischen Einschüchterungen tun? »

Die Reaktionen welche durch die Analyse Benedikts XVI über den Islam hervorgerufen wurden und die Gewalt, sind eingeschrieben, in den Versuch des Islam dasjenige zu ersticken was der Westen an Wertvollstem hat und was in keinem moslemischen Land existiert: die Freiheit zu denken und sich auszudrücken.

Der Islam versucht, Europa seine Regeln aufzupressen: die Öffnung der Schwimmbäder zu gewissen Zeiten ausschließlich für Frauen, das Verbot, diese Religion zu karikieren, die Forderung nach einer speziellen Essenszusammensetzung der Moslemkinder in den Kantinen, Kampf für das Tragen des Schleiers in der Schule, die Anklage von Freigeistern wegen Islamophobie.

Wie soll man das Verbot des String an den Stränden Paris-Plages in diesem Sommer erklären? Befremdend erschien das vorgetragene Argument: Gefahr von „Störungen der öffentlichen Ordnung“. Bedeutete das, dass Banden von frustrierten Jugendlichen gewalttätig würden beim Vorzeigen von Schönheit? Oder befürchtete man islamistische Demonstrationen durch „Tugendbrigaden“ an den Stränden von Paris-Plages?

Jedoch ist das Nichtverbieten des Schleiertragens auf der Straße – durch die Missbilligung, die diese Unterstützung der Frauenunterdrückung hervorruft  – mehr geeignet, „die öffentliche Ordnung zu stören“ als der String. Es ist nicht abwegig zu denken, dass dieses [Nicht-]Verbot eine Islamisierung der Gemüter in Frankreich tradiert, eine mehr oder weniger bewusste Unterwerfung unter das Diktat des Islam. Oder zumindest resultiert sie aus dem heimtückischen moslemischen Druck auf die Gemüter. Islamisierung der Gemüter: diejenigen, die sich gegen die Einweihung eines Kirchenvorplatzes durch Johannes Paul II. in Paris erhoben, opponieren nicht gegen den Bau von Moscheen. Der Islam versucht, Europa zu zwingen, sich seiner Menschensicht zu beugen.

Wie einst mit dem Kommunismus findet sich der Westen unter ideologischer Überwachung. Der Islam präsentiert sich, nach dem Bild des dahingegangenen Kommunismus wie eine Alternative zur westlichen Welt. Ebenso wie der Kommunismus von damals spielt der Islam, um die Gemüter zu erobern, auf einer empfindlichen Saite. Er rühmt sich einer Legitimation, die das westliche Gewissen beunruhigt, aufmerksam gegenüber seinem Nächsten: die Stimme der Armen auf dem Planeten zu sein. Gestern gab die Stimme der Armen vor, aus Moskau zu kommen, heute käme sie aus Mekka! Heute verkörpern die Intellektuellen dieses Auge/ diese Sicht des Koran, wie sie gestern das Auge / die Sicht  Moskaus verkörperten. Sie exkommunizieren wegen Islamophobie, wie gestern wegen Antikommunismus.

In der Öffnung gegenüber dem Nächsten, die dem Westen zu eigen ist, zeigt sich eine Verweltlichung des Christentums, deren Grundlage sich so zusammenfassen lässt: der Andere muss immer vor mir kommen. Der westliche Mensch, der Erbe des Christentums, ist das Wesen, das seine Seele offenlegt. Er nimmt das Risiko auf sich, als schwach zu gelten.  Mit ebensolcher Inbrunst wie der Kommunismus hält der Islam die Großzügigkeit, die Öffnung des Geistes, die Toleranz, die Milde, die Freiheit der Frau und der Sitten, die demokratischen Werte für Zeichen von Dekadenz.

Das sind Schwächen, die er ausnutzen will mit der Methode der „nützlichen Idioten“, die guten Gewissen voller guter Gefühle, um dann der westlichen Welt selbst die koranische Ordnung aufzuzwingen.

Der Koran ist ein Buch von unerhörter Gewalt. Maxime Rodinson legt in der „Encyclopedia Universalis“ einige Wahrheiten dar, die ebenso wichtig wie tabu in Frankreich sind. Einerseits „offenbarte Mohammmed in Medina ungeahnte Fähigkeiten als politischer Führer und militärischer Befehlshaber (…). Er nahm Zuflucht zum Privatkrieg, einer geläufigen Einrichtung in Arabien (…). Mohammed schickte bald kleine Gruppen seiner Partisanen aus, um Karawanen aus Mekka zu überfallen; so bestrafte er seine ungläubigen Landsleute und im gleichen Atemzug machte er reiche Beute.

Andererseits „profitierte Mohammed von diesem Erfolg, um in Medina den letzten jüdischen Stamm auszumerzen, indem er ihn massakrieren ließ, die Qurayzas, die er eines verdächtigen Verhaltens beschuldigte“. Schließlich, „nach dem Tod von Khadidja heiratete er eine Witwe, eine gute Hausfrau, Sawda, und auch die kleine Aisha, die kaum zehn Jahre alt war. Seine erotischen Neigungen, die er lange im Zaum gehalten hatte, ließen ihn schließlich ungefähr zehn konkurrierende  Ehen gleichzeitig zusammen führen.

Überschwang der Gewalt, mitleidloser Kriegsherr, Plünderer, Judenmörder und Polygamist: so offenbart sich Mohammed durch den ganzen Koran hindurch.

Tatsächlich ist auch die katholische Kirche nicht frei von Vorwürfen. Ihre Geschichte ist übersät mit schwarzen Seiten, über die sie Buße getan hat. Die Inquisition, die Hexenjagd, die Hinrichtung der Philosophen Bruno und Vanini, dieser epikureischen ketzerischen Denker, die (Hinrichtung) des Ritters de la Barre mitten im XVIII. Jahrhundert, sprechen nicht zu ihren Gunsten. Aber das, was das Christentum vom Islam unterscheidet, kommt deutlich heraus: es ist immer möglich, die Werte des Evangeliums auf jemanden zu richten, die zarte Person Jesu gegen die Abirrungen der Kirche.

Keiner der Fehler der Kirche hat seine Wurzeln im Evangelium. Jesus ist nicht gewalttätig. Die Rückkehr zu Jesus ist ein Ausweg gegen die Exzesse der kirchlichen Institution. Im Gegensatz dazu verstärkt die Rückkehr zu Mohammed den Haß und die Gewalt. Jesus ist ein Meister der Liebe, Mohammed ein Meister des Hasses.

Die Steinigung des Satans jedes Jahr in Mekka ist nicht nur ein abergläubisches Phänomen. Sie inszeniert nicht nur eine hysterisch gewordene Menge, die mit der Barbarei liebäugelt. Ihre Tragweite ist anthropologisch. Hier ist in der Tat ein Ritus, zu dem jeder Moslem sich zu unterziehen eingeladen ist, die Gewalt in das Herz des Gläubigen als eine heilige Aufgabe einzubrennen.

Diese Steinigung ist ein Ritual, welches archaische Gewalt ausbrütet, jedes Jahr begleitet vom Tod durch Zertrampeln einiger Getreuer, manchmal von mehreren hundert.

Anstatt diese archaische Gewalt auszumerzen, wie im Judentum und im Christentum, indem man sie neutralisiert ( das Judentum beginnt mit der Verweigerung des Menschenopfers, d.h. den Eintritt in die Zivilisation, das Christentum verwandelt das Opfer in die Eucharistie), baut ihr der Islam ein Nest, wo sie im Warmen gedeihen kann. Wenn das Judentum und das Christentum Religionen sind, deren Riten die Gewalt bannen und sie für unrechtmäßig erklären, ist der Islam eine Religion, welche in ihrem heiligen Text selbst ebenso wie in einigen ihrer banalen Riten die Gewalt und den Hass verherrlichen.

Hass und Gewalt wohnen in dem Buch, in dem jeder Moslem erzogen wird, dem Koran. Wie in den Zeiten des Kalten Krieges sind Gewalt und Einschüchterung die Wege, die eine Ideologie mit hegemonialer Berufung gebraucht, der Islam, um der Welt seine bleierne Kappe aufzusetzen. Benedikt XVI. machte damit seine grausame Erfahrung. Wie in jenen Zeiten muss man den Westen „die Freie Welt“ nennen, im Gegensatz zur moslemischen Welt, und wie in jenen Zeiten wimmeln in ihrer Brust die Gegner dieser „freien Welt“, die eifernden Handlanger des Auges des Koran.

Robert Redeker, 19. September 2006

 

 

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