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Aktuelle Notiz (19. Okt. ’15)

Zur Messerattacke vor der Kölner Oberbürgermeisterwahl auf die Kandidatin von CDU, Grünen und FDP: Wenn man die Bürger lehrt, Attentäter zu verehren, die – wie Georg Elser – als Einzeltäter einen Anschlag auf den Urbösen verübt haben, dann scheint es wenig erstaunlich, daß sich einzelne – bewußt oder nicht bewußt – zur Nachahmung berufen wähnen, indem sie ein Attentat auf den Politiker durchführen, den sie für den Repräsentanten des Bösesten oder den Bösen selbst halten.

6 Kommentare zu „Aktuelle Notiz (19. Okt. ’15)“

  • Warum so weit zurueck blicken? In Deutschland heute wird der palaestinensischen Terror gegen Israel gerechtfertigt und glorifiziert, nicht zuletzt auf der Koelner Domplatte. Auch von dort kann sich jeder den Eindruck holen, dass Attentate auf die Boesen, richtig und heldenhaft sind.

  • Waldgänger:

    Eine kurze Notiz, die es aber in sich hat.
    Gut.

    Man könnte auch sagen: Heute wird die Moral über das Recht gesetzt.
    Die Aushebelung des Rechtsstaates durch die Moral der Menschenrechtsideologie, in deren Namen dann wiederum alles erlaubt scheint.
    Die Moral als Putschideologie, die dann allerdings nicht von einer Seite gepachtet werden kann… siehe Köln.
    Enthemmung und Rechtlosigkeit führen eben in die Anarchie.

    Auch wird die Revolution später wieder einmal ihre Kinder fressen.

  • Unke:

    Der Attentäter soll mit deutschen Diensten nahestehen.
    So einfach ist es wohl nicht; wenn BILD und die GRÜNEN Fragen in diese Richtung stellen ist da noch(!) irgendwas am köcheln.

  • ingres:

    Ich verstehe zwar die Intention der Notiz wie Waldgänger sie verstanden hat. Aber Ich versteh nicht, die Grundlage der in der Notiz aufgestellten Behauptung. DSo weit ich weiß wird Georg Elser doch eher geschnitten. Aufhebens wird (wenn auch nur) notgedrungen um Stauffenberg und Co gemacht. Von Georg Elser habe ich unter diesem Aspekt der Erinnerung nach zum letzten mal in einen WDR Zeitzeichen gehört. Wo eben sinngemäß beklagt wurde, dass Elser eigentlich vergessen ist.

  • virOblationis:

    @ ingres

    Mir scheint, man tut viel dafür, daß Elser bekannt bleibt, nachdem man ihn “entdeckt” hat. Zu seinen öffentlichen Ehrungen s. insbes. die Denkmäler:
    Berlin
    München
    Königsbronn
    2011 war von “Mindestens ein[em] Dutzend Denkmäler[n]”, zahlreichen Straßennamen und sogar drei Schulen die Rede.

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