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Artikel-Schlagworte: „Globalisierung“

Stagnation 2015

von virOblationis

Die ILO* meldet, daß die Erwerbslosigkeit im Jahre 2015 weltweit angestiegen ist. Es wäre demnach möglich, mehr zu produzieren, doch dies geschieht nicht. Aus welchem Grunde? Steht in der globalisierten Wirtschaft etwa nicht genügend Investitionskapital zur Verfügung? Das dürfte kaum der Fall sein. Also wird es an mangelnder Nachfrage liegen; es wird ja nicht produziert, was keinen Käufer fände. M.a.W. der Konsum ist zu gering im Verhältnis zu dem, was sich produzieren ließe. Liegt dies etwa daran, daß die Güter nicht gebraucht würden? Wohl kaum. Also werden diejenigen, die sie gebrauchen könnten, sie nicht erwerben, kein Geld dafür ausgeben, und zwar entweder weil sie es nicht haben oder weil sie es lieber sparen; letzteres erscheint angesichts der global praktizierten Niedrigzinspolitik der Zentralbanken sehr unwahrscheinlich. Demnach wird dem Konsum zu wenig Geld zur Verfügung stehen, um die Nachfrage zu beleben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gedankensplitter (29. Jan. ’15)

Als immer mehr Fußballspieler von auswärts in der Auswahl des Proficlubs meiner Heimatstadt spielten, verlor ich das Interesse an ihrem Abschneiden in den Wettbewerben nicht sogleich. Doch schließlich gab es nur noch einen Hiesigen in der Mannschaft, und danach gar keinen mehr; ich weiß nicht, wie viel Deutsche ihr inzwischen überhaupt noch angehören. Mich verbindet mit ihnen lediglich der Standort, an dem einerseits ich lebe und andererseits so viel Geld aufgebracht wird, daß davon eine mehr oder weniger erfolgreiche Truppe zusammengekauft werden kann. – Bei der z.Z. stattfindenden Handballweltmeisterschaft in Qatar, so hörte ich, spielt das Team des Gastlandes erfolgreich. Ihm gehören nur vier Einheimische an; der Rest besteht aus Eingebürgerten. Doch darüber hinaus hat man auch Publikum aus Spanien engagiert, da sich im Gastgeberland der Weltmeisterschaft nicht genügend Interessierte finden ließen. Ein Beipiel dafür, wie das Geld alle Grenzen der Nationen aufhebt, das mich aber schon fast surreal anmutet.

Gedankensplitter (17. Jan. ’15)

Wenn man sich die Namen der Friedensnobelpreisträger anschaut, fällt auf, daß mehrere davon auch als US-Präsidenten amtiert haben: Theodor Roosevelt mit dem „Big Stick“ (1901 – 1909 / 1906), Woodrow Wilson, der sein Land in den 1. Weltkrieg führte (1913 – 1921 / 1919), Jimmy Carter, na ja (1977 – 1981 / 2002), und Barack Obama (ab 2009 / 2009), der alsbald nach der Verleihung die Stuxnet-Attacke gegen die Iran durchführen ließ (2010), den Libyen-Krieg vom Zaune brach (2011) und den Umsturz in der Ukraine erfolgreicher betrieb (2013/2014) als sein Vorgänger (2004). Franklin D. Roosevelt (1933 – 1945) fehlt in dieser Liste zwar, doch immerhin erhielt sein Außenminister* besagte Auszeichnung, und sein Verbündeter Winston Churchill (1940 – 1945 Premierminister / 1953) wurde mit dem Literaturnobelpreis prämiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gedankensplitter (12. Jan. ’15) – aktuelle Bestätigung

In dem Gedankensplitter vom 12. Jan. hieß es: “Tatsächlich sind die Attentäter eher das Produkt einer fortgeschrittenen Auflösung der Gesellschaft, während die Kritiker eben den Prozeß der Auflösung nicht hinnehmen wollen. Aus der Sicht der Anhänger des Multikulturalismus stellen beide Gruppen jedoch Gegner ihrer Ideologie dar, und um das „weiter so“ zu beschwören, suchen sie einerseits die Massendemonstrationen in ihrem Sinne zu deuten und identifizieren andererseits beide Gruppen von Gegnern miteinander.” – Jüngst hat der ehemalige türkische Außenminister und jetzige Ministerpräsident auf der Klaviatur der Ideologie des Multikulturalismus gespielt und – statt der Pariser Attentäter – die in Syrien und dem Iraq kämpfenden IS-Dschihadisten mit der PEGIDA-Bewegung gleichgesetzt, indem er beiden eine mittelalterliche [bzw. anti-globalistische] Geisteshaltung zuschrieb. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gedankensplitter (12. Jan. ’15)

“Am Wochenende kam es zu massenhaften Manifestationen, die einmütg den Willen zur weiteren Auflösung der europäischen Nationen bekundeten.” Dieser Anschein jedenfalls soll erweckt werden, da man den ohnehin angesichts der jüngsten Attentate sich äußernden Unmut in die obrigkeitlich gewünschten Bahnen zu lenken sucht. Der Protest richte sich gegen den Terror und damit gegen die Feinde der Freiheit, so heißt es; darunter läßt sich alles Mögliche verstehen, vorzugsweise jedoch das Bekenntnis zur Fortsetzung des Prozesses zur Schaffung einer immer offeneren Gesellschaft, bestehend aus einer globalen Mischung verschiedenster Menschen, die in Frankreich, in Deutschland oder wo auch immer leben. – Das Attentat auf die französische Satirezeitschrift läßt sich noch vergleichsweise einfach als solch ein Anschlag auf die Freiheit interpretieren, bei dem Massaker in einem Laden für koschere Lebensmittel fällt dies sehr viel schwerer; darum steht letzteres wohl auch eher im Hintergrund, während sich das Interesse vor allem auf das Blutbad in der Redaktion konzentriert (Stichwort: “Je suis Charlie”, ich bin Charlie). Diesen Beitrag weiterlesen »

Gedankensplitter (11. Nov.)

Am heutigen Tage weiht der französische Staatspräsident zu Notre Dame de Lorette eine neue Gedenkstätte ein, die die Namen von mehr als einer halben Million in jener Landschaft während des 1. Weltkrieges Gefallenen birgt. Das Besondere dabei: Die Namen sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt, und es fehlen Rang und Volkszugehörigkeit. Natürlich mag man im ersten Moment denken: ” Ja, im Tode sind eben alle gleich”, was eben einem weit verbreiteten Irrtum entspricht, in bezug auf diesseitige Würden und Zugehörigkeiten aber wiederum zutrifft. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neuer Pro-Staatssekretär

von virOblationis

Der “zweite Mann nach dem Papst” ist der Kardinalstaatssekretär; wenn er noch nicht zum Kardinal ernannt worden ist, spricht man von einem Pro-Staatssekretär, und ein solcher ist mit Pietro Parolin nun ernannt worden. Seine Ernennung weist darauf hin, in welchem Zustand sich die Kirche gegenwärtig befindet. – Zwar handelt es sich bei dieser Thematik nicht um eine spezifisch deutsche, doch sie betrifft eben auch uns, soweit die weltweite Kirche von Bedeutung für Deutschland ist. Diesen Beitrag weiterlesen »