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Jungs Endsiegglaube

Kriegsminister Jung verbeitet Durchhalteparolen und glaubt fest an den Endsieg – deshalb müsse die BW auch weitere 5 – 10 Jahre in Afghanistan eingesetzt bleiben.

„In der letzten Zeit hat sich die Sicherheitslage beispielsweise im Raum Kunduz verschärft. Bis wir Afghanistan endgültig stabilisiert haben, brauchen wir noch mindestens fünf bis zehn Jahre“.

Die Forderung des neuen Natogeneralsekretärs Rasmussen nach Truppenaufstockung lehnt Jung wahlkampfkompatibel ab.

„Wir haben ja schon auf 4 500 Soldaten plus 300 für den Awacs-Einsatz aufgestockt. Wir zahlen für Afghanistan 200 Millionen Euro im Jahr – seit 2002 sind es schon 1,2 Mrd. Insofern kann sich Deutschland sehen lassen, und daher gibt es keinen Grund, jetzt noch mehr Geld oder Truppen zur Verfügung zu stellen“.

Jetzt. Nach der Wahl wird er – falls er dann noch im Amt ist – verkünden, Asmussen habe sich durchgesetzt und man müsse schließlich seinen Bündnispflichten nachkommen. Falls ein anderer im Amt ist, macht das auch nichts: Er wird das selbe sagen.

47 Kommentare zu „Jungs Endsiegglaube“

  • Freidenker:

    Gab es eigentlich schon mal einen erfolgreichen Auslandseinsatz,
    nur damit ich weiss wie ich mir sowas vorzustellen habe ???  😉

  • Volker:

    Nur noch Lügen – da glaubt der selbst nicht dran, daß er mit ein paar Tausend Soldaten das hinbekommt, was vor ihm andere Mächte mit dem hundertfachen Aufwand nicht hinbekommen haben: aus Afghanistan ein halbwegs funktionierendes Land zu machen. Nicht in 5 Jahren, nicht in 10 Jahren und nicht in 1000 Jahren.
     
    Und wenn Obama nach der Wahl verlangt, daß wir gefälligst unsere Pflichten als Vasallen erfüllen sollen, dann wird er diesem „Wunsch“ natürlich nachkommen.
     
    Rest gelöscht

    Lass mich bloß mit diesem Müll in Ruhe. Die sexuellen Praktiken der Afghanen sind nicht Thema hier. Schreib das in Bild, da passt es hin. Wenn man sonst nichts Gescheites zum Thema zu schreiben weiß, einfach mal die Klappe halten.

    Judith

  • Freidenker:

    Ich bewunder die Amis ja schon,
    besetzen Deutschland, haben glaube ich noch ca. 50000 Soldaten bei uns,
    und schicken die von ihnen besetzten wiederum in Ihrem Auftrag in ein anderes Land um dies wiederum zu besetzen.
    Da muss man erst mal drauf kommen,
    quasi eine sich selbst finanzierende Fremdenlegion.
    Frei nach Wallenstein, der Krieg finanziert den Krieg.

  • westphale:

    Der Herr Jung weiß auch dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist.

    So verabscheuungswürdig viele Verbrechen sind die dort begangen werden, maße ich mir nicht an anderen zu sagen wie sie zu leben haben.

  • Freidenker:

    Man stelle sich mal vor ein Negerstamm (ich meine das nicht abfällig),
    würde bei uns einmaschieren und uns nun vorschreiben immer oben ohne rumzulaufen, wil sie das ja auch tun.
    Und die Frauen welche damit wohl mehr Probleme hätten als die Männer würde nun weiss gemacht sie wurden bisher immer sexsitisch unterdrückt
    und könnten nun endlich frei leben.
    Und Bilder von bekleideten Frauen würden im Negerstamm TV als Zeichen unserer Rückständigkeit dargestellt.
    Der Vergleich hinkt zwar ein bischen, aber was maßen wir uns an den Afgahnen vorzuschreiben wie sie zu leben haben.

  • Freidenker:

    Und als Frau ist es bei uns auch im momment noch verboten oben ohne durch die Stadt zu laufen,
    also erzähle mir nun keiner das man es bei uns ja tun könne wenn man den wolle, und das das der Unerschied zu Afghanistan wäre.

  • @ Freidenker

    Ich stimme mit dir überein, außer mit dem „wir“.  „Wir“ [das deutsche Volk] wollen den Afghanen gar nichts beibringen – der Krieg in Afghanistan wird größtenteils abgelehnt. [obwohl die mediale Springer-Klasse schon kräftig am agitieren ist, um die, die dagegen sind, zu „deckeln“.] Und man komme mir jetzt nicht mit den Phrasen von „alles linke“. Das hat mit links oder rechts nichts zu tun.

    Ich hoffe nur, man erinnert sich später daran, dass dieser Krieg keinen Rückhalt im Volk hatte – das ist ein Alleingang sich selbst nennender Eliten. Nicht, dass, wenn es in die Hose geht, die Verantwortung dafür wieder „dem deutschen Volk“ zugeschustert wird.

  • Freidenker:

    Mit „wir“ meinte ich „den Westen“ Nato, etc…….
    und dessen Teil sind „wir“ leider nun mal.
    Auch wenn ich mich, oder dich dazu nicht zähle sind „wir“ leider ein
    Rädchen im System und finanzieren es zwangsweiße mit.

  • @ Freidenker

    Das stimmt. Zwangsweise. Auf die Unterscheidung lege ich wert.

  • Freidenker:

    Das ich auch so ein Ding,
    von gaaaanz links bis gaaanz rechts nur Ablehnung,
    und trotzdem spielen „wir“ Krieg,
    soviel zum Thema Demokratie.

  • Blond:

    Sollte man (damit meine ich ganz speziell uns hier in der Runde) die Taliban machen lassen ?
    P.S.: Ich bin auch gegen den Afghanistan-„Einsatz“ (;-)), wie er jetzt vonstatten geht – wenn ueberhaupt, dann mit der noetigen ‚Maschinerie‘ !

  • Wahnfried:

    Mittlerweile haben doch Rechte wie Linke ihren persönlichen Frieden mit dem Einsatz in Afghanistan gemacht.
     
    Ich werde wohl nie die Direktübertragung des Parteitags der Grünen vergessen, wo die überwältigende Mehrheit der RednerInnen mit vollem Ernst meinte, daß die Bundeswehr dort mit der Waffe in der Hand die Frauenrechte durchsetzen solle. Überhaupt schwebte da ein wiedererweckter Geist aus der wilhelminischen Zeit durch den Saal. Den Wilden sollen unsere Truppen endlich mal Kultur beibringen, Jawoll!
     
    Im Konservativen Lager hat es darüber ohnehin nie große Diskussionen gegeben. Man weiß halt um die Bündnispflicht und wer darüber bestimmt wann, wo und wie diese zu leisten ist. Keine sehr schöne, wohl aber eine realistische Einschätzung.
     
    Tja, da bleibt nicht mehr viel übrig an Alternativen…

  • Freidenker:

    Eindeutig JA, man sollte sie machen lassen, das ist eine innere Angelegenheit der Afgahnen.
    Was nicht heißt das ich die Taliban, ob es sie als solches gibt sei mal dahingestellt, für angenehme Zeitgenossen halte.
    Aber wenn es danach ginge müssten „wir“ die halbe Welt besetzen,
    und die uns.

  • Bitte lest dieses Buch:
    The Pentagon’s New Map Blueprint for Action von Thomas P.M.Barnett.

    Nach der Lektüre seid ihr eingeweiht, versprochen. Dann überrascht euch nichts mehr. Da steht nämlich drin, daß die USA gerade dabei sind den „Weltfrieden“ sprich Welttherrschaft einzurichten, wozu es nunmal gehört, jedes widerstrebende Völkchen mit Gewalt und (Psycho)-Terror gefügig zu machen.

    Der Leser erfährt auch, daß die USA das aufgrund Personal- (sprich Soldaten-) Mangels nicht alleine machen können, und deshalb müssen die Verbündeten (sprich Europa) die nötigen Einsatz-Kräfte stellen, um diesen Frieden dauerhaft einzuführen und zu sichern.

    Die Aufgabe wird ewig sein, denn der „Frieden“ wird sich nur mit Gewalt durchsetzen lassen. Das Militär der Zukunft wird international sein, seine Aufgabe wird in Kontrolle und Unterdrückung aller Völker bestehen, Niederschlagen von Aufständen, Partisanenbekämpfung, Ausrotten von Widerstandsnestern usw. , alles um den reibunglosen Ablauf der globalen Ökonomie zu gewährleisten.

    Lest dieses Buch und helft mit, daß die darin geplante Horrorvision nicht Wirklichkeit wird! Das Buch ist leider ernst gemeint und kein Scherz.

  • In Afghanistan bekämpfen wir radikale Islamisten. Die Ärmsten müssen dann fliehen und kommen zu uns nach Deutschland.

    Hier dürfen sie all das tun wofür sie in Afganistan totgeschossen werden: radikale Gruppen bilden, Territorium für den Islam erobern, ihre Terrorpläne schmieden, ihren radikalen Glauben in wunderbaren neuen Moscheen ausleben, viele junge Kämpfer zeugen und auf den Djihad vorbereiten ….

  • Saito:

    Langsam sollte sich herumgesprochen haben, dass die GRÜNEN aus den USA gelenkt werden. Ihr großer Vormann „Joschka“ war das getreue Hündchen von Madleine Albright. Seither jubeln die einstigen „Friedensfreunde“ der GRÜNEN doch jedem Angriffskrieg der USA zu.

    Und die anderen Parteien sind da genauso, bis auf die LINKE. Volkes Meinung spiet doch keine Rolle.

    mit freundlichen Grüßen

  • Volker:

    @Judith
    Lass mich bloß mit diesem Müll in Ruhe. .. Klappe halten.
    Ja ja. Das habe ich mir nicht ausgedacht – das stand im Stern. Der Stern Artikel war extrem interessant, obwohl ich mich frage, was damit bezweckt werden sollte.
    Der Artikel zeigt genau, was die Besetzung gändert hat: Nichts. Die Afghanen leben genau so weiter wie unter den Taliban. Auf Ehebruch steht die Todesstrafe durch Steinigen. Die Frauen rennen nach wie vor in ihren Ganzkörperzelten durch die Gegend. Männer, die schon 10 Jahre verheiratet sind, kennen das Gesicht ihrer Frauen nicht, weil das nicht erlaubt ist. Die Frauen wissen auch genau warum: Die gehen davon aus, daß die Taliban wiederkommen. Außerdem wollen die wahrscheinlich bis auf Ausnahmen gar nicht anders leben.
     
    Und für diesen Schein-Erfolg bezahlen wir angeblich 200 Millionen pro Jahr. Ich habe auch irgendwo schon mal 400 Millionen gelesen.
     
    Weiterhin fragt man sich nach dem Lesen dieses Artikels, wie man Afghanen, die hier zu Tausenden Asyl beantragen, überhaupt integrieren will. Das kann gar nicht funktionieren, wenn man aus der Steinzeit kommt.

    Na also, geht doch auch in einem vernünftigen Schreibstil. Du diskreditierst dich mit so einer Ausdrucksweise [wie der gelöschten] nur selbst Volker – das wäre mir egal, schließlich hat jeder das Recht sich selbst zu blamieren. Aber du ziehst auch das Blog mit dieser Ausdrucksweise herunter. Und dagegen habe ich ganz dezidiert was.

    Judith

  • Ach, seid mal alle nicht so pessimistisch. Der Jung wirds schon richten. Und wenn erstmal die V-Waffen einsatzbereit sind, dann werden die Taliban sich noch wundern.
     
    Im (relativen) Ernst: Ich bin zwar prinzipiell auch gegen den Krieg, hielte aber einen jetzigen Rückzug für das falsche Signal. Das würde doch den Mohhamedanern nur zeigen, dass man sich nur lange genug in die Luft sprengen muss, dann geben wir klein bei. Da lassen wir doch lieber die Luftwaffe den ganzen Laden plattmachen, sonst kommen die noch auf Ideen…

  • Gernot:

    Der ist nicht Kriegsminister, der ist Minister für Frieden.
    1984 lässt schön grüßen!

  • Sir Toby:

    Bei allen bisherigen Kommentaren fehlt mir völlig der Grund des Afghanistan-Einsatzes, nämlich „9/11“. Ich habe das damals, und lange Jahre danach auch noch, geglaubt … dass ObL seine Getreuen ausgeschickt hat und die dann mit gekaperten Flugzeugen in das WTC geflogen sind und es zum Einsturz gebracht haben.

    Mittlerweile glaube ich das aber nicht mehr, und dafür gibt es Gründe. Ich für meinen Teil habe sie mir weitgehend vom Blog Alles Schall und Rauch geholt – aber die 9/11-Truther-Bewegung in den USA selber hat ja genügend eigene Recherche betrieben, um in jedem Fall eine neue Untersuchung zu rechtfertigen – nur eben diesmal nicht ausgewählt und/oder besetzt durch/mit ‚Fachleuten‘ aus dem Dunstkreis der US-Administration, sondern mit wirklich unabhängigen Fachleuten zu allen in Rede stehenden Themengebieten (Brandexperten, Statiker, Sprengstoffexperten etc.)

    Strucks Satz von der ‚Freiheit Deutschlands, die auch am Hindukusch‘ verteidigt würde, erschien mir im ersten Moment auch durchaus einleuchtend – aber eben nur unter der Prämisse, dass die Taliban ‚Afghanistan‘ (was ja eigentlich keine Staatsbezeichnung ist, denn ein ‚Staat‘ im eigentlichen Sinne ist das, was sich dort ereignet, ja nicht) gekapert hätten und nun ObL und seinen Freunden die Möglichkeit gäben unter scheinstaatlichem Schutz Anschläge aller Art auszuknobeln, vorzubereiten und auch durchzuführen.

    Aber das war mein damaliger ‚Glaube‘ … und heute glaube ich eben etwas anderes. Und das ist vor allen Dingen ein Nicht-Glaube; der Nicht-Glaube nämlich, dass die ‚Anschläge‘ sich so abgespielt haben wie es uns seither von der US-Administration erzählt wird. Deshalb will ich eine neue Untersuchung – eine internationale Untersuchung. Und solange dies nicht möglich ist (Gründe wird die US-Administration sicher zuhauf finden), entfällt der eigentliche Primär-Grund für den Afghanistan-Einsatz der BW.  Und genau dies sollten wir der US-Administration mitteilen und es gleichzeitig auch medial international kommunizieren  –  und dann die BW schrittweise abziehen. 

  • Volker: